Luftaufnahme der Tennisanlage in Au/Hallertau.
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Blick auf das große Ganze: Der TC Au verfügt über eine schmucke Tennisanlage – jetzt warten die Aktiven auf Freigaben der Politik.

Sport und Corona

Tennisvereine stehen in den Startlöchern

  • vonNico Bauer
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Die Vorbereitungen für die Sommersaison laufen bei den Tennisclubs aus dem Kreis Freising auf Hochtouren. Ligaspiele gibt es aber erst nach den Pfingstferien.

Landkreis – Die Corona-Entwicklung lässt derzeit nicht viel zu, aber die Tennisvereine stehen weiter in den Startlöchern. Quer durch den Landkreis hoffen die Clubs auf Freigaben für den Sport – mit dem Argument, dass Menschen bei kaum einer anderen Sportart so viel Abstand zueinander haben wie beim Tennis.

„Mein Wunschtermin für die Aufnahme des Mannschaftstrainings wäre der 12. April“, sagt Gerd Christophersen, Vorsitzender des TC Blau-Weiß Neufahrn. Derzeit richten die Mitglieder die Plätze her und bereiten sich darauf vor, wie jedes Jahr den Tennisbetrieb im Freien aufnehmen zu können. Erste Arbeiten seien bereits erledigt, teilweise habe man das in den vergangenen Monaten angewachsene Moos schon beseitigt. Grundsätzlich kann man entspannt abwarten, weil der Club keine vereinseigene Tennishalle unterhalten muss und die ausgefallene Hallensaison daher keine finanziellen Probleme mit sich gebracht hat.

TC Blau-Weiß Neufahrn schickt zehn Mannschaften ins Rennen

In der Halle hätten einige Neufahrner gerne die Winterrunde gespielt – und auch im Sommer haben die Blau-Weißen angesichts von zehn gemeldeten Mannschaften viel vor. Bezüglich der Punktspiele im Juni ist Christophersen jedoch etwas skeptisch: „Ich befürchte eine weitere Saison wie im vergangenen Jahr.“ 2020 konnten die Teams freiwillig für den Ligabetrieb melden, folglich gab es auch keine Auf- oder Absteiger.

„Das jetzt können wir nur halb verstehen“, erklärt Luca Topp, der Vorsitzende des TC Wolfersdorf, zu den aktuellen Corona-Beschränkungen für den Sport. Er erwartet, dass sein 150 Mitglieder umfassender Verein nach den Osterferien wieder auf die beiden Privatplätze im Ort zurückkehren wird. Topp rechnet in der Folge mit Punktspielen samt Auf- und Abstieg: „Stand heute stellen wir uns eine normale Saison vor – nur die Hygieneregeln werden uns wohl noch einige Zeit begleiten.“

Die Skepsis bleibt: Die Bezirksliga-Männer vom TC Blau-Weiß Neufahrn – hier Paul Marschner in Aktion – hoffen auf eine möglichst unkomplizierte Sommersaison.

Holger Nick, der Vereinschef des TC Au, sieht es als kluge Entscheidung des Bayerischen Tennis-Verbands an, dass die Saison erst nach den Pfingstferien im Juni begonnen wird. Beim Einzel bestehe keine Gefahr: „Wenn sich zwei Personen auf 650 Quadratmetern bewegen, dann wäre ein Verbot unverständlich.“

Einzelspiele im Freien sind erlaubt

Im derzeitigen Lockdown stellt sich der Vorsitzende des Hallertauer Tennisclubs auch die Frage, ob denn Mitglieder selbst die Plätze spielbereit machen dürfen. Im vergangenen Jahr waren solche Mitgliedertreffen beim ersten Lockdown verboten. Die Anlage auf Vordermann bringen durften nur der Vorstand und die Angestellten des Clubs – oder man musste Firmen beauftragen. Die durften die Arbeiten ausführen, weil es sich bei ihnen um die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit handelt. Wie schaut es heuer aus? „Die Maßnahmen zur Instandsetzung und Pflege der Sportanlagen sind auch durch ehrenamtliche Helfer erlaubt“, schreibt der Verband. Dabei müssten natürlich Kontaktbeschränkungen und Mindestabstände eingehalten werden. Die Helfer sollten so aufgeteilt werden, dass auf jedem Platz nur die Anzahl der Personen, die laut Kontaktbeschränkung möglich ist, arbeiten.

Der Bayerische Tennis-Verband betont außerdem, dass in Landkreisen mit einer Inzidenz über 100 wie in Freising – am Freitag stand der Wert bei 121,1 – weiter Einzelspiele im Freien erlaubt sind. Der Verband schrieb in einer Pressemitteilung, dass mit den jüngsten Beschlüssen der Politik nur weitere Lockerungen gestoppt worden seien.

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