+
Mit Augenmaß: Andrea Horneber von den Schweden-Schützen hat sich in der Oberbayernliga etabliert.

Oberbayernliga

Luftgewehr: Kranzberg schafft den Klassenerhalt, Hangenham steigt ab

  • schließen

Das Derby war eine eindeutige Angelegenheit – und passend dazu trennen sich nun die Wege der beiden Luftgewehrteams, die in den vergangenen Jahren den Liga-Betrieb aus Landkreissicht geprägt haben. Die Schweden-Schützen Kranzberg fegten die SG Hangenham mit 5:0 vom Stand und bleiben definitiv in der Oberbayernliga. Hangenham steigt dagegen als Letzter in die Bezirksoberliga ab.

Kranzberg/Hangenham – Die Ampertaler gewannen am letzten Wettkampftag der Saison zwar zwei Mal, konnten sich aber nicht von Platz sechs verbessern. Dieser drittletzte Rang bedeutet jedoch den fixen Klassenerhalt, weil Lengdorf in der Bayernliga bleibt. Damit sind die Schweden-Schützen nun der Platzhirsch unter den Luftgewehrmannschaften aus dem Landkreis und freuen sich auf kommende Derbys gegen die SG Aich, die zu 99,9 Prozent als Aufsteiger in die Oberbayernliga feststeht. Das Topduell zwischen der früheren Olympia-Medaillengewinnerin Petra Horneber und der im Gau nahezu unschlagbaren Martina Tristl von der SG Aich verspricht, ein echter Kracher zu werden. „Das letzte Duell habe ich gewonnen“, sagt Horneber augenzwinkernd.

Bei den Kranzbergern war zuletzt Rita Mitsching nach ihrer Babypause wieder mit an Bord. Dank ihr haben die Schweden-Schützen nun die Option, in der kommenden Runde mit sechs Aktiven zu den Wettkämpfen zu reisen.

„Unsere Mannschaft hat diese Saison gut mitgezogen“, lobt Petra Horneber. Sie hatte vor der Runde eine kleine Krisensitzung abgehalten – und angesichts der gehobenen Liga mangelndes Engagement angeprangert. Doch Kranzberg ist in dieser Klasse angekommen, stellt das beste Team im Landkreis Freising und verfügt über gute Jungschützen. Andrea Horneber beispielsweise hat nach einer Schießpause wieder angegriffen und sich in der Liga durchgesetzt. Petra Horneber würde sich jedoch wünschen, dass auch andere Talente der Schweden-Schützen die Oberbayernliga für sich entdecken: „Leider trauen sich manche das nicht zu und anderen fehlt der Ehrgeiz, in einer Ligamannschaft zu schießen.“

In der Oberbayernliga haben sich die Kranzberger nun etabliert, aber an ein echtes Heimspiel ist weiter nicht zu denken. Die Seilzuganlage in Kranzberg bietet keine Chance, selbst Gastgeber von Ligarunden zu sein – und deshalb finden die Kranzberger Heimevents wohl weiter in Hallbergmoos statt. In Kranzberg hofft der Verein auf Verbesserungen, sollte irgendwann der Neubau einer Turnhalle angegangen werden. Angesichts des hohen sportlichen Niveaus der Ampertaler und ihrer guten Jugendarbeit wäre eine Umstellung auf Elektronikstände sowohl logisch als auch zeitgemäß.

Die SG Hangenham hat am Wochenende neben dem Derby auch das Kellerduell gegen Kirchasch verloren. Damit haben beide Teams in 14 Wettkämpfen lediglich einen Sieg errungen – und Hangenham steigt nun als Tabellenletzter ab. Eine Klasse tiefer verkleinert sich die Mannschaft von fünf auf vier Schützen. Aber auch sonst könnte sich Einiges tun: Seit Wochen wird in Schützenkreisen spekuliert, dass der eine oder andere Hangenhamer zu seinem Heimatverein zurückkehren könnte. So manchen Sportler hatte es einst nach Hangenham gezogen, um dort in der Bayernliga zu schießen. In den nächsten Wochen muss sich der Verein, der schon seit fast zehn Jahren keine eigene sportliche Heimat hat, die Karten legen, wie es wettkampftechnisch weitergehen soll.

Auch interessant

Kommentare