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Marie Schwerer schoss im BOL-Derby bärenstarke 394 Ringe. 

Schützen

Luftgewehr: SG Aich geht als Primus in die Weihnachtspause

Die Hinrunde der Bezirksoberliga ist durch – und eine Luftgewehr-Mannschaft hat noch immer nicht verloren. Die SG Aich hat beim 2:2 im Landkreisduell bei der FSG Freising dank der besseren Ringzahl gewonnen und geht als Tabellenerster in die Winterpause.

Aich – Zwei Punkte dahinter folgt Hubertus Tüntenhausen, das ebenfalls noch vom Aufstieg in die Oberbayernliga träumen darf. Die Tüntenhausener haben in der fünften Ligarunde ihre Hausaufgaben mit einem 3:1-Sieg über den Vorletzten Brunnenreuth gemacht.

Im Duell mit dem bisherigen Dritten Freising war das 2:2 für Aich ein Erfolg – zumal sich am Morgen des Wettkampftages Teamführer Florian Tristl mit einer Magen-Darm-Grippe abmeldete. Der Bezirksoberliga-Spitzenreiter

war mit 1525:1514 Ringen am Ende die bessere Mannschaft und nahm so 2:1 Punkte mit nach Hause. Den Unterschied zwischen dem Ersten SG Aich und dem Zweiten Hubertus Tüntenhausen machen eben jene Wettkämpfe aus, die 2:2 endeten. Aich hatte hier zwei Mal die bessere Ringzahl und Tüntenhausen zwei Mal die schwächere. Daher gab es für den Spitzenreiter zwei Mal 2:1 Punkte und für den Zweiten zwei Mal 1:2 Zähler.

Die SG Aich holte in Freising die Punkte an den Positionen eins und zwei. Vor allem das junge Vereinsjuwel Marie Schwerer landete wieder einmal Volltreffer wie am Fließband: Sie schoss starke 394 Ringe und holte verdientermaßen den Zähler für ihr Team. Im Duell der Topschützinnen gewann Martina Tristl 391:387 gegen Barbara Schlichenmaier – und dieses Aufeinandertreffen war Werbung für den Schützensport.

Aber am besten schoss an dem Tag Marie Schwerer. „Ihre Leistung ist gar nicht hoch genug zu bewerten“, sagt Florian Tristl. Und die Nummer zwei seines Teams hätte sogar noch mehr schaffen können: Das Ergebnis von 394 Ringen mutete fast unglücklich an, da Schwerer auch hohe Neuner erzielte.

Freising punktete auf den hinteren Positionen, wo Tobias Tristl und Martin Mair mit jeweils 370 Ringen unter ihren Möglichkeiten geschossen haben. Tobias Tristl stieß aus der Dritten Mannschaft als Ersatz für seinen Bruder Florian zum Team und hätte durchaus gewinnen können. Sein normales Level liegt bei etwa 380 Ringen.

Die SG Aich (13:2 Punkte) hat nach der Hinrunde zwar noch Tüntenhausen (11:4) im Nacken, aber schon ein gutes Polster auf Kleinmehring II und Freising (je 8:7). Der Blick auf den Ringschnitt zeigt aber ein ganz anderes Bild, da hier Aich (1533,20), Kleinmehring (1532,40) und Tüntenhausen (1531,00) fast gleichauf liegen. „Für die gezeigten Leistungen hat Kleinmehring II zu wenig Punkte“, betont Aichs Mannschaftsführer Florian Tristl. Er blickt mit Respekt auf das direkte Duell zum Rückrundenstart im Januar.

Nico Bauer

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