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Sein Treffer ebnete den Weg: Herbert Jarczyk (l.) erzielte am Freitagabend in der 51. Minute den wichtigen 2:3-Anschlusstreffer gegen Bayreuth. Kurz vor dem Ende schafften die Aicher sogar noch den Ausgleich . . .

Das starke Stück vom Wochenende  

EV Aich kann seine Meistersaison krönen

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Sie haben es trotz der Schlappe in Spiel zwei weiterhin in der eigenen Hand: Die Eishackler des EV Aich hatten am Freitag mit einem Erfolg im Penaltyschießen vorgelegt und dürfen nun zu Hause das entscheidende dritte Match um den Einzug ins Bezirksliga-Playoff-Halbfinale austragen. Von einem Aufstieg in die Landesliga will der Vereinschef aber noch nicht sprechen – und das aus gutem Grund.

Aich – Die Eishackler des EV Aich spielen eine herausragende Saison: Sie haben der Bezirksliga-Gruppe 2 ihren Stempel aufgedrückt – und mit 15 Siegen in 18 Spielen den ersten Platz belegt. „Das war die erste Meisterschaft überhaupt in der 40-jährigen Geschichte unseres Vereins“, sagt Vorsitzender Wolfgang Hauk voller Stolz. „Sicher, ich habe insgeheim mit dem Titel geliebäugelt. Aber es ist letztlich besser gelaufen als gedacht, das freut uns total.“ Immerhin sei die Liga sehr ausgeglichen und insgesamt stärker gewesen als im Vorjahr. Das macht diesen Erfolg umso wertvoller.

Fakt ist: Die Aicher könnten dem Ganzen sogar noch die Krone aufsetzen. Der Klub hat sich für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert und ist dadurch nur noch zwei Runden vom Einzug ins Finale und damit dem Aufstieg in die Landesliga entfernt. Das erste Spiel in der Best-of-three-Serie gegen den EHC Bayreuth haben die Schützlinge von Coach Georg Hermann am Freitagabend in der Moosburger Sparkassen-Arena für sich entschieden – nach einem wahren Krimi, mit 4:3 nach Penaltyschießen. Matt Puntureri hatte in der 27. Minute zum 1:1 eingenetzt, ehe die Bayreuther noch im zweiten Drittel per Doppelschlag auf 3:1 davonzogen. Die Vorentscheidung? Im Gegenteil: Die Aicher waren im dritten Durchgang das stärkere Team – und kamen durch Herbert Jarczyk (51.) und Jens Trautmann (58.) zum umjubelten Ausgleich. Im Penaltyschießen hielt Linus Messerer seinen Kasten sauber, Puntureri traf zum Sieg.

. . . und dann schlug seine große Stunde: Matt Puntureri (l.) verwandelte im Penaltyschießen den dritten Versuch – das war der Sieg im Spiel eins!

Dass sich die Aicher Anhänger noch auf eine Viertelfinal-Zugabe freuen dürfen, lag an den Bayreuthern, die das zweite Match am Samstag klar mit 7:2 gewannen. Matt Puntureri und Christoph Schwenk hatten im zweiten Drittel aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht – mehr war für die Gäste vom EVA allerdings nicht drin. Die bauen am Freitagabend (Beginn ist um 19.30 Uhr) im entscheidenden dritten Duell nun auf ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit in heimischen Gefilden: „Wir haben in dieser Saison zu Hause noch kein Spiel verloren“, weiß Hauk. „Daher sehe ich schon eine 60:40-Chance, dass wir ins Halbfinale kommen. Aber es wird spannend.“

Noch spannender wird die Sache dann, wenn die Aicher sogar ins Finale marschieren würden – und damit den Aufstieg realisieren könnten. Das große Aber: „Aktuell dürften wir gar nicht aufsteigen, weil wir als Landesligist drei Nachwuchsteams vorweisen müssten“, sagt Vorsitzender Hauk. Wenn es soweit sei, „müssten wir uns mit dem EV Moosburg zusammensetzen und über eine Kooperation reden“. Derzeit verfüge der EVA über keine einzige Nachwuchsmannschaft – „und die Möglichkeiten sind in einer Stadt mit zwei Vereinen sicher begrenzt“. Außerdem müssten auch die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. „Wir haben aktuell nicht die Infrastruktur für die Landesliga“, betont Hauk. Klar, Derbys gegen den EVM, der wahrscheinlich aus der Bayernliga absteigen wird, sowie die Black Bears Freising wären eine feine Sache, „das wäre für die Zukunft schon mal schön“, sagt Hauk. „Stand jetzt ist die Bezirksliga aber die perfekte Spielklasse für uns.“

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