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Mit Vollgas in die erste Kurve starteten die Teilnehmer des 5300-Meter-Volkslaufs. Der Beste war nach 18:37 Minuten im Ziel.

Drei-Rosen-Lauf in Moosburg

Stadtlauf-Relaunch geglückt: „Die neue Strecke ist eine Bereicherung“

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Es war ein verheißungsvoller Neustart – mit einer neuen Strecke, neuem Namen, neuer Messtechnik und neuem Orga-Team. Und auch, wenn man am Sonntag noch nicht so viele Teilnehmer verzeichnen konnte wie zu Spitzenzeiten, war der Moosburger Drei-Rosen-Lauf aus sportlicher Sicht ein voller Erfolg.

Moosburg – Als der langjährige Organisator des Moosburger Stadtlaufs, Guido Thase, im Jahr 2017 starb, wurde die Veranstaltung erst mal für ein Jahr auf Eis gelegt. Man habe den Schnitt und diese Pause gebraucht, „aus Respekt – und um die alte Geschichte abzuschließen“, erklärte SGM-Geschäftsstellenleiterin Annette Wulf-Strycharz. Das neue Orga-Team musste sich erst in die Materie einarbeiten – zudem wollte man auch einige Neuerungen vornehmen. Zum Beispiel die Strecke verändern, die hätte laut Wulf-Strycharz im kommenden Jahr ohnehin turnusmäßig vermessen werden müssen. Da aber der Abschnitt entlang der Schloss- Asch-Wiese den Rennweg hinauf aufgrund der Steigung und Bodenbeschaffenheit immer etwas kritisch war, änderten die Organisatoren zum Neustart gleich den Streckenverlauf: Statt wie früher im Moosburger Zentrum befinden sich Start und Ziel des Drei-Rosen-Laufs nun im SGM-Stadion – und die Steigung führt den Westerberg hinauf. 20 Streckenposten sorgten entlang der Route für die Sicherheit der Läufer.

Im Laufeinsatz für „Kinder in Not“ waren (v. l.) Ferdinand Winterstötter sowie Anna-Lena und Christoph Rothe.

Einer, der seit Jahren dabei ist, ist Ferdinand Winterstötter: Der 67-jährige Moosburger läuft in ganz Bayern für sein Hilfsprojekt „Kinder in Not“. „Bei diesen Veranstaltungen kann ich das Projekt bekannt machen und neue Spender erreichen“, erklärte der passionierte Sportler. Die Gelder kommen dann Mädchen und Buben aus der Region zugute, beispielsweise in Form von Schulsachen oder Eintrittskarten fürs Schwimmbad. Beim Laufen hat er mit Christoph und Anna-Lena Rothe zwei junge Mitstreiter kennengelernt, die nun mit ihm gemeinsam für die „Kinder in Not“ an den Start gehen. „Es macht einfach Spaß, Sport zu machen und damit auch noch etwas Gutes zu tun“, freute sich Christoph Rothe.

Alle drei liefen die 5300-Meter-Strecke, also den Volkslauf. Er müsse etwas langsam machen, sagte Winterstötter, denn beim Schlierseelauf habe er sich eine Verletzung zugezogen. Es klang beinahe wie eine Entschuldigung, dass er nicht den zehn Kilometer langen Stadtlauf absolvierte. Dabei geht es ja bei solchen Veranstaltungen vor allem ums Dabeisein.

Ein Hauch von „Alice im Wunderland“: Herzkönig Julian Strycharz, Schmetterling Andreas Frühauf und das weiße Kaninchen Janina van Thöll hielten die Kleinen bei Laune.

Das gilt auch für die Kinder, die den großen Sporttag mit ihren Läufen eröffneten. Vorher animierte der Mit-Organisator und Inhaber des Moosburger Fitness- und Reha-Zentrums Vitago, Johannes Oberhofer, die Kinder zum Warm-Up. Um die Nachwuchssportler bei Laune zu halten, waren diesmal sogar drei Berühmtheiten aus „Alice im Wunderland“ in das SGM-Stadion gekommen: Der Herzkönig (Julian Strycharz), das weiße Kaninchen (Janina van Thöll) sowie der Schmetterling (Andreas Frühauf) überreichten im Ziel die Medaillen und scherzten mit den jungen Läufern, um die Aufregung etwas zu mindern. „Wunderländer“ im Moosburger Stadion – noch so eine Neuerung.

Eine weitere, die vor allem die leidenschaftlichen Läufer interessieren dürfte, ist die Zeitmessung. Denn die erfolgt nun professionell per Funk mittels eines Chips in der Startnummer. Thomas Spitzner und Marco Rausch von bibchip arbeiteten dafür konzentriert an ihrer mobilen Computerstation: Die beiden haben die Zeiten von insgesamt 207 Teilnehmern abgenommen. Auf 250 hatten die Organisatoren gehofft. Trotzdem war es ein Erfolg – das betonte auch Winterstötter: „Die neue Strecke ist eine Bereicherung, die Organisation war toll – und dass der Lauf wieder stattfindet, ist gut“, sagte er. Das hätten ihm auch viele andere Stammläufer bestätigt.

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