Neuanfang im Sommer: Anna Sophia Meyerhofer von der Bayernliga-Mannschaft der HSG Freising-Neufahrn wird sich von jetzt an auf die Saison 2021/22 vorbereiten.
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Neuanfang im Sommer: Anna Sophia Meyerhofer von der Bayernliga-Mannschaft der HSG Freising-Neufahrn wird sich von jetzt an auf die Saison 2021/22 vorbereiten.

HANDBALL - HSG-Verantwortliche gehen mit der Verbands-Entscheidung konform

Neuorientierung nach dem Abbruch

Lange Zeit schwebten die Handballvereine im Unklaren. Kann die Saison doch noch weitergehen, gibt es einen Abbruch?

Freising - Angesichts politischer Vorgaben und der Ungewissheit bezüglich einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs hat der Bayerische Handballverband jetzt aber eine endgültige Entscheidung getroffen: Die Spielsaison 2020/21 wird für alle Spielklassen für beendet erklärt, damit ist auch die für die Bayernliga einst geplante Turnierform für die Auf- und Abstiegsplätze vom Tisch.

Ingrid Schuhbauer vom SC Freising, als BHV-Vizepräsidentin Spielbetrieb mitten drin bei den Entscheidungen, betont: „Die Beendigung wurde einstimmig beschlossen, da gab es im erweiterten Präsidium überhaupt keine Diskussion.“ Es hätten nur wenige Partien stattgefunden, eine Wertung sei daher nicht möglich gewesen.

Simon Klawe, der Trainer der Bayernliga-Frauen von der HSG Freising-Neufahrn, ist mit diesem Vorgehen einverstanden: „Klar will jeder spielen. Man muss aber auch auf die Gesundheit der Handballerinnen achten und so ist die Beendigung richtig.“ Bei vier Wochen Vorlaufzeit wäre es für Turniere um den Aufstieg und gegen den Abstieg langsam eng geworden: „Das wäre irgendwann zeitlich nicht möglich gewesen. Außerdem hätten diese Turniere meiner Meinung nach keine leistungsgerechte Entscheidung gebracht.“ Lieber beenden und im Herbst 2021 bei Null anfangen – so sieht es Simon Klawe. Nach dem aktuellen Stand bleiben alle Spielerinnen an Bord. „Jetzt ist der Druck weg, einen Kaltstart hinlegen zu müssen. Wir können gezielt auf die neue Saison hin trainieren und an den Schwächen arbeiten. Da bin ich ganz froh.“

Auch Abteilungsleiter Jürgen Steinhauer spricht in diese Richtung: „Die komplette Annullierung ist die beste Lösung.“ Lockerungen der Corona-Maßnahmen würden nur spärlich kommen: „Wir werden auch Anfang März noch nicht trainieren dürfen. Da ist die Beendigung einfach nur die logische Konsequenz.“ Steinhauer hielt ebenfalls nicht viel von der möglichen Turnierlösung. „Das hätte das Ganze verzerrt, wäre nicht wirklich gerecht gewesen.“ Für die HSG wäre es wohl gegen den Abstieg gegangen: „Es heißt jetzt, sich neu zu orientieren. Aber auch in der nächsten Saison wird das klare Ziel der Klassenerhalt sein.“ Ein jetziger Cut und im Herbst bei Null anfangen – es herrscht Einigkeit bei den Bayernligafrauen der HSG, das dies in der derzeitigen Situation die beste Lösung darstellt.

Bernd Heinzinger

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