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Neuzugang sucht die Herausforderung

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Harda Jordan

kam von der SpVgg Altenerding zur Landesligamannschaft des SC Freising.
Harda Jordan kam von der SpVgg Altenerding zur Landesligamannschaft des SC Freising.

Freising - Die Sportclub-Handballerin Harda Jordan hat sich spielerisch und menschlich in der Landesliga-Mannschaft gut eingegliedert.

Turnen, Leichtathletik, Fechten und viele andere Sportarten probierte sie aus. In der Kindheit von Harda Jordan spielte der Handball noch keine große Rolle. Der Neuzugang beim Landesligisten SC Freising brauchte da schon ein wenig die Überredungskünste ihrer beiden Schwestern, die damals beim MTV Aurich in Schleswig-Holstein aktiv waren. Nach den ersten Trainingseinheiten gefiel es Harda Jordan aber ganz gut, so dass sie sich für diesen Teamsport - von der C-Jugend an - entschied.

Bevor die 32-jährige Rechtsaußenspielerin aber schließlich beim SC Freising aufschlug, passierte noch eine ganze Menge. Nachdem sie dem MTV Aurich bis zu den Erwachsenen treu blieb, stellte Jordan das Handballspielen ab dem Jahr 2004 erst einmal komplett ein: Studium und Diplom-Arbeit stahlen ihr die Zeit dafür. Aufgeschoben hieß bei ihr aber nicht aufgehoben, ihre Leidenschaft zum Handball keimte nach dem Umzug nach Erding wieder auf: „Eine Arbeitskollegin spielte in Altenerding. Und ich hatte Lust, wieder etwas zu machen.“ Also stieg Jordan 2008 beim Team aus dem Nachbarlandkreis ein und avancierte dort zur Leistungsträgerin in der Bezirksoberliga.

Doch nach dem Abstieg verließen etliche Spielerinnen den Club. Da kam der Anruf von Freisings Trainer Carsten Ohloff: „Das musste ich mir erst einmal lange überlegen. Letztlich aber habe ich mich für die Herausforderung entschieden, denn in zwei Jahren bräuchte ich es in der Landesliga nicht mehr versuchen.“ Wie auch die ebenfalls aus Altenerding nach Freising gewechselte Sylvia Heider, gehört Harda Jordan zu den Routiniers im recht jungen SCF-Kader. Als Mama, die den anderen den Weg zeigen muss, sieht sich Jordan aber nicht: „Die haben alle viel früher mit dem Sport begonnen, daher die gleiche Handball-Erfahrung wie ich.“ Allerdings zwickt es mittlerweile am Körper nach Anstrengungen ein wenig mehr, als noch vor einigen Jahren. Das hindert sie ein wenig daran, ihren eigenen Ansprüchen im Freisinger Spiel gerecht zu werden: „Ich persönlich habe schon eine höhere Zielsetzung an mich. Generell habe ich mich aber spielerisch und auch menschlich im Kader gut eingegliedert.“

So will sie mithelfen, die Freisingerinnen aus ihrer kleinen Krise wieder herauszubringen: „Da müssen wir durch und jetzt vor allem Kampfgeist zeigen.“ Wie lange Harda Jordan noch aktiv den Handballsport betreibt ist noch unklar. Eventuell verschieben sich die Prioritäten der Sportwissenschaftlerin, die neben den Bergen und der Fotografie besonders das Reisen als großes Hobby angibt. Kommt beispielsweise die Möglichkeit, für mehrere Monate ein fremdes Land zu bereisen, kann es mit dem Handball schnell vorbei sein. Daher denkt Harda Jordan derzeit von Saison zu Saison, trifft ihre Entscheidung auch dahingehend, wie es mit der Freisinger Truppe leistungsmäßig weitergeht.

Die nächste Chance auf Punkte bietet sich für den SC Freising am Sonntag, um 14.30 Uhr, in der Sporthalle gegen den Landesligavorletzten TSV Schleißheim.

Bernd Heinzinger

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