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Noch einmal zusammenstehen: Trainer Udo Wollny und die Palzinger Handballerinnen wollen in den letzten Bezirksliga-Spielen alles geben. Denn für die neue Saison ist der Kader – Stand jetzt – viel zu klein.

Handball

Palzinger Frauenteam vor der Auflösung, Abstiegsangst in Kirchdorf

Vor einer extrem wichtigen Partie stehen die Bezirksoberliga-Handballerinnen des SC Kirchdorf: Bei der SpVgg Altenerding am Samstag um 16.30 Uhr muss im Kampf gegen den Abstieg ein Sieg her. Abschiedsstimmung herrscht derweil eine Liga darunter beim SVA Palzing.

Kirchdorf/Palzing – Denn aller Voraussicht nach wird es in der nächsten Saison kein Frauenteam mehr geben. Im Heimspiel gegen den TSV Karlsfeld am Sonntag um 17 Uhr (Sporthalle Zolling) will der SVA trotzdem noch einmal alles geben.

Kirchdorf und Altenerding haben etwas gemeinsam: Beide Teams befinden sich in der Rückrunde im Abwärtstrend, das Abstiegsgespenst geht um. Schuld daran sei vor allem die mangelnde Einstellung seiner Spielerinnen, moniert SCK-Coach Otto Holländer: „Handballspielen können sie ja eigentlich, das haben sie schon häufig genug bewiesen. Nur haben zuletzt der Kampfgeist und der Wille gefehlt.“ Um aus dem Abstiegssog zu kommen, gab es unter der Woche eine Teamsitzung ohne Trainer, bei der sich die SCK-Mädels untereinander über die Tragweite der Situation klar werden sollten. Ob’s gefruchtet hat, wird sich zeigen.

Die Kadersituation sieht vor dem wichtigen Altenerding-Match jedenfalls alles andere als prickelnd aus: Mit Saskia Marx und Chiara Ostermeier fallen zwei weitere Leistungsträgerinnen aus, beide haben sich in der zurückliegenden Partie verletzt. Damit hat Holländer gerade mal zehn Spielerinnen zur Verfügung, die Gastgeberinnen verfügen dagegen über einen vollen Kader. Der SCK-Trainer betont: „Wir brauchen den Sieg – ohne Wenn und Aber. Das gilt jedoch auch für den Gegner.“

Bei den Handballfrauen des SVA Palzing stellt sich eine ganz andere Frage: Sind es für das Team die letzten Partien auf absehbare Zeit? Laut Trainer Udo Wollny sieht es so aus. Schon jetzt ist der Kader mit nur elf Spielerinnen sehr klein – und nach der Saison hören mit Katja Garcia und Janett Kuba zwei Spielerinnen aus Altersgründen auf. Franka Straubinger (Beruf) und Sarah Herrmann (private Gründe) werden ebenfalls nicht mehr dabei sein.

Zwar ist der SVA Palzing für seine hervorragende Jugendarbeit bekannt. Die bringe jedoch nichts, wenn viele Spielerinnen den Verein verlassen, betont Wollny. Nach dem aktuellen Stand der Dinge ist der Kader für die nächste Saison viel zu klein. Weil es derzeit keine weibliche A-, sondern nur eine B-Jugend gibt, sei es außerdem schwer, Mädels in die Mannschaft hochzuziehen. Der Trainer betont, dass ihm die Arbeit in Palzing viel Spaß mache und er sich mit dem Team und der Abteilungsleitung bestens verstehe. „Es wäre schade, wenn nach der Saison Schluss ist.“ Nun wolle man in den letzten Begegnungen aber noch einmal richtig Gas geben, um sich zumindest von den Abstiegsrängen fernzuhalten.

Bernd Heinzinger

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