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Aus und vorbei! Der SV Kranzberg hat sich am Donnerstag überraschend von Trainer Manuel Esch getrennt.

Kreisklasse 3  

Paukenschlag beim SV Kranzberg: Trainer Manuel Esch muss seinen Hut nehmen

Vier Punkte aus den bisherigen fünf Spielen reichten nicht aus: Die Abteilungsleitung des SV Kranzberg hat sich am Donnerstagabend von Coach Manuel Esch getrennt.

Kranzberg – Als Interimslösung leitete Co-Trainer Manuel Hobmaier nicht nur das Abschlusstraining, sondern er wird das Team auch am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen den SV Marzling betreuen. Anstoß ist um 16 Uhr.

Knapp 15 Monate saß der 37-jährige Esch beim SVK auf der Trainerbank, konnte aber offenbar den Ansprüchen der Abteilungsleitung nicht mehr gerecht werden: „Wir wollen uns im Vergleich zum Vorjahr verbessern“, erläutert Pressesprecher Stephan Schikowski, „doch danach sieht es momentan nicht aus“. Daran änderte auch der erste Saisonsieg nichts, den die Kranzberger am vergangenen Sonntag beim Schlusslicht in Attenkirchen unter Dach und Fach gebracht hatten (3:1). Mit diesem Erfolg hat der Klub die Abstiegsränge verlassen.

Die Frage ist daher: War die Demission des Trainers womöglich schon länger und unabhängig vom Resultat geplant? Zumal die Nachfolger – angedacht ist ein Trainerteam – bereits in den Startlöchern stehen und Anfang kommender Woche vorgestellt werden sollen. Denn immerhin hat der Zeitpunkt der Entlassung selbst die meisten Kranzberger Kicker überrascht. „So ganz verstehen konnten es wenige“, betont Esch, dem als Grund für die Trennung „fehlender sportlicher Erfolg“ genannt wurde. Entsprechend schlechte Stimmung herrschte am Donnerstag rund um das Vereinsheim, wie auch Schikowski bestätigte: „Natürlich waren viele aus der Mannschaft traurig und verwundert“, berichtet der Pressesprecher. „Aber vielleicht wird das Team nun endlich wachgerüttelt.“

Die Art und Weise, wie der SVK bisher auftrat, störte die Abteilungsleitung um Fußballchef Martin „James“ Neumayr und seinen Stellvertreter Josef Kleidorfer schon länger. Schikowski nennt exemplarisch die Auftritte in Wolnzach und daheim gegen Allershausen, als der SVK jeweils zurücklag, jedoch trotz Überzahl kaum Torchancen produzierte. „Auch in Attenkirchen, das wirklich nicht gut gespielt hat, hätte es fast nur zu einem Unentschieden gereicht“, blickt der Pressesprecher besorgt zurück. „Doch auch in der Hinrunde stehen noch wichtige Spiele auf dem Programm – und wir wollten rechtzeitig auf die Tabellensituation reagieren“, erklärt Schikowski die Entscheidung der Abteilungsleitung.

Den erhofften Aufschwung soll am Sonntag gleich der SV Marzling zu spüren bekommen. Die Elf von Trainer Thomas Zellermeyr war in den vergangenen beiden Spielzeiten stets gern gesehen beim SVK, gewann Kranzberg doch mit 2:1 (Saison 15/16) und 1:0 (16/17). Doch um am Aufstiegsrelegationsrang dranzubleiben, hilft dem SVM am Sonntag nur ein Sieg.

Jochen Jürgens

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