Bereits toll in Schuss: Aigner bei einem der vielen Angriffsschläge der SC-Mannschaft. Foto: Lehmann

Perfekter Start

Freising - Mit Schlusslicht TSV Grafing II machten die Volleyballer des SC Freising kurzen Prozess und gewannen in einer Stunde mit 3:0 (25:15; 25:22, 25:20).

Der Sportclub bleibt damit als Dritter in der Regionalliga in Lauerposition. Die Voraussetzungen für die Freisinger vor dem Rückrundenauftakt standen alles andere als günstig, auch wenn es „nur“ gegen Schlusslicht Grafing ging. Coach Alex Oestmann musste ohne die drei wichtigen Stammspieler Moritz Steinberg (gesperrt aus dem Mömlingen-Spiel), Max Krumbholz (beruflich verhindert) und Simon Meisel (beruflich verhindert) auskommen und musste deshalb mannschaftsintern ganz gewaltige Umbauten vornehmen. Oles Gnatiouk absolvierte als Libero sein erstes Regionalligaspiel. Dafür wechselte Tom Gailer auf die Außenposition.

In der Anfangsphase der Partie schienen diese Veränderungen das Team zu verunsichern. „Unsere Annahme wollte zunächst nicht so recht klappen“, so Kapitän Markus Noack. Aber bereits nach wenigen Ballwechseln war nichts mehr von den ersten Unsicherheiten und den fehlenden Stammspielern zu bemerken. Alles lief wie am Schnürchen. Als dann Gailer mit einer Aufschlagsserie für die 20:10-Führung sorgte, war die erste Gegenwehr der Gäste gebrochen. Oestmann hatte freilich sein Team davor gewarnt, die Grafinger auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das sind allesamt talentierte und bestens ausgebildete Volleyballer, denen nur noch die nötige Routine fehlt. Wenn man die in Fahrt kommen lässt, kann es schwer werden dagegenzuhalten.“ Oestmanns Team schien diese Warnung zu Beginn des zweiten Durchgangs ein wenig verdrängt zu haben. Die allzu lässige Spielweise der Freisinger bestraften die Gäste prompt. Der SC lief lange Zeit einem Rückstand hinterher. „Wir kamen im Angriff nicht mehr durch“, so Markus Noack. „Die Ansage von Oestmann, wir sollten geduldiger und wieder konzentrierter spielen, zeigte dann Wirkung.“ Die Gastgeber kämpften sich auf 17:17 heran. Dank starker Aufschläge ließen sie nichts mehr anbrennen und gewannen 25:22.

Im dritten Satz spielten die Freisinger all ihre Routine aus. In der Anfangsphase entschieden sie die langen Kampfballwechsel für sich und machten die Big Points. Mitte des Durchgangs war dann die Gegenwehr der jungen Grafinger endgültig gebrochen. „Uns hat ganz offensichtlich die Weihnachtspause sehr gut getan. Wir haben wieder sehr gut trainiert“, meinte Kapitän Markus Noack. „Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt und es hat wieder sehr viel Spaß gemacht im Gegensatz zu den letzten Spielen vor der Weihnachtspause.“ Auch Oestmann war mit dem Rückrundenauftakt sehr zufrieden. „Wir mussten aufgrund der drei fehlenden Spieler improvisieren. Das hat unsere Mannschaft hervorragend gelöst. Oles Gnatiouk hat seine Sache als Libero sehr gut gemacht. Felix Reißmann, unser Eigengewächs, wird immer besser.“

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