Bisher liegen sieben Anmeldungen vor – aber noch sind viele Plätze frei

Schiedsrichter-Neulingskurs: In sieben Tagen zum Referee

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Der Stürmer schießt aus drei Metern vorbei – geschenkt. Dem Keeper rutscht der Ball durch die berühmten Hosenträger – verziehen. Den vom Trainer angeordneten Spielerwechsel versteht kein Mensch auf der Anlage – Schwamm drüber.

Landkreis – Aber wehe, der Schiedsrichter liegt mit seiner Entscheidung daneben, dann ist vielerorts auf den Fußballfeldern der Teufel los. Wochenende für Wochenende müssen die Referees auf den Amateursportplätzen Einiges an Kritik ertragen. Der Umgangston speziell von Zuschauern gegenüber den – für einen kleinen Spesensatz leitenden – Unparteiischen ist stellenweise noch derber als in den großen Stadien.

Es dürfte daher nicht sonderlich verwundern, dass immer mehr Plätze in den angebotenen Neulingskursen frei bleiben. So ist es auch beim bevorstehenden Lehrgang der Schiedsrichtergruppe (SRG) Freising, zu dem erst sieben und mehrheitlich sehr junge Teilnehmer zugesagt haben.

Der dreitägige Wochenendkurs beginnt am Freitag, 22. März, um 18 Uhr im Restaurant Portofino in Attaching und endet mit der Prüfung am Donnerstag, 28. März. Für weitere Informationen und Anmeldungen steht Lehrwart Erik Shenton per E-Mail an E.Shenton@SRG-Freising.de zur Verfügung.

Fakt ist: Nicht nur bei den Mannschaften herrscht mitunter Personalnot. Im Herbst beispielsweise mussten an einem Wochenende knapp 100 Positionen – also Schiedsrichter, Assistenten und Beobachter – durch die Freisinger Unparteiischen besetzt werden. Allerdings standen nur etwas mehr als 70 Kameraden zur Verfügung, da Grippewellen, Verletzungen sowie nicht zuletzt private Verpflichtungen auch vor dem Schiedsrichterwesen nicht Halt machen. Dass trotzdem auf allen Plätzen im Landkreis ein Unparteiischer erschien, ist einzig den mehrfachen Einsätzen der Kollegen zu verdanken gewesen. Das Problem daran: Viele von ihnen leiten zur „Prime Time“ am Sonntagnachmittag oft ihr zweites, manchmal sogar drittes Spiel an diesem Wochenende. Entsprechend lassen Konzentration und Kondition nach, und Fehler könnten deshalb schneller oder gehäufter auftreten. Die Alternative: Etliche Partien blieben an den Wochenenden unbesetzt – und dann wäre der Ruf nach einem Unparteiischen natürlich laut.  ft

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