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41 Sekunden Vollgas: Manrikos Theodoridis (am Boden) machte mit seinem Gegner, was er wollte, und gewann im Eiltempo durch technische Überlegenheit.

Ringen - Bundesliga

Siegfried Hallbergmoos lässt die Muskeln spielen

Der SV Siegfried hat seine tolle Liga-Saison mit einem klaren Heimerfolg gekrönt: Die Hallbergmooser gewannen ihre letzte Begegnung gegen die WKG Pausa/Plauen mit 24:5 und beendeten die Runde mit 18:6 Punkten als Vizemeister der Bundesliga Südost.

Hallbergmoos – Die Hallbergmooser haben am kommenden Wochenende kampffrei, weil Bindlach seine Staffel kurz vor Saisonbeginn zurückgezogen hatte, schauen aber gespannt nach Urloffen: Dort werden nämlich nach dem letzten Wettkampftag die Viertelfinalpaarungen ausgelost – die Vorkämpfe finden am 22. und die Rückkämpfe am 29. Dezember statt. Im Viertelfinale können die Hallberger noch nicht auf die Mannschaften der Südost-Gruppe und damit auf Burghausen und eventuell Nürnberg treffen. Mögliche Gegner sind nach dem derzeitigen Stand der Dinge der TuS Adelhausen und der KSV Köllerbach (beide Bundesliga Südwest), die Red Devils Heilbronn und der ASV Mainz (Nordwest) sowie von den Drittplatzierten eventuell der SC Kleinostheim oder der KSV Witten (Nordwest) beziehungsweise der ASV Urloffen (Südwest).

Gegen Pausa/Plauen starteten die Hallberger furios: Sie hatten schon nach dem sechsten Sieg in Folge – beim Stand von 19:0 – den Gesamterfolg vorzeitig unter Dach und Fach gebracht. In den weiteren Begegnungen konnten die Gäste nur noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben.

Siegfrieds Freistilspezialist Richard Csercsics nutzte seinen Gewichtsvorteil von nahezu 24 Kilogramm optimal aus. Er wurde im Schwergewicht dank seiner kraftvollen Beinschrauben nach nur 53 Sekunden zum Sieger durch technische Überlegenheit erklärt – sein Gegner Christian Bächer hatte keine Chance. Noch eiliger hatte es Leichtgewichtler Manrikos Theodoridis: Im klassischen Stil benötigte er lediglich 41 Sekunden, um die Matte als Sieger durch technische Überlegenheit zu verlassen. Ergün Aydin setzte sich im freien Stil bis 86 Kilogramm ebenfalls durch technische Überlegenheit durch.

Michael Prill rückte in die 80-Kilo-Kategorie auf und bot im klassischen Stil eine wahre Abwehrschlacht gegen den amtierenden WM-Dritten Gevorg Sahakyan. Trotz der 0:5- Niederlage landete Prill einen Achtungserfolg.

Halbschwergewichtler Florian Lederer freute sich über seinen eigenen Erfolg sowie den hohen Gesamtsieg seines SV Siegfried: „Wir haben nicht gewusst, wie stark die Sachsen zu uns kommen. Pausa/Plauen hat nicht die bestmögliche, jedoch auch keine Gurkentruppe aufgeboten. Nach Bekanntgabe der Aufstellung ging es trotzdem nur noch um die Höhe des Erfolgs.“ Er selbst ringe zwar lieber im freien Stil. „Ich fühle mich aber auch bei den Klassikern wohl. Ich wollte meinen Gegner höher schlagen, bin aber nicht unzufrieden.“

Anton Schweißgut

Die Kämpfe:

57 Kilo: Anders Rönningen – Tamas Török 3:0, 130 Kilo: Richard Csercsics – Christian Bächer 4:0, 61 Kilo: Thomas Kopp – Janik Rausch 3:0, 98 Kilo: Florian Lederer – Kevin Drehmann 1:0, 66 Kilo: Manrikos Theodoridis – Tobias Knittel 4:0, 86 Kilo: Ergün Aydin – Zalik Sultanov 4:0, 71 Kilo: Manuel Striedl – Krzystof Bienkowski 0:3, 80 Kilo: Michael Prill – Gevorg Sahakyan 0:2, 75 Kilo: Guido Gretschel – Nils Buschner 1:0, 75 Kilo: Andreas Walter – Kevin Lucht 4:0.

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