+
Doppelter Sieger: Vilius Laurinaitis gewann auch den Rückkampf gegen Etka Sever.

SV Siegfried scheidet im DM-Viertelfinale aus

Sensation bleibt aus

Siegfried-Vereinschef Michael Prill lag mit seiner Prognose, wonach die Hypothek von sieben Punkten Rückstand wohl zu hoch sein werde für den Rückkampf in Mainz genau richtig. Der SV Siegfried Hallbergmoos bündelte zwar nochmals alle Kräfte, stellte die bestmögliche Staffel auf, verlor aber den Rückkampf im Viertelfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am Ende sehr deutlich mit 7:18.

Hallbergmoos  - Nachdem die Siegfriedler schon den Hinkampf in der Hallberghalle vor einer Woche klar mit 7:14 abgaben, lautet das Gesamtergebnis 14:32 für die starken Pfälzer. Damit ist der SV Siegfried im Titelrennen um die Deut- sche Mannschaftsmeisterschaft gegen den übermächtigen Gegner, der dem SVS keine Chance ließ, ausgeschieden.

Prill: „Wir sind frohen Mutes hingefahren und haben sicher nicht mit einer erneuten Klatsche gerechnet. Ich muss aber neidlos anerkennen, dass der ASV Mainz nder verdiente Sieger dieser Viertelfinalbegegnungen war. Leider konnten wir diesmal nicht die optimale Leistung auf der Matte bringen. Aber wir haben uns bereits mit dem Einzug ins Viertelfinale einen Traum erfüllt. Wir sind stolz, dass wir es überhaupt so weit geschafft haben. Wer weiß, ob wir es überhaupt noch mal schaffen.“

Der zweite Vorsitzende und Pressesprecher des SV Siegfried, Damian Edfelder, kritisierte vor allen Dingen die Unparteiischen: „Schade, unsere Staffel wurde in den beiden Viertelfinal-Begegnungen unter Wert geschlagen, weil sie doch einige Punkte in den 20 Kämpfen herschenkte. Wir haben uns von den schlechten Schiedsrichterleistungen einfach aus dem Konzept bringen lassen. Manrikos Theodoridis hatte beispielsweise seinen Gegner bereits auf dem Buckel, aber das Schiedsrichtertrio hat nicht abgepfiffen. Aber Mainz hat zurecht das Halbfinale erreicht. Wir müssen jetzt alles sacken lassen und uns von der anstrengenden Saison erholen.“

Zu den Kämpfen: Diesmal konnte sich lediglich ein Trio des SV Siegfried in die Siegerliste eintragen lassen. Als einziger Hallbergmooser erkämpfte, wie schon im Hinkampf, Alex Kessides vier Mannschaftspunkte. Der Klassiker punktete im klassischen Stil bis 80 Kilogramm den chancenlosen Yasin Yeter mit 15:0 aus.

Leichtgewichtler Manrikos Theodoridis steuerte im klassischen Stil gegen Dawid Ersetic durch seinen 8:3-Punktsieg zwei Mannschaftspunkte bei. Der Hallbergmooser, der seinen Gegner bereits auf den Schultern hatte, hätte durchaus vier Zähler einstreichen können.

Wie schon in Hallbergmoos traf Vilius Laurinaitis, diesmal jedoch eine Gewichtsklasse niedriger bis 98 Kilo, auf den Deutschen Meister von 2017, Etka Sever. Hatte der Klassiker in der Hallberghalle noch eine hauchdünne 3:4-Niederlage gegen den Mainzer einsteckenmüssen, so wurde er diesmal beim Stand von 4:4 aufgrund der höheren Wertung zum Sieger erklärt. Allerdings lag er bereits mit 4:0 vorn, musste aber dann seinem Anfangstempo Tribut zollen.

Enttäuschend war die Leistung von Richard Csercsics im freien Stil bis 130 Kilo gegen den DM-Dritten Gabriel Stark. Obwohl er über zehn Kilo mehr als sein Gegner, auf die Waage brachte, verlor er aufgrund konditioneller Mängel am Ende nach einem punktereichen Fight hauchdünn mit 11:12.

Auch in Mainz blieb Ergün Aydin hinter den Erwartungen zurück. Im Fight gegen den DM-Dritten Johannes Deml zog der Vizemeister des SVS mit 0:3 den Kürzeren.

Die Begegnungen:

57 Kilo: Cihat Liman – Anders Rönningen 3:0, 130 Kilo: Gabriel Stark – Richard Csercsics 1:0, 61 Kilo: Ilir Sefaj – Thomas Kopp 3:0, 98 Kilo: Etka Sever – Vilius Laurinaitis 0:1, 66 Kilo: Dawid Ersetic – Manrikos Theodoridis 0:2, 86 Kilo: Johannes Deml – Ergün Aydin 2:0, 71 Kilo: Niklas Dorn – Manuel Striedl 3:0, 80 Kilo: Yasin Yeter – Alex Kessidis 0:4, 75 Kilo: Ruhullat Gürler – Michael Prill 2:0, 75 Kilo: Timur Bizhoev – Andreas Walter 4:0.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frühstarter, Spätzünder und Dauerbrenner: So spannend war die erste Saisonhälfte in der Kreisklasse
Dominante Phasen, ein treffsicherer Torjäger, eine bombensichere Abwehr und ein eisenharter Abstiegskampf: Die Kreisklasse 3 ist in jeder Hinsicht spannend.
Frühstarter, Spätzünder und Dauerbrenner: So spannend war die erste Saisonhälfte in der Kreisklasse
„So etwas wird nie Routine“: Schützin Petra Horneber ist Sportlerin des Jahres 2019
Sie war richtig gerührt, als sie den Pokal erhielt: Schützin Petra Horneber aus Kranzberg wurde bei der Sportlerwahl des Freisinger Tagblatts zur Sportlerin des Jahres …
„So etwas wird nie Routine“: Schützin Petra Horneber ist Sportlerin des Jahres 2019
Zollinger Tennis-Herren 60 spielen jetzt Regionalliga – und sind Mannschaft des Jahres 2019
Die Zollinger Tennis-Herren 60 haben allen Grund zur Freude: Sie wurden Maister in der Bayernliga, stiegen in die Regionalliga auf – und wurden nun auch zur Mannschaft …
Zollinger Tennis-Herren 60 spielen jetzt Regionalliga – und sind Mannschaft des Jahres 2019
Sportlerwahl in Freising: Tennisspieler Toni Stippler ist Sportler des Jahres 2019 
Die FT-Leser haben entschieden: Tennisspieler Toni Stippler hat bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2019 die meisten Stimmen erhalten.
Sportlerwahl in Freising: Tennisspieler Toni Stippler ist Sportler des Jahres 2019 

Kommentare