Lukas Irmler sitzt auf seiner Slackline, die am Gipfel der Zugspitze gespannt ist.
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Gute Miene zum schwindelerregenden Spiel: Der Freisinger Lukas Irmler hat 2018 auf dem Gipfel der Zugspitze die höchste Slackline der Bundesrepublik gespannt – nur ein Beispiel für seine zahlreichen außergewöhnlichen Unternehmungen.

DAV Freising

Slackliner Lukas Irmler erhält den „Goldenen Hakl“

Er spielt sportlich in der Weltspitze mit: Slackliner Lukas Irmler. Nun durfte sich der 33-Jährige über eine schwergewichtige Trophäe des DAV Freising freuen.

Freising – Seit 2020 gibt es bei der Sektion Freising des Deutschen Alpenvereins (DAV) die Auszeichnung des „Goldenen Hakls“. Prämiert werden soll ein Team oder Aktiver, dessen Unternehmungen neben sportlichem Anspruch durch Innovation, Fantasie und Kreativität hervorstechen. Im vergangenen Jahr ging der Hakl an die „Staffel“, die zum 150-jährigen Jubiläum des Alpenvereins verschiedene Sportarten kombinierte und zum Altstadtfest vom Alpenverein organisiert wurde.

Heuer fiel die Wahl auf Lukas Irmler – einen Bergsportler, der in den vergangenen Jahren eine Unmenge von herausragenden Unternehmungen gestartet hat, bei denen er in seiner Sportart in die absolute Weltelite emporstieg. Mehr als beeindruckend war dabei die Kreativität, mit der er die Orte seines Tuns auswählte: Irmler hinterließ als Slackliner zwischen kühnen, exponierten Türmen unsichtbare, gleichwohl aber in den Rekordbüchern dieses jungen aufstrebenden Sports sichtbare Spuren. Er spielt in der großen Sportwelt mit und bereiste die unglaublichsten Orte, um dort seine Line zu spannen und dann zu begehen. Er kreierte einzigartige Tricks und bewies auf der Longline – der ultimativen Marathon-Herausforderung – seine immense Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.

Immer ein Kind des Freisinger Alpenvereins geblieben

Dabei machte der 33-jährige gebürtige Dachauer nie einen Hehl daraus, dass er ein Kind des Freisinger Alpenvereins ist. So beging er eine seiner ersten Slacklines im AV-Garten – und sein klettertechnisches Rüstzeug holte er sich in der Jugend des DAV. Dem hielt er immer die Treue und trat häufig als Vortragsredner beim Alpenverein auf.

Glückwunsch! Freisings Alpenvereinschef Christian Rester (r.) überreichte Lukas Irmler den „Goldenen Hakl“.

Und die Liste seiner sportlichen Leistungen ist lang: Lukas Irmler lief 2019 die längste Slackline der Welt über eine Distanz von zwei Kilometern. Er balancierte auf der höchsten Line, lief die längste Strecke mit Augenbinde, die längste Slackline über Wasser. Er war der Erste, der sich von einem Eisfall zu einem anderen mit der Slackline traute oder die höchste Highline bezwang. Des Weiteren hält er den Rekord für die höchste Line zwischen zwei Kränen sowie für die tiefste Line in einer Höhle. Außerdem erfand er irre Tricks wie den „Luke Skywalker“ – diesen Ehrentitel trägt er, seit ihm 2013 der so benannte Kopfsprung an der Sicherheitsleine unter dem Seil hindurch und zurück in den Stand gelang. Auch einen Handstand realisierte er auf dem wackeligen Band.

Lukas Irmler schaffte es ins Guinness-Buch der Rekorde

Damit nicht genug: Lukas Irmler schaffte es in das Guinness-Buch der Rekorde sowie in zahlreiche Fernsehsendungen und auf große Bühnen. Dazu wählte der 33-Jährige einige der atemberaubendsten Plätze der Welt: Er war an den Victoria Falls, am Tafelberg hoch über Kapstadt, in China, Kanada, Peru und vielen anderen Sehnsuchtsorten.

Zwar konnte die Preisverleihung pandemiebedingt nur im kleinen Kreis stattfinden – die Freude bei Irmler über die Auszeichnung des Freisinger DAV war dennoch groß. Neben dem schwergewichtigen „Goldenen Hakl“ erhielt er noch einen Gutschein. Diesen kann er in Material einlösen, das er sicher für seine künftigen Projekte auf der Slackline brauchen wird.  

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