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Die Fenster sind drin, das Dach ist drauf: Nass eingehen kann es dem SV Langenbach mit seinem neuen Sportheim nicht mehr – zumindest nicht baulicherseits. Ende November und Anfang Dezember wurden die Verputzarbeiten durchgeführt, am 17. Dezembe r soll der Estrich verlegt werden.

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Sportheim-Projekt des SV Langenbach: Immer noch ein finanzieller Kraftakt

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Der SV Langenbach liegt mit seinem Sportheim-Projekt weiter im Zeitplan. Doch eine Veranstaltung kommt zu früh.

Langenbach Eigentlich hatte Christian Huber, der Vorsitzende des SV Langenbach, damit geliebäugelt, die Christbaumversteigerung schon im neuen Sportheim abhalten zu können. Wer allerdings bei seiner Rede zum Richtfest am 10. September genau hingehört hat, der wusste, dass dies gar nicht klappen kann. „Wir sind gerade in der 25. Spielminute – und Verlängerung samt Elfmeterschießen gibt es auch“, sagte er damals. Was jedoch nicht bedeuten sollte, dass man nicht im Zeitplan wäre oder sich der Bau verzögern würde: Lediglich bezugsfertig wird das neue Sportheim erst nach der Winterpause der Fußballer.

Lob und Dank für die „Rentnercrew“ des SV Langenbach

„Am 29. März wollen wir betriebsfähig sein“, erklärt Christian Huber. An diesem Tag habe man drei Heimspiele – wobei die B-Junioren die Ersten sein werden, die die Kabinen nutzen dürfen. Bis dahin werden es an die 6000 Arbeitsstunden sein, die die gut 40 SVL-Mitglieder abgeleistet haben. Ganz besonders lobt der Vereinsvorsitzende dabei die zehn Personen umfassende „rüstige Rentnercrew“, die, wie viele andere, tagtäglich auf dem Bau im Einsatz sind. Ohne die ginge es nicht. Und mit Albert „Charly“ Oberprieler ist sogar noch einer darunter, der sowohl beim alten (es wurde am 14. August 1967 eingeweiht) mit dabei war, als auch beim neuen Sportheim tatkräftig mithilft.

Diese zahlreichen Arbeitsstunden sind unbedingt notwendig, damit das Projekt verwirklicht werden kann. Huber freut sich außerdem, dass man für die meisten Gewerke Leute im Verein habe, die auf ihrem Gebiet gelernte Fachkräfte sind, das entsprechende Know-how mitbringen und für die Aufgaben auch die dafür benötigen Gerätschaften haben.

So sieht es mit den Kosten aus

Nur so sei es möglich, den Gesamtkostenrahmen in Höhe von 720 000 Euro – „da ist Deadline“ – nicht zu überschreiten. Denn trotz des großzügigen Zuschusses in Höhe von 250 000 Euro durch die Gemeinde „ist es für den Verein immer noch ein Kraftakt“. Zwischen der Kommune und dem SVL besteht zudem ein Kooperationsvertrag zur Sportförderung mit jährlich 20 000 Euro (Laufzeit 15 Jahre, bis 2033), aus dessen Mitteln man das Darlehen bei der Sparkasse zurückzahlt.

Stichwort Kraftakt: Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Spendenbereitschaft doch nicht so groß ist, wie gedacht und wie viele in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20. April 2018 in Aussicht gestellt haben. Das bedeutet, dass man bei der Ausgestaltung – etwa bei der Einrichtung der beiden Büros oder auch bei der Bestuhlung im Stüberl – auf „edle Varianten“ verzichten und auf Vorhandenes zurückgreifen müsse, sagt Huber.

Christian Huber: Mitgliedsbeiträge fließen nicht in den Sportheimbau

Nicht infrage kommt für den Vereinschef dagegen, dass Beiträge der Mitglieder – zum 1. Januar 2019 waren es 797, davon 692 Aktive und 105 Passive – in den Sportheimbau einfließen. Man will vielmehr Mittel aus verschiedenen Veranstaltungen generieren, die man drei bis vier Mal im Jahr im Mehrzweckraum im ersten Stock anbietet.

Die Gesamtfläche von 126 Quadratmetern kann man durch eine Faltwand abtrennen, sodass fast die Hälfte als Stüberl genutzt werden kann. Schließlich ist es das Ziel, das Sportheim selbst zu bewirtschaften – der Verein hat diesbezüglich schon einen Konzessionsantrag beim Landratsamt gestellt. Ein 19-köpfiges Gastro-Team, das die Bewirtung bereits im alten Sportheim erfolgreich durchgeführt hat, wird abwechselnd die Aufgaben übernehmen – wobei nicht eigens gekocht und gebrutzelt werden soll: Man wird sich vielmehr für Catering entscheiden. Bewirtschaftet wird das Stüberl zu jedem Heimspieltag sowie Training – und dann schwebt der SVL-Vorstandschaft auch vor, das Vereinsheim zu einem Art „Gesellschaftstag“ zu öffnen. Darüber hinaus erhofft man sich, mit der Vermietung des Mehrzweckraums Geld in die Vereinskasse zu bekommen, um damit den Eigenanteil des Darlehens bestreiten zu können.

„Es ist sexy, mit dabei zu sein“

Ideen gibt es im neunköpfigen Sportheim-Orga-Team laut Huber genügend. Alle 14 Tage trifft man sich, um den Baufortschritt, die anstehenden Aufgaben und vieles mehr zu besprechen. Und wichtig ist vor allem, dass immer ausreichend Mitglieder zum Arbeiten da sind: „Das war unsere größte Sorge, dass nicht genügend Leute kommen. Es gab nämlich bis zum Schluss Zweifler, ob man einen Neubau realisieren kann“, sagt Huber. „Seitdem man sieht, dass was vorwärts geht, ist es sexy, mit dabei zu sein.“

Besonderes Lob in der Planung, Einteilung der Leute und auch in Sachen Vermittlung von Firmen spricht er seinem Vize Bert Summer aus. Er war es auch, der kurzfristig noch das Bauunternehmen Schwarzbötzl aus Taufkirchen/Vils gewinnen konnte, nachdem die andere Firma, trotz vorheriger Zusage, dem Verein einen Korb gegeben hatte. Und die Firma arbeitete flott: In vier Wochen (von Mitte Mai bis Mitte Juni) wurde der Rohbau erstellt.

Seit kurzem läuft auch die Heizung

Das Gebäude steht. Fenster und Türen sind drin. Das Dach ist drauf. Ende November und Anfang Dezember wurde es verputzt. Seit dem 2. Dezember läuft die Heizung. In den zurückliegenden Tagen wurden elf Kilometer Fußbodenheizung verlegt. Und am 17. Dezember wird der Estrich aufgebracht. Dieser hat dann über die Weihnachtsfeiertage genügend Zeit zum Trocknen, bevor es im neuen Jahr weitergeht. Denn: Es gibt noch viel zu tun. So werden 420 Quadratmeter Fliesen verlegt, nur der Mehrzweckraum bekommt einen strapazierfähigen Vinylboden.

„Betriebsfähig“ will der Verein am 29. März sein – und damit wirklich alles fertig ist, hat man die Mitgliederversammlung auf den 28. April terminiert. Für 19. Juli ist die Einweihungsfeier geplant.

Gut zu wissen

Die Türen sind drin, die Heizung läuft. Die Christbaumversteigerung 2019 kann jedoch noch nicht im neuen Sportheim abgehalten werden. Sie findet nun am Samstag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, in der Pfarrbücherei statt.

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