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Ab ins Fitness-Studio: Number One-Inhaber Franz Jungmeier überreicht die Abos an Maria Kraus (l.) aus Dietersheim und Gertraud Korn aus Freising.
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Gruppenbild der Sponsoren: (v.l.) Franz Jungmaier (Fitnessworld Number One), FT-Anzeigenleiter Klaus Pirhalla, Hauke Winterer (Hofbrauhaus Freising), Johann Kirsch (Sparkasse Freising), Petra Pupp (Flughafen München GmbH), Claudia und Guido Metz mit Sally (Immobilien Metz) und die Gastgeber des Ehrenabends im Hofbrauhauskeller, Christine und Reinhard Wagner. 
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Stammgast bei der Sportlerehrung: Top-Kegler Thomas Schneider (r.) wurde von den FT-Lesern zum Sportler des Jahres 2018 gewählt. FT-Sportredakteur Arthur Viol überreichte den Siegerpokal, bevor der Zollinger zum Trainingslager der Nationalmannschaft reiste.
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Gelöste Stimmung beim Ehrenabend: (v. l.) der stellvertretende FT-Redaktionsleiter Wolfgang Schnetz, Hauke Winterer (Hofbrauhaus Freising) und die Bürgermeister Hans Hölzl und Eva Bönig.
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Top-Schütze mit der Armbrust: Anton Kurz (r.) von der SG Gemütlichkeit Eching wurde Dritter der FT-Wahl und damit für seinen deutschen Vizetitel nochmals belohnt.
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Aufbesserung der Haushaltskasse: Roland Maier (l.) bekommt vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Freising, Johann Kirsch, eine Spareinlage über 2000 Euro überreicht. Maier wohnt in München, hat aber dank des Abos des Vaters mitgemacht – und den zweiten Preis gewonnen.
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Gute Nerven, ruhige Hand: Billardspieler Johannes Halbinger (r.) wurde für seinen DM-Titel im 10-Ball auf Platz zwei gewählt. FT-Sportredakteur Arthur Viol gratuliert .

Die Tagblatt-Leser haben entschieden

„Bestandteil einer geilen Truppe“: Kegler Thomas Schneider ist Sportler des Jahres 2018

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Er ist einer der erfolgreichsten Sportler der Landkreis-Geschichte: Thomas Schneider hat im Kegeln fast alles gewonnen. Mit seinem zweiten Triumph bei der FT-Sportlerwahl schließt sich für ihn ein Kreis.

Zolling – Dieser Satz hallt nach: „Ich hab’ mir geschworen, dass wir, solange ich in Zerbst kegle, in der Bundesliga niemals Zweiter werden.“ Dieses Zitat stammt aus einem Tagblatt-Interview im Dezember 2017 – und es belegt mehr als deutlich den ungebrochenen Ehrgeiz, der Thomas Schneider so erfolgreich macht. Denn der heute 38-Jährige ließ diesem Spruch Taten folgen: Im März 2018 gewann er mit dem SKV Rot-Weiß Zerbst den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters – für den langjährigen Zollinger war es der neunte hintereinander. Und selbst wenn den Zerbstern beim Finalturnier in der Champions League der große Wurf verwehrt blieb und das Team „nur“ Zweiter wurde: 2018 war für Schneider einmal mehr ein sehr erfolggekröntes Jahr.

Es war aber auch ein Jahr, in dem die Uhren im Hause Schneider bewusst etwas langsamer liefen. „Ich habe in der Vorbereitung auf die neue Saison ein paar Sachen anders gemacht“, erzählt Schneider. Er ließ 2018 die Einzel-Weltmeisterschaften sausen, um sich zu erholen, den Kopf frei zu bekommen und Zeit mit seiner jungen Familie zu verbringen. „Dadurch hatte ich zwei Monate mehr Pause und konnte richtig abschalten.“ Eine prima Entscheidung, wie sich herausstellte: Thomas Schneider spielte eine richtig starke Saison – mit seinem Schnitt von fast 640 Holz war der 38-Jährige Viertbester in der Bundesliga. „So gut lief’s lange nicht mehr. Davor lag ich meist zwischen 620 und 625.“

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Dass er damit großen Anteil an den Erfolgen seiner Mannschaft hatte, versteht sich von selbst: Das Team aus Sachsen-Anhalt bejubelte erst kürzlich seinen 14. DM-Titel in Serie – es war Schneiders zehnter in Folge. „Es ist wirklich überragend, was dort abläuft. Es ist toll, dass ich Bestandteil dieser geilen Truppe sein darf“, betont das Kegel-Ass. Allerdings hatten die Zerbster im Oktober und November einen kleinen Durchhänger: Nach der Finalniederlage beim Weltpokal in Kroatien setzte es auch in der Bundesliga eine Pleite. „Wir sind es nicht gewohnt, gleich zwei Mal hintereinander zu verlieren. Da hat sich gezeigt, dass unser etwas verjüngtes Team im Kopf noch nicht stabil genug ist. Das hat uns schon belastet.“ Am Ende klappte es doch mit der Meisterschaft: Der SKV hatte mit 34:2 Punkten die Nase vorne.

Vor wenigen Tagen, beim Final Four der Champions League im kroatischen Zapresic, landete Zerbst hingegen nur auf dem Bronzerang: Im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger KK Zapresic gab es ein 1:7. „Meine Leistung war eigentlich ganz okay“, bilanziert Schneider. „Aber ich bin in einigen Situationen zu viel Risiko gegangen und habe daher den Mannschaftspunkt abgegeben.“ Der Gegner in der Partie um Platz drei war dafür ein gefundenes Fressen: Der SKV deklassierte das Team von Szegedi TE (Ungarn) mit 8:0 Zählern und 3890:3617 Holz. „Die waren echt schwach.“

Damit ist die Saison für Thomas Schneider jedoch längst nicht vorbei: Am Montag, dem Tag des Ehrenabends, weilte er mit dem deutschen Nationalteam im Trainingslager – als Vorbereitung für die Mannschafts-WM, die vom 18. bis 26. Mai im tschechischen Rokycany stattfindet. „Da möchte ich gerne mitfahren“, sagt Schneider, der jedoch bedauert, dass er seine Trophäe für den Sportler des Jahres 2018 nicht am Ehrenabend in Empfang nehmen durfte. „Ich habe es immer als unglaublich schön empfunden, wenn ich dazu eingeladen wurde. Echt schade, dass ich gerade jetzt nicht kommen kann“, sagte er vorab.

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Für den 38-Jährigen ist es übrigens das zweite Mal, dass ihn die FT-Leser auf Platz eins gewählt haben. „2009 habe ich gewonnen. Seitdem war ich oft Zweiter, Dritter oder Vierter, aber niemals Fünfter“, erinnert er sich. In einem Jahr – bei der nächsten Sportlerwahl – wird er nicht mehr dabei sein können. Denn Schneider ist mittlerweile nach Pfaffenhofen umgezogen. Weil er zudem weiterhin in Zerbst kegelt und somit nicht für einen Landkreisverein antritt, darf er nicht für die Sportlerwahl nominiert werden. So wollen es die Regularien.

So oder so: Thomas Schneider hat sicherlich nicht seinen letzten Titel gewonnen. Im Herbst, wenn die neue Bundesliga-Saison startet, werden die Zerbster erneut als großer Favorit auf die Bahnen gehen. „Wir haben uns gut verstärkt, ich bin sehr zuversichtlich“, betont Schneider. Und selbst wenn heuer die Pause wegen der WM etwas kürzer als im Vorjahr ausfallen wird, so gilt doch weiter die Devise: Zweiter Platz in der Bundesliga – nicht mit Tom!

Ergebnis Männer

1. Thomas Schneider, Zolling, Kegeln

430

2. Johannes Halbinger, Zolling, Billard

401

3. Anton Kurz, Eching, Armbrustschießen

344

4. Manfred Anneser, Freising, Berglauf

339

5. Konstantin Huber, Freising, Mountainbike

313

6. Andreas Hohlenburger, Freising, Fußball

210

7. Alexander Mair, Neufahrn, Bob

183

8. Johannes Ehrhardt, Freising, Leichtathletik

182

9. Andreas Schwaiger, Freising, Judo

178

10. Elmar Fries, Neufahrn, Berglauf

145

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