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VfB Hallbergmoos präsentiert seine Top-Neuzugänge

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Zwei Neuzugänge – zwei Ausrufezeichen: Trainer Mario Mutzbauer (l.) und Technischer Leiter Hermann Schmidmeier (r.) freuen sich, dass sich Andreas Kostorz (2. v. l.) und Florian Wolf dem Landesligisten VfB Hallbergmoos angeschlossen haben. Das verspricht einen verschärften Konkurrenzkampf. © Nico Bauer

Mit seinen Wintertransfers hat der VfB Hallbergmoos zwei dicke Ausrufezeichen gesetzt. Vergangene Woche beim Hallenturnier und am Montag zum Start der Vorbereitung präsentierte der Landesligist mit Florian Wolf vom TSV 1865 Dachau und Andreas Kostorz vom FC Unterföhring zwei Granaten, die das Team dauerhaft besser machen können.

Hallbergmoos – Der 31-jährige Florian Wolf ist so etwas wie der verlorene Sohn des Fußball-Landkreises Freising: Von seinem Heimatklub SV Marzling wechselte er einst aus der A-Klasse in die Bayernliga zum FC Ismaning und setzte sich dort durch. Insgesamt elf Spielzeiten – sechs in Ismaning und fünf beim TSV 1865 Dachau – kickte er in der Fremde. Nun kehrt Wolf in den Landkreis zurück und freut sich „auf eine Stunde weniger Anfahrt zum Training“. Schließlich lebt er in Marzling und arbeitet in Ismaning – da liegt Hallbergmoos auf dem direkten Weg.

In Marzling wohnt Wolf nur 500 Meter Luftlinie entfernt von seinem neuen Mitspieler Georg Ball, der zuvor auch beim Regionalligisten VfR Garching eine ganz große Nummer war. „An meinem Wechsel zum VfB ist zu 80 Prozent der Georg Ball schuld und zu 20 Prozent Hermann Schmidmeier“, scherzt Florian Wolf. Ball schwärmte von seinem neuen Verein, und Technischer Leiter Schmidmeier hatte den kraftvollen Offensivspieler bereits seit einigen Jahren umworben. „Das Ziel in der laufenden Runde ist der Klassenerhalt“, sagt Wolf. Von einer neuerlichen Rückkehr in die Bayernliga, wo er auf 217 Einsätze und 52 Tore gekommen war, möchte er nicht reden: „Ich hoffe, dass mein Körper nach der Hüftoperation weiter mitmacht und ich wieder Spaß am Fußball habe.“

Andreas Kostorz (26) hat angesichts von nur einem Sieg in der bisherigen Regionalliga-Saison ein relativ frustrierendes Halbjahr beim FC Unterföhring erlebt. Abgeschlagen liegt der Aufsteiger auf dem letzten Tabellenplatz – deshalb wollte er zurück nach Hallbergmoos. „Die Erfahrung in Unterföhring war einmalig!“, betont Kostorz, der beispielsweise vor über 6000 Zuschauern im Grünwalder Stadion gegen den TSV 1860 München spielte. Nichtsdestotrotz plagte ihn Heimweh: „Hier wohne ich, und hier habe ich meine Freunde.“

Mit Rückkehrer Kostorz haben die Hallbergmooser nun ein echtes Luxusproblem. Sein Nachfolger Georg Ball war der Stareinkauf des vergangenen Sommers – und ist längst unumstrittener Anführer. Kostorz ist sich aber sicher, dass Trainer Mario Mutzbauer eine Lösung mit beiden finden wird: „Er hat immerhin auch schon den Umbruch gut hinbekommen.“

Kostorz und Wolf betonen unisono, dass sie längerfristig in Hallbergmoos bleiben wollen – sehr zur Freude von Trainer Mutzbauer: „Beide geben uns noch mehr Qualität – und auch von der Mentalität her sind es die richtigen Spieler.“ Der Coach verweist aber auch darauf, dass Thomas Edlböck nach seinem beruflichen Kanada-Aufenthalt wieder im Training und ebenfalls ein gefühlter Neuzugang sei. Bezüglich des Spielsystems gibt er sich entspannt: „Wir sind derzeit in der Findungsphase und werden eine Lösung finden.“ Wolf sieht er als Außenstürmer – Mutzbauer kann sich einen Dreierangriff mit Egor Keller rechts, Florian Wolf links und Ben Held in der Mitte sehr gut vorstellen. Außerdem sieht er einige Möglichkeiten, wie Ball und Kostorz zusammen auf dem Platz für Furore sorgen können. Klar ist allerdings, dass der Konkurrenzkampf beim VfB deutlich härter wird.

Nico Bauer

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