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Der Traum vom Biathlon ist geblieben – doch heute kann die 24-Jährige diesem anders entgegensehen.

24-Jährige studiert Humanmedizin

„Was macht eigentlich...?“ Biathletin Theresa Straßberger will Teamärztin im Leistungssport werden

  • Margit Conrad
    vonMargit Conrad
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Von null auf 100 wurde Theresa Straßberger „Sportlerin des Jahres 2016“. Dann musste die Biathletin wegen einer Stoffwechselerkrankung ihren Traum aufgeben. Doch jetzt hat die 24-Jährige aus Au ein neues Ziel.

Au/RegensburgVon null auf 100 – wie man so schön sagt – avancierte sie zur „Sportlerin des Jahres 2016“. Doch schon damals, als ihr FT-Redaktionsleiter Helmut Hobmaier beim Sportler-Ehrenabend im April 2017 die Siegertrophäe überreichte, war zu spüren, dass für die ambitionierte Biathletin des Skiclubs Au/Hallertau nichts mehr so läuft wie bisher. Die Rede ist von Theresa Straßberger.

„Ich konnte teilweise nicht mehr aufstehen“

Als Deutsche Meisterin mit der Staffel bei den Juniorinnen und nach weiteren internationalen Spitzenplätzen hatte die heute 24-Jährige das große Ziel, sich für die Junioren-Weltmeisterschaften im Februar 2017 in Ostrov (Russland) zu qualifizieren. Doch es kam alles anders: Medizinisch nicht erklärbare Bauchschmerzen führten zunächst zu einer unfreiwilligen Zwangspause. Bald darauf musste sie allerdings wegen einer Stoffwechselerkrankung, von ihrer Schilddrüse ausgehend, schweren Herzens den Traum vom Biathlon aufgeben. „Leider“, betont sie, „hat es sehr lange gedauert, die Erkrankung zu diagnostizieren und dann auch zu behandeln.“

Auf dem Weg zum Erfolg: Theresa Straßberger in der Loipe bei einem ihrer Wettkämpfe.

Theresa Straßberger, das erzählte sie einst im FT-Interview, hatte seit jeher einen hohen Anspruch an sich selbst. Deshalb „wollte ich immer auf dem Top-Niveau mithalten, was mit so einer Erkrankung damals in der Akutphase nicht ansatzweise möglich war“, sagt Straßberger. „Mein Körper war teilweise so erschöpft, dass ich nicht mehr aufstehen konnte. Das Ganze hat sich über ein Jahr hingezogen.“ Leider könne man gesundheitliche Ausfälle in diesem großen Ausmaß im Leistungssport nicht mehr kompensieren, berichtet sie. Dennoch zeigt sie sich dankbar: „Glücklicherweise haben mich meine Familie und Freunde sehr unterstützt und mich in Au wieder gut integriert. Darüber bin ich sehr froh.“

„Die ersten zwei Saisons konnte ich kein Weltcup-Rennen im TV schauen“

Biathlon fehlt der sympathischen Sportlerin nach wie vor. „Aber es ist schon besser geworden – die ersten zwei Saisons konnte ich kein Weltcup-Rennen im TV anschauen“, gibt sie zu.

Heute, im Jahr 2020, geht es Straßberger nach eigenen Aussagen gesundheitlich wieder gut. Sie studiert im sechsten Semester Humanmedizin in Regensburg und verbringt – nicht zuletzt wegen der Corona-Krise – die Wochenenden in Au. Sie treibt viel Sport. Sie gibt Trainingsstunden, ist Übungsleiterin beim Skiclub Au, macht Langlaufkurse. Darüber hinaus istsie, so oft es geht, mit ihrem Hund Vienc in den Bergen – und macht des Weiteren ihren Fitness-Trainerschein. Zudem hat sie, so verrät sie, noch ein paar sportliche Projekte wie zum Beispiel Outdoor-Training im Sommer in Planung, „falls es Corona zulässt“. Derzeit ist sie noch Werkstudentin in der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen und hilft auf einer Corona-Station dazu.

Vertraut und verträumt: Theresa Straßberger heute in den Bergen mit ihrem Hund Vienc.

Sport ist nach wie vor ihre Lieblingsbeschäftigung

Nach ihrem Studium würde Straßberger gerne als Teamärztin in den Leistungssport zurückkehren, „weil ich glaube, dass man einige sportliche Karrieren mit einer besseren Diagnostik und medizinischer Betreuung retten kann, und ich meine Erfahrungen weitergeben könnte“, erklärt sie. Allgemein würde die frühere Leistungssportlerin gerne Fachärztin in Sport- und Allgemeinmedizin werden. Doch sie weiß selbst: „Das ist natürlich noch weit entfernte Zukunftsmusik.“

Sportlerin des Jahres 2016: Redaktionsleiter Helmut Hobmaier überreicht Theresa Straßberger den Pokal.

Nach wie vor ist Sport – in ihrem Heimatort Au hat sie Leichtathletik gemacht und Tennis gespielt, beim dortigen Reitverein voltigiert und sogar bei den Abensquell-Schützen erstmals das Schießen mit dem Luftgewehr ausprobiert – ihre Lieblingsbeschäftigung. Aber wie sagt die mittlerweile 24-jährige Frau: „Ich verbringe sehr gerne Zeit mit der Familie, meinem Freund Flo und natürlich meinem Hund Vienc.“

Ihre Erfolge

4. Platz bei der Europameisterschaft der Juniorinnen 2016.

3. Platz mit der Staffel bei der deutschen Meisterschaft der
Damen 2015.

1. Platz mit der Staffel bei der deutschen Meisterschaft der
Juniorinnen.

1., 3. und 5. Platz beim Junior
IBU Cup.

Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften 2016.

2. Platz in der Gesamtwertung beim Deutschlandcup 2016.

Die Serie „Was macht eigentlich?“

In den 1970er Jahren zählten die Volleyballer des SC Freising zu den besten Mannschaften Deutschlands. Als exzellenter Mittelblocker war Erwin Stock mit von der Partie. Doch was macht der 70-Jährige eigentlich heute?

Sie war 1984 für viele die Olympia-Hoffnung: 400-Meter-Läuferin Rita Daimer. Aus ihrem Auftritt wurde verletzungsbedingt leider nichts, und sie schlug eine andere Laufbahn ein. Wir haben nachgefragt.

Sissy Raith coachte einst den TSV Eching. Jetzt würde sie zu gerne noch einmal im Herrenfußballbereich angreifen. Für die Serie „Was macht eigentlich...?“ hat das FT mit der 59-Jährigen gesprochen.

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