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Jubelnde Debütantinnen: Simone Blum aus Zolling (l.) mit ihrer Teamkollegin Laura Klaphake.

CHIO in Aachen  

Sieg beim Nationenpreis! Simone Blum auf Wolke sieben

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Sie strahlte über das ganze Gesicht: Simone Blum (29) aus Zolling hat mit der deutschen Springreiter-Equipe den Nationenpreis beim CHIO in Aachen gewonnen – und damit viele Argumente geliefert, warum sie bei den Weltreiterspielen im September in Tryon unbedingt dabei sein muss.

Aachen/Zolling – „When dreams come true. Danke an das gesamte Team, es war einfach der Wahnsinn“, schrieb Simone Blum ihren Fans spätnachts auf Facebook. Nach einem Abend, an dem Träume wahr wurden, an dem sie einen, wenn nicht gar den größten Erfolg ihrer Springreiter-Karriere gefeiert hat: Die Zollingerin – immerhin Deutsche Meisterin bei den Herren im Jahr 2017 – hatte auf ihrer Stute DSP Alice zusammen mit Laura Klaphake auf Catch me if you can, Maurice Tebbel auf Chaccos’ Son und Marcus Ehning auf Pret a Tout den prestigeträchtigen Nationenpreis beim CHIO in Aachen gewonnen. 40 000 Zuschauer im Stadion und viele mehr an den Fernsehgeräten sahen, wie Blum und Alice auf dem Weg zu den Weltreiterspielen einen Schritt nach vorne machten. Diese finden im September in Tryon (North Carolina) statt – die Chancen, dass sich Blum dafür qualifizieren kann, dürften am Donnerstagabend gestiegen sein.

Nach ihrem ersten Umlauf war der 29-Jährigen allerdings noch nicht zum Jubeln zumute. Blum, die als erste Springreiterin der deutschen Equipe an den Start ging, legte bei ihrem Debüt beim Aachener Nationenpreis keinen perfekten Ritt hin. Nach einem Fehler bei einem frühen Steilsprung brachten sie und ihre Fuchsstute DSP Alice den Parcours mehr oder weniger souverän in einer Zeit von 80,51 Sekunden hinter sich. Da aber nur die besten drei Ergebnisse eines Teams in die Wertung einfließen, wurden ihre vier Fehlerpunkte am Ende gestrichen.

Dynamisches Duo: Simone Blum und ihre Stute DSP Alice trumpften beim Nationenpreis in Aachen groß auf.

Umso besser klappte es dafür im zweiten Umlauf: Simone Blum und DSP Alice schafften null Fehler bei einer Zeit von 81,13 Sekunden – und legten damit den Grundstein für den dritten deutschen Erfolg beim Nationenpreis in Serie. Für die Zollingerin war der erste. „Es ist ein Wahnsinnsgefühl. Alice ist super gesprungen“, sagte sie im WDR. „Das lässt sich nicht beschreiben. Es ist einfach unglaublich, hier zu gewinnen.“ Ganz klar: Blum und Alice, die zuletzt wegen einer Verletzung für ein paar Wochen kürzertreten musste, haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet.

Den gemeinsamen Auftakt beim CHIO in Aachen hatten die beiden allerdings verpatzt: Am Mittwoch, beim Preis von Europa und damit dem ersten Höhepunkt der Springreiter-Wettbewerbe, waren sie lediglich auf dem 37. Rang gelandet. Blum hatte die Glocke überhört und war einige Sekunden zu spät gestartet. Dieses Missgeschick ist spätestens seit Donnerstagabend vergessen.

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