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Eingespieltes Duo: Simone Blum und ihre Stute Alice wollen 2021 in Tokio wi eder hoch hinaus.

Springreiten

Simone Blum: Der Traum von Olympia lebt weiter

Sie hält an ihrem großen Ziel fest: Springreiterin Simone Blum aus Zolling will bei den Olympischen Spielen in einem Jahr an ihre großen Erfolge anknüpfen.

Zolling – Sie ist das Aushängeschild des deutschen Springreitsports: Simone Blum aus Zolling. Seit ihrem sensationellen WM-Sieg im September 2018 mit ihrer Stute Alice bei den Weltreiterspielen in Tryon im US-Bundesstaat North Carolina, bei denen sie nach fünf fehlerfreien Ritten durch den Parcours alle Konkurrenten hinter sich gelassen hatte, ist die 31-Jährige populär wie kaum jemand im internationalen Reitsport.

Diese Goldmedaille ermöglichte es ihr auch, einen großen Traum wahr werden zu lassen: die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen, die am 24. Juli in Tokio (Japan) hätten starten sollen. Wegen der weltweiten Corona-Pandemie und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken mussten sie jedoch verschoben werden. Die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschieden am 24. März, das sportliche Großereignis für dieses Jahr abzusagen.

Olympia-Absage war die „einzige Lösung“

Eine ganz schlimme Nachricht sei das gewesen, erinnert sich Blum an die Zeit im Frühjahr. Hinzu kam die erzwungene Turnierpause, die sich daran anschloss. Das Training habe nicht mehr im gewohnten Rahmen stattfinden können. Dass man die Reißleine gezogen habe, sei aber die „einzige Lösung“ gewesen, betont Blum. „Natürlich hofft man als Sportler, dass es stattfindet.“ Aber in einer Krise stehe natürlich die Gesundheit über allem.

An ihrem großen Traum hält die 31-Jährige trotzdem fest. Auch wenn es in Tokio nun erst 2021 um Medaillen geht, ist es für die erste deutsche Weltmeisterin im Springreiten der größte Wunsch, ihre Stute Alice jetzt wieder regelmäßig fordern zu können. „Kleinere Turniere finden bereits wieder statt“, betont die Ausnahmesportlerin und fügt hinzu. „So eine lange Pause hatten wir noch nie.“

Simone Blum: „Alice ist unglaublich energiegeladen“

Vom 23. Juli bis 8. August 2021 sind die Olympischen Sommerspiele 2020, wie sie auch ein Jahr später noch genannt werden, nun terminiert. Der IOC hatte dies bereits Ende März bekanntgegeben. Keiner könne seriös vorhersehen, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickle. Die Kalender seien in allen Sportarten durcheinandergewirbelt worden, sinniert die Zollingerin. „Ich hoffe natürlich sehr, an die bisherigen Erfolge anknüpfen zu können.“ Auch wenn ihre Lieblingsstute dann ein Jahr älter sein werde. „Alice ist unglaublich energiegeladen.“ Und sie lerne extrem schnell.

Die erste weibliche deutsche Weltmeisterin im Springreiten wird im kommenden Jahr in Tokio in der Mannschaft antreten. „Da gilt ein anderes Punktesystem als in der Einzelwertung“, erläutert Blum. Das fruchtig süße Ritual, das Alice nach jedem erfolgreichen Ritt extra genießen darf, werde auch in Zukunft nicht fehlen, meint sie und lacht. „Alice liebt Leckerli mit Mango-Geschmack.“

Privates Glück

Seit Februar ist die Ausnahmesportlerin übrigens stolze Mama einer süßen Tochter. Ein unbeschreibliches Glück, bekräftigen die Eltern, Simone und ihr Ehemann Hansi Blum.

Maria Martin

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