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Im ersten Durchgang noch fehlerfrei, doch in der zweiten Wertungsprüfung gab’s für Weltmeisterin Simone Blum auf Nachwuchspferd Cool Hill zu viele Strafpunkte. Am Ende blieb bei den nationalen Titelkämpfen für die Zollingerin nur Rang zehn.

Deutsche Meisterschaft im Springreiten

Weltmeisterin Simone Blum nur Zehnte bei nationalen Titelkämpfen

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Nach fehlerfreier Runde hatte Simone Blum aus Zolling alle Chancen, erneut den DM-Titel zu holen. Doch neun Strafpunkte in Durchgang zwei bedeuten am Ende nur Rang zehn.

Balve/Zolling – Bei den Weltreiterspielen in Tyron (USA) im September 2018 war Simone Blum die Sensation geglückt. Die 30-jährige Springreiterin aus Zolling holte mit ihrer Stute DSP Alice Gold im Einzel und zwar in der gemischten Konkurrenz. Das hatte vor ihr noch nie eine deutsche Amazone geschafft.

Bei den nationalen Titelkämpfen gibt es im Springen getrennte Wettbewerbe. Die Springreiterinnen dürfen zwar zusätzlich am Wettbewerb der männlichen Kollegen teilnehmen, in diesem Jahr machte allerdings keine Frau von dieser Sonderregelung Gebrauch.

Auch nicht Simone Blum. Mit ein Grund war, dass die 30-Jährige zum Wettbewerb nicht mit ihrem WM-Pferd Alice antrat, mit dem sie 2016 und 2017 in Balve Deutsche Meisterin geworden war, sondern auf die Nachwuchshoffnung Cool Hill setzte.

Weltmeisterin Simone Blum aus Zolling schont ihr WM-Pferd Alice

Ihre Stute wird die amtierende Weltmeisterin erst wieder beim Nationenpreis am kommenden Wochenende in Geesteren (Niederlande) reiten. „Die Einsätze von Alice werden in Absprache mit dem Bundestrainer genau dosiert“, erklärte Disziplintrainer Heiner Engemann gegenüber dem WDR: „Wir dürfen unsere Toppferde im Hinblick auf Tokio nicht überbeanspruchen.“

Aber auch mit Cool Hill lief es für die Zollingerin zum Auftakt am Freitag optimal. Im Sattel des erst Neunjährigen zeigte sie eine hervorragende Leistung, blieb im ersten von drei Wertungsprüfungen fehlerfrei, und kam mit der zweitschnellsten Zeit – 76,74 Sekunden – ins Ziel, hinter Julie Mynou Diederichsmeier auf Calucci 20 (76,59) und vor Sophie Hinners auf Vittorio 8 (77,61). Insgesamt blieben in der ersten Wertungsprüfung zehn Amazonen fehlerfrei. Gute Voraussetzungen also für die Weltmeisterin, erneut nach dem DM-Titel zu greifen.

Doch der Traum war schnell geplatzt. Nach einem total verkorksten zweiten Durchgang, der ihr neun Strafpunkte bescherte und einem Fehler in Runde drei wurde sie auf Rang zehn durchgereicht. Den Sieg holte Diederichsmeier, die in allen drei Durchgängen fehlerfrei blieb.

Margit Conrad

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