Alles Ziehen, Zerren und Halten half den Kirchdorfern nichts: Die Razorbacks (in rot) spielten mit den Gästen Katz und Maus und feierten einen sensationell hohen 52:14-Sieg.
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Alles Ziehen, Zerren und Halten half den Kirchdorfern nichts: Die Razorbacks (in rot) spielten mit den Gästen Katz und Maus und feierten einen sensationell hohen 52:14-Sieg.

American Football

Der erste Sieg ist perfekt - Razorbacks fertigen Kirchdorf mit 52:14 ab

  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Die Fursty Razorbacks haben ihr Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen Kirchdorf mit 52:14 gewonnen. Es ist der erste Sieg für die American Footballer des TuS.

Fürstenfeldbruck – Der Premierensieg in der 2. Bundesliga ist unter Dach und Fach – und was für einer: Die Fursty Razorbacks haben die Favoriten aus Kirchdorf regelrecht abgefieselt. Am Ende stand ein nie für möglich gehaltener 52:14 (21:14)-Erfolg für die Brucker TuS-Footballer auf der Anzeigetafel. Es war ein Bild, das bezeichnend für das ganze Spiel war. Gegen Ende des dritten Viertels bekam Running Back Georg Rieger das Leder-Ei. Er tankte sich durch die Mitte, als ein Kirchdorfer Verteidiger ihn am Fuß zu fassen bekam. Wie in einem Zeichentrickfilm lief Rieger aber einfach weiter und schliff den Kirchdorfer noch zwei, drei Meter hinter sich her, ehe er zu Fall gebracht wurde.

Ähnlich wie deren Abwehrspieler erging es den Gästen bildlich gesprochen das gesamte Spiel über: Die Razorbacks schubsten ihre Kontrahenten nach Belieben übers Feld, als ob ihnen nicht einer der Zweitliga-Favoriten, sondern eine bessere Schülermannschaft gegenüber stünde. Nichts war mehr zu sehen, vom zähen Beginn des Hinspiels, der den Razorbacks vor drei Wochen alle Chancen geraubt hatte.

Trotz der fast schon satirisch wirkenden Lauf-Einlage von Rieger: Der Spieler des Spiels war am Ende ein anderer Running Back: Felix Wenz fand immer wieder Lücken in der Kirchdorfer Abwehr, durch die er sich unaufhaltsam durchtankte und ein ums andere Mal großen Raumgewinn und dazu noch drei Touchdowns erzielte.

Das Erfolgskonzept, wie er es beschreibt, klingt dabei bestechend einfach: „Wir haben uns super auf Kirchdorf eingestellt und dann halt runtergespielt, was wir trainiert haben.“ Dass dahinter jedoch akribische Arbeit stand, machte Chefcoach Lukas Schmid deutlich: „Wir haben weit über 20 Stunden Videostudium betrieben.“ Sämtliche Fehler des Hinspiels wurden dabei offenbar aufgearbeitet, denn dieses Mal funktionierten sowohl Abwehr wie auch Angriff wie am Schnürchen.

Der erste doppelte Punktgewinn nach dem Wiederaufstieg wurde daher ganz football-typisch gefeiert: Mit einer Gatorade-Dusche für den Coach. Bei den Bruckern ist man jetzt guter Dinge, endgültig in Liga zwei angekommen zu sein, Wenz: „Wir haben gezeigt was wir können, und da werden wir ganz sicher weitermachen.“

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