American Football

30 Wildschweine sehen in Franken kein Land

Eine Nummer zu groß waren die Nürnberg Rams für die Zweitliga-Footballer der Fursty Razorbacks. Die Brucker Aufsteiger schlugen sich beim 40:62 (20:42) beim selbsterklärten Meisterfavoriten der 2. Bundesliga aber wacker, zumal sie nur mit einer Rumpftruppe angereist waren.

Fürstenfeldbruck – Lediglich für Football-Verhältnisse klägliche 30 Mann standen im Kader, als die Brucker in die Frankenmetropole gereist waren. Dort standen sie knapp 50 Nürnbergern gegenüber. Das zehrte an der Kondition. „Da schleichen sich dann eben auch Fehler ein“, sagte Defensiv-Coach und Abteilungsleiter Lukas Schmid. Dennoch war er mit dem Auftritt der dezimierten Neulinge zufrieden. Auch eine Phase wie vor Wochenfrist im dritten Viertel gegen Ravensburg, als die Brucker sich kurzzeitig vorführen ließen, gab es diesmal nicht. „Die Mannschaft hat nie aufgegeben.“

Dabei begann die Partie bei den Rams denkbar ungünstig für die Wildschweine aus der Amperstadt. Gleich mit ihrem ersten Angriffsversuch erarbeiteten sich die Hausherren einen 7:0-Vorsprung. Die Führung gaben die Franken dann auch nicht mehr aus der Hand. Aber immerhin konnten die Brucker immer wieder Löcher in die Defensive der Gastgeber reißen.

Auf der anderen Seite hatten die Razorbacks dagegen Schwierigkeiten, Nürnbergs US-Spielmacher A.J. Springer und seine Offensivkräfte zu kontrollieren. So entwickelte sich ein Spiel mit vielen Punkten. Für die Oberbayern war einmal mehr Vailele Peko ein Punktegarant. Er erzielte drei Touchdowns. Zudem war Raphael Sedlmair erfolgreich, der – wie auch Philipp Ponader – noch zwei Extrapunkte draufsetzte. Marcel Schröder komplettierte den Punktereigen der Gäste mit einem weiteren Touchdown.

Wie schon gegen Ravensburg beendeten die Wildschweine auch diese Partie wieder mit einer positiven Randnotiz. Das letzte Viertel gewannen sie gegen den Favoriten mit 14:6.

Jetzt haben die Brucker erst einmal Zeit, ihre Wunden zu lecken und können auf die Rückkehr des einen oder anderen angeschlagenen Spielers in den Kader hoffen. Denn die nächste Partie steht nun erst wieder in zwei Wochen auf dem Terminplan. Am 21. Mai geht es nach Gießen.

Andreas Daschner

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare