Gold gab es für Anja Kobs.
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Gold gab es für Anja Kobs.

Triathlon

Anja Kobs feiert ein erfolgreiches Comeback beim Triathlon in Podersdorf

Kein Weg ist ihr zu weit, kein Berg zu hoch und kein See zu nass. Am vergangenen Wochenende gab die frühere Duathlon-Vizeweltmeisterin Anja Kobs ihr Comeback im Triathlon.

Podersdorf/Alling – In Podersdorf am Neusiedler See, ganz im Osten von Österreich. Kleiner Haken für Kobs: Der Ort ist rund 500 Kilometer von Alling entfernt. Doch weil es einer der wenigen Wettkämpfe Anfang September war, der die Konditionskünstlerin reizte, trat sie von ihrem Triathlon-Rücktritt im Juni 2019 zurück und machte sich auf die fast sechs Stunden lange Autofahrt.

Die Mühe hat sich gelohnt: Kobs den W40-Altersklassensieg in der Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radeln und zum Abschluss ein Halbmarathon) mit einer Zeit von 4:41:00 Stunden. Ihr Vorsprung auf die Alterklassen-Zweite betrug 16 Minuten. Im Gesamtklassement belegte Kobs den achten Platz. Kobs Kommentar war bezeichnend: „Mit der Zeit wäre ich in den letzen Jahren aufs Podium gekommen, aber durch die fehlenden Wettkämpfe war die Leistungsdichte heuer sehr hoch.“

Schon morgens war es sehr windig, dunkle Wolken zogen über den See. Die Allingerin ging mit mulmigen Gefühl ins Wasser. Ihr fehlte das Training in dem nassen Element. Mit ihrer Zeit von 38:22 Minuten war sie gar nicht zufrieden: „Indiskutabel“, monierte die Ausdauersportlerin. Zu ihrer Verteidigung: Der Rückweg zum Ufer war windig. Der größtenteils nur ein Meter tiefe See kann hohe Wellen schlagen.

Auf dem Rad lief es dagegen mit 2:28:29 Stunden deutlich besser. Trotz des böigen Windes, den Radler fast noch mehr hassen als Läufer – zumal im Triathlon Windschattenfahren verboten ist. Trotzdem war sie flott unterwegs. „Ich kassierte Mann um Mann vor mir, das hat richtig Spaß gemacht“, erzählte Kobs.

Mit Laufschuhen an den Füßen ist Kobs heuer so gut wie selten in ihrer Karriere. Deswegen konnte sie die 21,1 Kilometer in 1:31:05 Stunden durcheilen – die fünftbeste Laufzeit aller Teilnehmerinnen. Im Gesamtklassement von 471 Athleten, die es ins Ziel schafften belegte Kobs den 61. Rang. Ihr Fazit lautete: „Das war mal wieder richtig Fun!“

Nun überlegt sie, ob sie ihrem Triathlon-Comeback im kommenden Jahr weitere Dreikämpfe folgen lassen soll. In Podersdorf ebenfalls am Start war der Fürstenfeldbrucker Udo Fesser. Der Streckensprecher des Karlsfelder Triathlons war 5:33:49 Stunden unterwegs und wurde 26. in der Alterklasse M 50.

Horst Kramer

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