Sind wieder für den Hospizdienst der Caritas Fürstenfeldbruck unterwegs: Die Allingerin Anja Kobs und ihr Laufpartner Andreas Brünnert. Vor einem Jahr bestritten die beiden einen Marathon rund um die Ruderregatta-Strecke bei Oberschleißheim.
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Sind wieder für den Hospizdienst der Caritas Fürstenfeldbruck unterwegs: Die Allingerin Anja Kobs und ihr Laufpartner Andreas Brünnert. Vor einem Jahr bestritten die beiden einen Marathon rund um die Ruderregatta-Strecke bei Oberschleißheim.

50 Kilometer durch den Landkreis

Anja Kobs will mit einem Ultralauf Spenden für den Caritas-Hospizdienst sammeln

Die Allingerin Anja Kobs startet zu einem ehrgeizigen Lauf durch den Landkreis. Sie will dabei Spenden für den Caritas-Hospizdienst sammeln.

Alling – Sie ist nicht nur die bekannteste Ausdauerathletin des Landkreises, sondern auch eine ehrenamtliche Helferin des Hospizdienstes der Caritas Fürstenfeldbruck: Anja Kobs aus Alling. Nun verbindet sie beides: Am Sonntag, 28. März, will die Duathlon-Vizeweltmeisterin einen ultralangen Lauf durch den Landkreis absolvieren und dabei zu Spenden für den Hospizdienst der Brucker Caritas aufrufen.

„Beides liegt mir am Herzen“, bekennt die 44-Jährige. Ohne Sport wäre sie nicht der Mensch, der sie sei, so Kobs. Über ihr Engagement bei der Caritas sagt sie: „Geben bereichert das Leben.“ Sie selbst ist ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Hospizbegleiter unterstützten nicht nur todkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase, sondern entlasten auch die Angehörigen.

Die Strecke führt vor allem durch die westlichen Landkreis-Gemeinden

Der Ultralauf – eine Bezeichnung für alle Rennen jenseits der Marathondistanz (42,195 Kilometer) – wird vornehmlich durch die Gemeinden im Westen des Landkreises führen. Der Grund: „In Bruck, Olching oder Puchheim sind wir durch unser Engagement schon ziemlich bekannt, doch auf dem Brucker Land eher weniger.“ Deswegen hat sie sich einen Kurs ausgesucht, der vom Start in Kottgeisering (8 Uhr) unter anderem nach Moorenweis (nach sechs Kilometern, 8.27 Uhr), Mammendorf (nach 20 Kilometern, 9.30 Uhr), Grafrath (nach 34 Kilometern, 10.30 Uhr), Holzhausen (nach 43 Kilometern, 11.13 Uhr) bis zu ihrem Wohnort in Alling (11.45 Uhr) führt – sowie durch zahlreiche Ortschaften dazwischen.

Auf dem Rad wird die Allingerin von Manja Kunz begleitet. „Wir sind die Strecke schon mal gemeinsam abgefahren“, erzählt Kobs, „Manja achtet darauf, dass ich immer richtig abbiege.“ In Luttenwang (nach 15 Kilometern, 9.07 Uhr) wird Landkreis-Läufer Johannes Hillebrand zu den beiden stoßen. „Mal schauen, wie lange ich mit Anja mithalten kann“, sagt der Luttenwanger, der einen Tag später seinen 42. Geburtstag feiern wird.

In Grafrath ergänzt Kobs’ „Edelhase“ – so lautet mittlerweile sein Spitzname – Andreas Brünnert die kleine Crew. Im Ziel werden nicht nur Eltern und Freunde auf Kobs warten, sondern auch Thomas Karmasin. Der Landrat, de sich selber mit Nordic Walking und Radeln fit hält, hat wieder die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen und wird auch selber 150 Euro spenden, wie Kobs berichtet. Der Landkreis-Lauf ist nicht die erste Benefiz-Aktion der Allingerin: Vor einem Jahr bestritt sie ein Marathonrennen zugunsten des Caritasdienstes, im Sommer radelte sie die rund 430 Kilometer der Deutschen Alpenstraße ab. Karmasin fungierte damals ebenfalls als Schirmherr und Spender.

Premiere für Anja Kobs auf der 50-Kilometer-Distanz

Bleibt noch eine Frage: Warum ausgerechnet 50 Kilometer? Kobs antwortet: „Ich wollte mich schon lange einmal an eine Ultradistanz wagen. Letztes Jahr hatte ich mich sogar schon für ein Rennen angemeldet, das dann aber der Pandemie zum Opfer fiel. Deswegen dachte ich mir, ich gehe das heuer selber an und tue dabei etwas Gutes.“ Klar, dass sich die 44-Jährige dabei nicht nur über zahlreiche Spenden, sondern auch über Beifall und Anfeuerung entlang der Strecke freuen würde.

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Horst Kramer

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