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Selbst als Torwart ist Volkmar Brandt noch in den Schiri-Farben schwarz und gelb unterwegs.
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Selbst als Torwart ist Volkmar Brandt noch in den Schiri-Farben schwarz und gelb unterwegs.

„Ich fühle mich immer noch topfit“

ASV Biburg: Schiedsrichter Volkmar Brandt pfeift auch mit 82 jedes Wochenende

  • vonDieter Metzler
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Schiedsrichter Volkmar Brandt ist auch mit 82 Jahren noch jedes Wochenende an der Pfeife. Bis zu seinem 58. Lebensjahr spielt er noch selber.

Biburg – Volkmar Brandt vom ASV Biburg ist mit 82 Jahren der älteste aktive Schiedsrichter der Schiri-Gruppe FFB/Ammersee. Trotz des hohen Alters war der Biburger in der vergangenen Saison an jedem Wochenende im Einsatz. „Ich fühle mich immer noch topfit“, sagt Brand. Auch beruflich steht er noch seinen Mann und geht in seinem ehemaligen Kfz-Betrieb in Eichenau seinem Sohn täglich zur Hand, ebenso wie seine Ehefrau Irma.

Brandt: Zwei- bis dreimal in der Woche im Fitnessstudio

Die Corona-Krise habe seinen sonntäglichen Ablauf in diesem Jahr völlig durcheinander gebracht. Packte er sonntags regelmäßig seine Sporttasche und fuhr zu einem Spieleinsatz los, so hält er sich jetzt in einem Germeringer Fitnessstudio zwei-, dreimal in der Woche in Form. „Ich bin ein Spätberufener“, sagt er und klärt auf: „Ich habe bis zum 58. Lebensjahr selbst gespielt. Bei den Alten Herren, in der zweiten Mannschaft des ASV sowie in der Ehrenliga-Elf des FC Eichenau.“ Zuletzt half Brandt vor sieben Jahren bei einem Turnier der Oldies im Tor aus, mit 75 Jahren!

Brandt: Mache es nicht wegen des Geldes, sondern weil das Pfeifen immer noch Spaß macht

„Am liebsten fahre ich zum Pfeifen ins Allgäu“, gesteht er ein. „Dort sind die Vereine froh, wenn überhaupt ein Schiri erscheint und man wird herzlich aufgenommen. In unserer Region wird man mehr oder weniger als notwendiges Übel betrachtet.“

Seit der Coronakrise und dem damit einhergehenden Stillstand auf den Sportplätzen fehlt Brandt der sonntägliche Ausflug zum Fußballplatz. „Häufig ist meine Frau dabei. Wir sind so rechtzeitig gefahren, dass wir vorher noch einen Spaziergang gemacht haben und zum Mittagessen gegangen sind.“

Brandt bedauert, dass derzeit nichts geht auf den Plätzen. „Ich würde mich freuen, wenn‘s bald wieder zumindest mit Freundschaftsspielen losgehen würde“, sagt er. Seiner Meinung nach hätte man die Saison nicht zu Ende spielen, sondern beenden und mit der Saison 20/21 neu beginnen sollen.

Pro Spiel erhält der 82-Jährige 25 Euro Gage plus 30 Cent für jeden gefahrenen Kilometer. „Ich mache es aber nicht des Geldes wegen“, betont Brandt, „sondern ganz einfach, weil mir das Pfeifen immer noch Spaß macht.“ Dazu zählt er die Pflege der Kameradschaft, die für ihn einen hohen Stellenwert hat. So vermisst der Biburger derzeit das sonntägliche Treffen der Referees nach den Spielen im Gasthof „Hartl“ in Türkenfeld. „Da hocken wir zusammen und tauschen uns ganz frisch nach dem Spiel lebhaft aus“, erzählt er.

Brandt: Solange ich gebraucht werde und Spiele bekomme, werde ich pfeifen

Auch sind er und seine Frau Irma stets fleißige Teilnehmer des jährlichen Schiri-Ausflugs. Heuer sollte es eigentlich ins niederbayrische Wegscheid gehen. „Ich hoffe nur, dass wir unsere Jahresabschlussfeier machen dürfen. Das ist immer ein schöner Abend, der neben dem Jahresausflug zum gesellschaftlichen Höhepunkt der Schirigruppe zählt.“ Er fände es schade, wenn auch der wegen der Corona-Pandemie ausfallen müsste.

„Übrigens bin ich der einzige Schiri der Gruppe, der bereits international ein Spiel gepfiffen hat“, sagt Brandt. Diese Aussage ist nicht ganz ernst gemeint. Brandt berichtet von der Leitung eines Spiels in Davos, wo die Nationalmannschaft der Schweizer Köche gegen eine Davoser Auswahl antrat. „Da habe ich ausgeholfen, obwohl ich tags zuvor noch in Landsberg ein Spiel gepfiffen habe.“ So ist Volkmar Brandt und er denkt noch lange nicht ans Aufhören. „Solange ich gebraucht werde und der Einteiler mir Spiele gibt, werde ich pfeifen.“ (DIETER METZLER)

Die Serie

Hier stellt das Tagblatt in den kommenden Wochen Sportler vor, die auch im fortgeschrittenen Alter fit wie der sprichwörtliche Turnschuh sind. Wer Senioren-Sportler kennt, die mit über 75 Jahren noch immer aktiv sind, kann sich an sport@ffb-tagblatt.de wenden

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