Alfred Doenickeist Vizepräsident beim EVF.

Ausländerregel ignoriert – Verband bestraft EVF-Gäste rigoros

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 „Wir sind sehr gespannt, in welcher Besetzung der ESV Burgau heute auftaucht.“ 

Fürstenfeldbruck –Alfred Doenicke, der Vizepräsident des EV Fürstenfeldbruck, spielt damit auf das Heimspiel der Gäste vom vergangenen Sonntag an, als die Landesligisten aus Burgau gegen den EV Moosburg verbotenerweise vier statt der nur zwei nach den Statuten erlaubte Ausländer spielen ließ. Der Bayerische Eissportverband (BEV) reagierte prompt und gnadenlos.

Der 5:1-Sieg der Burgauer in der Anfangsphase der Aufstiegsrunde zur Bayernliga wurde in eine 0:5-Niederlage umgewandelt. Der BEV vertritt den Standpunkt, dass jeder Verein ausländische Spieler haben kann, soviel er will, einsetzen darf er nach der Spielordnung aber nur pro Spiel jeweils zwei. „Jeder Verein hat mit der Meldung seiner Mannschaft die Durchführungsbestimmungen anerkannt“, erklärt Doenicke dazu.

Nachdem der Verband in der Verzahnungsrunde im Gegensatz zur Vorrunde nicht mehr mit sich spaßen lässt, Burgau sich dennoch über die Statuten hinwegsetzte, glaubt Doenicke, dass die Gäste das durchziehen und mit ihrem kompletten Kader antreten und dann den Instanzenweg beschreiten werden, um zu ihrem Recht zu kommen. Bevor der Verein jedoch das ordentliche Gericht bemüht, muss er zunächst den Weg über die Verbandsjuristen beschreiten.

Ohnehin ist es EVF-Trainer Markus Pasterny egal, in welcher Besetzung Burgau heute um 20 Uhr in der Brucker Freiluft-Arena antritt. „Wir werden unser Spiel spielen und versuchen den Gegner sportlich zu bezwingen.“ Beim Auswärtsspiel in Pegnitz setzte Burgau vergangene Woche vorschriftsmäßig nur die erlaubten zwei Ausländer ein und verlor prompt mit 1:5. Das gleiche Szenario spielt sich übrigens auch in der zweiten Verzahnungsrunde mit dem ESC Haßfurt ab. Auch da blieb der Verband rigoros. Beide Haßfurter Siege wurden am Grünen Tisch in 0:5-Niederlagen umgewandelt. Doenicke: „Ich hoffe nur, dass alles friedlich bleibt, auch wenn Burgau mit fünf Ausländern spielt.“

In der Vorrunde hatten die Brucker beide Spiel gegen Burgau mit 2:5 und 1:2 in der Verlängerung verloren. Die Mannschaft von Trainer Markus Pasterny muss mit Patrick Ullmann und Sven Mönch auf zwei wertvolle Stammspieler verzichten. Ullmann beendete seine Karriere verletzungsbedingt, Mönch ist aus beruflichen Gründen nach Berlin umgezogen. Beide zählten in der Vorrunde noch zu den Stützen der Mannschaft.

Am Sonntag müssen die Brucker beim ERV Schweinfurt antreten. Das Spiel beginnt um 18 Uhr, der Bus fährt um 12.15 Uhr am Eisstadion ab. 

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