Immer guter Laune sind Mammendorfs Aufsteiger vor allem vor heimischer Kulisse.

Basketball

Auch ohne Bundesliga-Ass Ole Sebald starten Mammendorfs Überflieger durch

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Platz drei nach sieben Spielen: Die Basketballer des SV Mammendorf sind nach ihrem Aufstieg in die Bezirksoberliga voll auf Kurs. Und das, obwohl sich ihr wichtigster Spieler schon nach vier Partien verletzt hat.

Mammendorf – 17,7 Punkte hatte Aufbauspieler Ole Sebald im Schnitt erzielt, als ihn das Unglück ereilte: ein Riss der Daumenstrecksehne. Mindestens ein halbes Jahr wird der ehemalige Bundesliga-Spieler überhaupt keinen Basketball anfassen können. Wahrscheinlich ist, dass er in dieser Saison damit kein Spiel mehr bestreiten wird.

Dass die zuletzt spielfreien Mammendorfer trotzdem mit fünf Siegen und nur zwei Niederlagen in der Tabelle auf Platz drei stehen, darf als Überraschung gewertet werden. „Wir spielen sehr schnell, sehr intensiv und haben einen tief besetzten Kader“, benennt Jan Kaiser, der den SVM seit Saisonstart trainiert, die Gründe für den Erfolg. Erst ein richtig schlechtes Spiel hätte seine Mannschaft abgeliefert: Das 39:59 bei München-Ost war die erste Partie nach Sebalds Ausfall. Danach folgten aber schon wieder zwei Siege. Die bislang einzige andere Saisonpleite setzte es zum Auftakt in Vilsbiburg. Und die fiel mit 74:77 knapp aus.

Vor allem in der heimischen Halle sind die Mammendorfer eine Macht. Vier Spiele, vier Siege – so lautet die makellose Bilanz. Für Mitaufsteiger Burghausen, Ismaning, Landshut und die dritte Garde von Schwabing hieß es nach der Reise nach Mammendorf: außer Spesen nichts gewesen. Dazu notieren die Statistiker einen beachtlichen Auswärtserfolg beim Tabellenvierten in Vaterstetten. „Die Teamchemie stimmt einfach“, sagt Kaiser. Mit regelmäßiger Trainingsteilnahme und viel Engagement würde die Mannschaft Sebalds Ausfall kompensieren. Für den Leistungsträger springen Michael Gemperlein, Nikolai Gruschwitz und Thomas Loder in die Bresche. Abteilungsleiter Loder feierte sein Comeback als aktiver Spieler, nachdem er den SVM als Trainer zum Aufstieg geführt hatte, dann aber Kaiser das Ruder überließ.

Die Kadertiefe erkennt man auch beim Blick auf die Punktestatistik. Mit 14,8 Zählern im Schnitt sticht Gemperlein ein wenig hervor. Dahinter tummeln sich mit David Feldmann, Gruschwitz, Loder und Nicolas Müller gleich vier Spieler, die zwischen 7,7 und 10,2 Punkte pro Partie beisteuern.

Angesichts des bisherigen Saisonverlaufs stellt sich die Frage, wo die Reise für den SVM hingeht. „Wir werden sicher noch das eine oder andere Mal Lehrgeld zahlen, das ist als Aufsteiger einfach so“, steigt Kaiser ein wenig auf die Euphoriebremse. Wenn die Mammendorfer Aufsteiger am Ende aber auch im oberen Mittelfeld stünden, „dann wäre das super“.

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