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Ole Sebald kann nach seiner Verletzung wieder auf Korbjagd gehen.

Basketball

Mammendorf mausert sich zurNummer drei im Landkreis

Auch wenn die Landkreisszene zuletzt von Abstiegen und Leistungseinbrüchen geprägt war: Wer in der Brucker Region über Basketball sprach, der meinte bislang Gröbenzell, Olching, Fürstenfeldbruck und Germering. Doch nun hat der SV Mammendorf heimlich, still und leise die Germeringer überholt und sich zur Nummer drei im Landkreis gemausert.

Mammendorf - Natürlich profitiert der SVM in der kreisinternen Rangliste davon, dass die Germeringer Frauen nach dem Aufstieg in die Regionalliga keine Mannschaft zusammenbrachten und sich vom Spielbetrieb abmelden mussten. Dennoch: Der Aufschwung der Mammendorfer ist auffällig. Sowohl die Frauen in der Bezirksoberliga, als auch die Männer in der Bezirksliga haben einen starken Saisonstart hingelegt. Bei den Frauen hängt der Erfolg nach Ansicht von Abteilungsleiter Thomas Loder damit zusammen, dass das Trainerteam um Ole und Per Sebald jetzt im zweiten Jahr im Amt ist. „Das Spielsystem ist bekannt, die Coaches wissen jetzt, wie die Spielerinnen ticken“, sagt Loder, der in Zweitfunktion die Männer trainiert.

Ein weiterer Faktor sei die gute Mischung aus erfahrenen Spielerinnen wie Marle Truetsch und jungen Korbjägerinnen wie Klara Westemeyer und Julia Westenrieder. Während Loder vom guten Start der Frauen durchaus etwas überrascht war („Wir hatten nur mit einer ausgeglichenen Bilanz gerechnet.“), peilte er mit seiner eigenen Männertruppe von Anfang an die oberen Tabellenregionen an. Dass der SVM nach drei ungeschlagenen Partien sogar ganz oben stand, freut den Doppelfunktionär umso mehr, zumal man nach Neueinteilung der regionalen Gruppen – Mammendorf spielt im Norden unter anderem gegen Gegner wie Burghausen, Freyung und Passau – viele Kontrahenten noch nicht kennt.

Auch bei den Männern ist der Erfolg eng mit dem Namen Ole Sebald verknüpft. Der Coach des Frauenteams kann nach überstandenem Kreuzbandriss ebenso wieder auf Korbjagd gehen, wie sein Leidensgenosse Nikolai Gruschwitz. Sebald, der seine ersten Basketballschritte in Mammendorf machte, kann sogar auf Erstligaerfahrung aus seiner Zeit in Crailsheim bauen. „Damit ist er für unsere jungen Spieler sehr wichtig, und er gibt ihnen auch viele Tipps“, sagt Loder.

Mit dem Neuzugang von Michael Gemperlein aus Fürstenfeldbruck kann Loder jetzt auf einen 13-Mann-Kader bauen. „Das hält das Trainingsniveau hoch, was sich auch in den Spielen bemerkbar macht“, sagt der Übungsleiter. Während heuer das obere Tabellendrittel als Ziel ausgegeben wurde, soll es mittelfristig dorthin gehen, wo die Frauen schon spielen: in die Bezirksoberliga. „Dort wollen wir uns mit beiden Mannschaften etablieren“, sagt Loder. Schließlich will man dem eigenen Nachwuchs eine Perspektive im Erwachsenenbereich bieten und so verhindern, dass die Spieler zu anderen Mannschaften im Umfeld abwandern, sobald sie der Jugend entwachsen sind.

Allerdings würde sich Loder noch mehr junge Spieler im Verein wünschen. „Wir gehen deshalb auch Kooperationen mit Schulen ein“, erzählt der Abteilungsleiter. Schließlich wollen die Mammendorfer dem Negativtrend beim Basketball im Landkreis weiter entgegenwirken. 

Andreas Daschner

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