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WM-Abenteuer im griechischen Sand: Deutsches Team tritt mit drei Spielerinnen aus Gröbenzell an

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Von: Guido Verstegen

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Im Tiefflug über den Sand: Isabel Kattner ist eine von drei HCD-Spielerinnen, die bei der Beachhandball-Weltmeisterschaft teilnehmen.
Im Tiefflug über den Sand: Isabel Kattner ist eine von drei HCD-Spielerinnen, die bei der Beachhandball-Weltmeisterschaft teilnehmen. © tb

Für die deutschen Frauen beginnt das Abenteuer Beachhandball-WM. Mit Isabel Kattner, Kirsten Walter und Belen Gettwart sind drei Spielerinnen des HCD Gröbenzell dabei.

Gröbenzell – Erstmals seit 2006 ist eine deutsche Frauen-Nationalmannschaft bei einer Beachhandball-WM vertreten: Damals holte das Team die Silbermedaille. Das sind große Fußstapfen für die Truppe von Bundestrainer Alexander Novakovic, der um die Qualitäten seiner Schützlinge weiß, die Chancen aber realistisch einschätzt.

„Es ist damals wirklich alles in unsere Richtung gelaufen, sei es bei der Auslosung oder bei den Hochbällen – ein Fünfer im Lotto ist wahrscheinlicher, als wenn wir das so noch einmal erleben“, erinnert sich der 38-Jährige an die Europameisterschaft 2021 in Varna/Bulgarien. Der überraschende EM-Triumph ermöglichte erst diese besondere Reise nach Heraklion auf der griechischen Insel Kreta.

„Es gibt aber genügend Dinge, die wir beeinflussen können, und auf die konzentrieren wir uns – da muss jeder sein Bestes tun“, betonte Novakovic am Rande des letzten Lehrgangs in Ismaning. Am heutigen Dienstag trifft die DHB-Auswahl im WM-Eröffnungsspiel auf Titelverteidiger Brasilien. Es ist die erste Partie in Gruppe D (mit Norwegen und Ungarn), die Novakovic eine „Hammergruppe“ nennt.

Deutsche Mannschaft freut sich auf Auftaktgegner Brasilien

Kapitänin Kirsten Walter (Brüder Ismaning) hat das Gefühl, dass sich das gesamte Team auf das Duell freut: „Brasilien hat sicher eine ganz andere Mentalität und Spielweise, es ist ein cooler Gegner.“ Druck, das Spiel gewinnen zu müssen, verspüre die Mannschaft nicht, natürlich müsse man sehen, wie es dann weitergeht, „aber die Konkurrenten nehmen sich ja auch gegenseitig die Punkte ab“.

Und Isabel Kattner (Beach Bazis Schleißheim), die gemeinsam mit Walter für den Drittligisten HCD Gröbenzell in der Halle aufläuft, will erst gar nicht darüber nachdenken, ob die DHB-Auswahl als amtierender Europameister nun zu den Gejagten gehört: „Für mich persönlich ist es irgendwie ein Neuanfang, es sind viele Mannschaften da, die wir überhaupt nicht kennen. Ich stütze mich da nicht so krass auf den Titel vom vergangenen Jahr.“

Die 21-Jährige – diesmal läuft sie vorwiegend im Angriff auf – raubte damals im Shoot-out den Angreiferinnen als offensive Torhüterin den letzten Nerv. Novakovic: „Isi wird’s diesmal schwerer haben, weil sich alle Welt darauf vorbereitet, aber umgekehrt kann sie das womöglich psychologisch für sich nutzen.“

Kirsten Walter: „Wir sind ein absolut harmonisches Team“

Kirsten Walter stieg 2015 als DHB-Juniorin ein und war auf dem langen Weg nach oben immer dabei. „Wir haben aus Rückschlägen gelernt, und es hat sich ein Kern herausgebildet. Wir sind ein absolut harmonisches Team – jeder weiß, was seine Rolle ist, jeder kommt gerade aus seiner Saison, jeder ist eigentlich auch körperlich kaputt, aber jeder freut sich, mit diesem Team im Sand zu sein“, sagt die 26-Jährige.

Weil die Corona-Saison in den Ligen sehr lang dauerte, waren die Tests gegen Frankreich vor zwei Wochen die ersten Länderspiele seit der EM, am Montag nach der Ankunft gab’s daher kurzfristig noch ein Testspiel gegen die Niederlande. Regeneration stand an erster Stelle, die Physio-Abteilung hatte bis spät in die Nacht zu tun. Novakovic: „Letztes Jahr sind wir ausgeruht und mit viel Spielpraxis ins Turnier gegangen. Wir wollen uns daher erst einmal eine gute Ausgangsposition für die Hauptrunde erarbeiten – und das wird bombenschwer.“

Als Titelkandidaten macht der Trainer Norwegen, Spanien, Dänemark und Argentinien aus, ein Ziel für sein Team nennt er nicht: „Wir setzen uns wie im Vorjahr an Leistungsdaten messbare Etappenziele wie beispielsweise eine Wurfquote von X Prozent und wollen diese Werte sukzessive steigern.“ (Guido Verstegen)

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