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Spektakuläre Tore werden beim Beach-Handball mit mehr Punkten belohnt.

Beach-Handball

Gröbenzeller Quartett wagt sich auf den Sand

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Handball auf Sand – wie soll das denn gehen? Das haben jetzt vier Gröbenzellerinnen als Teil der deutschen Nationalmannschaft bei der Beach-Handball-EM in Polen gezeigt.

Gröbenzell – Das Einzige, was Beach-Handball mit dem normalen Handball gemein hat, ist, dass mit einem Ball auf ein Tor geworfen wird. Ansonsten ist fast alles anders. Es spielen drei gegen drei plus Torfrau, die permanent ins Angriffsspiel mit eingebunden ist. Mit Amelie Bayerl, Kirsten Walter, Christine Königsmann und Jana Epple standen gleich vier Spielerinnen des Drittligisten HCD Gröbenzell im Nationalmannschaftskader von Bundestrainer Alexander Novakovic bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Beach-Handball-Europameisterschaft im polnischen Stare Jablonki.

Die junge deutsche Mannschaft verkaufte sich gut, besiegte Weltmeister Griechenland in der Hauptrunde und verpasste das Viertelfinale nur hauchdünn. Nach zwei Siegen in der Platzierungsrunde über die Schweiz und Gastgeber Polen verlor das deutsche Team gegen Russland und musste sich am Ende mit Platz zehn zufrieden geben. „Als kleines Zwischenziel hatten wir uns schon das Erreichen der Hauptrunde gesetzt“, erzählt die erstmals als Kapitän die Mannschaft führende Kirsten Walter, die nach 2015 und 2017 zum dritten Mal an der EM teilnahm.

Hohes Niveau, obwohl es ein Dasein als Randsportart fristet

Ihr Amt als Spielführerin sieht die 23-jährige Studentin, die gerade ihre Bachelor-Arbeit an der TU München schreibt, als große Ehre, aber zugleich auch als eine besondere Herausforderung, die Mannschaft zusammenzuhalten. Die seit 2016 beim HCD spielende Walter bezeichnet den Beach-Handball als eine attraktive Alternative in der Handball-Pause. „Man hält sich in Bewegung, kann dabei Sprungkraft und die Beinarbeit, eigentlich alles, was man in der Halle auch braucht, gut trainieren.“ Natürlich ist Beachhandball eine Randsportart, so die HCD-Spielerin. Aber dadurch dass sowohl deutsche Meisterschaften bis hin zu Weltmeisterschaften ausgetragen werden, erhält diese Sportart auch eine gewisse Anerkennung und ein hohes Niveau.

Enttäuscht über den am Ende erreichten zehnten Platz sei sie nicht, auch wenn mehr drin gewesen wäre, meinte Walter rückblickend. „Wir haben Russland in der Vorrunde noch geschlagen. Zum Schluss aber war die Luft raus, und so haben wir das Spiel um Platz neun gegen sie verloren.“ Aber dennoch habe man erfolgreicher abgeschnitten, als in den beiden EMs zuvor, bei denen es nicht so gut gelaufen ist und man nur vorletzte Plätze erreichte. Diesmal hat das Team mit dem zehnten Platz immerhin die Hälfte der Teilnehmer hinter sich gelassen. Jetzt aber freut sich Kirsten „Kiki“ Walter schon auf das nächste große Ereignis, die Deutschen Meisterschaften Anfang August in Berlin mit zwölf Mannschaften.

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