Auf WM-Kurs am Königssee sind am Wochenende Denis Pihale (r.) und Lukas Frytz.

Junioren-WM am Königssee

Bob-Youngster Pihale & Frytz wollen Weltmeister werden

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Heimvorteil am Königssee: Das ist das große Plus für einen Allinger Bobpiloten und seinen Anschieber aus Puchheim bei der Junioren-Weltmeisterschaft am Wochenende. Der Bundestrainer und ein Ex-Olympionike drücken die Daumen.

Alling/Puchheim – Ihr erster Europacup-Sieg liegt erst knapp vier Wochen zurück. Hauchdünn war in Winterberg der Vorsprung von Dennis Pihale, dem Bobpiloten aus Alling, und Lukas Frytz, seinem Puchheimer Anschieber. Nun greifen sie im Zweierbob nach dem Weltmeistertitel bei den Junioren.

Bundestrainer Rene Spies im Gespräch am Königssee mit Tagblatt-Reporter Peter Loder.

Olympia hat sich Pihale (25) zum großen Ziel gesetzt. Nächste Möglichkeit wäre 2022 in Peking. Doch Bundestrainer Rene Spies ist skeptisch, ob der Allinger bis dahin den Sprung in die Weltspitze schafft. Denn schon allein die nationale Konkurrenz ist gewaltig. Zwar hat Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern drei, statt üblicherweise zwei Startplätze im Weltcup. Doch die sind mit Francesco Friedrich, Johannes Lochner und Nico Walther auf unabsehbare Zeit fix besetzt. Im Tagblatt-Interview am Königssee meinte Spies jüngst: „Um da etwas zu verändern, muss schon sehr viel passieren.“ Wesentlich größer – weil auch im Bereich der Anschieber personalintensiver – stehen die Chancen für Lukas Frytz, dem Spies „großes Potenzial“ bescheinigt.

Alexander Mann, einst im Bob von Co-Bundestrainers Matthias Höpfner Bronzemedaillengewinner bei Olympia, verfolgt die Auftritte der beiden Talente aus dem Landkreis mit Interesse. Mann, der sich während seiner aktiven Zeit bei Lorenz Westner in der Sportschule Fürstenfeldbruck-Puch fit hielt und trainierte, hat 2014 seine Bob-Karriere beendet und ist jetzt als Arzt in der Harlachinger Schön-Klinik tätig. Der mittlerweile 38-Jährige rät dem 23-jährigen Frytz zur Geduld: „Bei mir hat es drei bis vier Jahre gedauert, bis Grundschnelligkeit und Gewicht perfekt waren.“

Der letzte Olympionike aus dem Landkreis war Alexander Mann (r.), der beim Karrierestart von Francesco Friedrich (l.), der aktuellen Nummer eins im Weltcup, Anschubhilfe leistete.

Bei der Zweierbob-WM am Samstag rechnen sich Pihale und Fryzk einen Platz auf dem Podium aus. Ganz oben könnten sie tags darauf mit den ebenfalls für den BRC Ohlstadt startenden Nico Kaufmair und Paul Straub im Vierer-Wettbewerb stehen. Für den Allinger, der beim Europacup vor Weihnachten am Königssee hinter Olympiasieger Justin Kripps (Kanada) aufs Podium fuhr, ist es es die erste WM. „Das Ambiente und die Bahn am Königssee sind super. Außerdem werden Freunde und Familie zum Unterstützen vorbeikommen.“ Allein das mache die Heim-WM zu einer „sehr schönen Erfahrung“, erklärt der 25-jährige im Vorfeld. „Für mich ist das auch kein Druck, sondern Motivation.“

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