Zur Viererbob-Crew von Christoph Hafer (3.v.r.) gehören neben Lukas Frytz (3.v.l.) noch die Anschieber Tobias Schneider (2.v.l.), Michael Salzer (l.), David Golling (r.) und Christian Hammers (2.v.r.), mit dem der Puchheimer im Zweierbob sitzt.
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Zur Viererbob-Crew von Christoph Hafer (3.v.r.) gehören neben Lukas Frytz (3.v.l.) noch die Anschieber Tobias Schneider (2.v.l.), Michael Salzer (l.), David Golling (r.) und Christian Hammers (2.v.r.), mit dem der Puchheimer im Zweierbob sitzt.

Bobsport

Puchheimer Lukas Frytz muss Saison vorzeitig beenden

  • Peter Loder
    vonPeter Loder
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Für den Puchheimer Lukas Frytz ist die Bob-Saison wegen einer Verletzung vorzeitig beendet.

Puchheim – Eigentlich hätte am Wochenende beim Weltcup in Winterberg die große Stunde für Lukas Frytz schlagen sollen. Doch der Anschieber im Bob von Pilot Christoph Hafer (Bad Feilnbach) hat sich im Vorfeld der gleichzeitig als Europameisterschaft gewerteten Zweier- und Vierer-Wettbewerbe erneut verletzt. Die alten Blessuren am Oberschenkel waren wieder aufgebrochen.

Und es kam noch schlimmer: Für den Puchheimer, der die Rennen im tief verschneiten Sauerland daheim am Fernseher verfolgen musste, ist die Saison vorzeitig beendet. „Das wird heuer wohl nichts mehr“, befürchtete der 25-Jährige schon vor der letzten ärztlichen Untersuchung. Und selbst wenn der Doktor grünes Licht für die noch drei Weltcup-Rennen in St. Moritz, Innsbruck und auf der Heimbahn am Königssee sowie die Weltmeisterschaft gegeben hätte: „Das Risiko einer erneuten Verletzung wäre zu groß gewesen.“

Sein großes Ziel sind die olympischen Spiele

Denn sein großes Ziel ist Peking, wo in genau einem Jahr die olympischen Winterspiele stattfinden sollen. „Mein ganzes Trainingsprogramm wird in den nächsten Monaten darauf ausgerichtet“, kündigt Frytz an und setzt die ganzen Hoffnungen auch auf die Wunderkräfte seiner Heimtrainer Lorenz und Lara Westner in der Sportschule FFB-Puch. Dort wurde mit Alexander Mann schon einmal ein Bob-Anschieber zum Olympia-Teilnehmer geschmiedet (2010 in Vancouver). In der Saison 2014 beendete Mann am Königssee seine Karriere mit der Bronzemedaille bei der Viererbob-Europameisterschaft. Gesteuert wurde der Bob von Francesco Friedrich. Für den aktuell weltbesten Bobfahrer war es damals der erste internationale Titel.

Ähnliche Ziele strebt auch Lukas Frytz an. Doch die Athletenschmiede im Westen der Brucker Kreisstadt ist coronabedingt noch auf unabsehbare Zeit geschlossen. Westner kann deshalb nur theoretisch in die Trainingsabläufe eingreifen, die sich für den 25-jährigen Bobfahrer nun hauptsächlich in der Bundeswehr-Sportschule in München abspielen.

Frytz hat seine Anschieberposition verloren

Ohne den Puchheimer erreichte Christoph Hafer im Winterberger Eiskanal die Plätze acht (Zweier) und sechs (Vierer). Uneinholbar waren der zweimal siegreiche Seriengewinner Francesco Friedrich (Pirna) und Johannes Lochner (Stuttgart), der seine Position als deutsche Nummer zwei gefestigt hat.

Frytz hat mittlerweile allerdings nicht nur seine Anschieberposition hinter Pilot Hafer im Zweierbob an den ehemaligen bayerischen Weitsprung-Meister Kevin Korona aus Nürnberg verloren. Auch den Platz im Vierer hat Bundestrainer Rene Spieß nach kurzfristig anberaumten verbandsinternen Ausscheidungswettkämpfen kurz vor Weihnachten anderweitig vergeben. Der verletzte Puchheimer nimmt die für ihn ärgerliche Entwicklung professionell gelassen: „So ist Leistungssport.“

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