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Seit Wochen überragend: Yannick Engelmann (r.) war auch im Duell mit dem Tabellenvorletzten eine Bank auf Brucker Seite.

3. BUNDESLIGA

Brucks Handball-Panther schreiben Vereinsgeschichte

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Etwas mehr als 16 Minuten lang boten die Panther Handball zum Abgewöhnen. Doch dann schrieben sie Vereinsgeschichte. Mit dem 30:19 (14:9)-Derbyerfolg gegen die Bundesligareserve aus Erlangen gelangen den Brucker TuS-Handballern erstmals sieben Drittliga-Siege in Folge.

Fürstenfeldbruck – Zunächst sah es aber nicht so aus, als ob die Panther leicht und locker zum Rekordsieg spazieren würden. Die Abwehr stand zwar gut. „Aber das Problem war vorne“, hatte Trainer Martin Wild ganz richtig erkannt. In manchmal fast überheblich wirkender Manier leistete sich der Spitzenreiter gegen den Tabellenvorletzten viel zu viele technische Fehler. Die Franken kamen so zu leichten Gegenstoßtoren. Dazu kam, dass die Brucker gegen Gästetorwart Lars Goebel zunächst nur hoch warfen. Da war der Mann zwischen den Pfosten aber kaum zu überwinden. Höhepunkt war eine Privatfehde, die Sebastian Meinzer offenbar mit dem Torhüter anzetteln wollte. Nachdem er mit seinem ersten Wurf nicht erfolgreich war, erzwang Brucks Rückraum-Ass immer wieder Würfe. Er war damit aber nur einmal erfolgreich, als er einen Abpraller verwertete.

Kurz darauf folgte der Knackpunkt des Spiels, als Wild eine Auszeit nahm. Was er seinen Spielern da flüsterte, daran konnte sich der Panther-Dompteur hinterher gar nicht mehr so genau erinnern: „Natürlich gab es da den Schnitt im Spiel, aber ich will das gar nicht so hoch hängen.“ Entscheidend waren aber die Umstellungen, die er vornahm.

Die wichtigste: Für Meinzer kam Spielmacher Falk Kolodziej – und mit ihm die Wende. Der Rückraumspieler erzielte selbst zwar keinen Treffer, weil er immer noch Probleme mit der Schulter hat. „Das war auch der Grund, warum ich ihn nicht von Anfang an gebracht habe“, sagte Wild. Aber auch ohne eigenen Abschluss war Kolodziej der Denker und Lenker, als er zudem vor allem die Treffer des vierfach erfolgreichen Kreisläufers Julian Prause vorbereitete.

Der Effekt der Umstellungen: In den gut 13 Minuten bis zur Pause kassierten die Brucker keinen Treffer mehr und konnten mit einem 8:0-Lauf nach der Auszeit die Partie drehen. Dazu kam, dass Felix Kerst vom Siebenmeterpunkt keine Nerven zeigte. Sechsmal durfte er zum Strafwurf antreten. Seine Ausbeute: 100 Prozent. Am Ende verzeichnete der Linksaußen mit zehn Toren den Bestwert aller Panther.

Im Tor zeigte Michael Luderschmid einmal mehr eine starke Partie, hatte aber Pech bei Siebenmetern. Deshalb ließ er in der Schlussphase hier seinem Ersatzmann Markus Winkler den Vortritt, der prompt drei von vier Strafwürfen abwehrte.

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