Der Verein bietet nicht nur klassisches Karate sondern auch Gesundheitssport für Senioren.
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Der Verein bietet nicht nur klassisches Karate sondern auch Gesundheitssport für Senioren.

Zu Beginn wurde in einem Stall trainiert

Budokan Fürstenfeldbruck: Kampfsport-Verein feiert 40. Geburtstag

Der Budokan-Kampfsport-Verein wird 40 Jahre alt. Auch wenn die Mitgliederzahlen nicht mehr so hoch sind, wie zu Glanzzeiten gibt es genügend Gründe zu feiern.

Fürstenfeldbruck – Auch wenn die Mitgliederzahlen nicht mehr so hoch sind, wie zu den Glanzzeiten des Vereins in den 1980er- und 1990er-Jahren, gibt es genügend Gründe zu feiern. So ist der Verein unter anderem die Keimzelle einer der angesehensten Sport-Institutionen des Landkreises: der Sportschule Puch.

Von Anfang an dabei ist Mitbegründer Klaus Sterba. Er leitet bis heute die Geschicke des Vereins. Von der Idee bis zur Vereinsgründung sollten zwei Jahre vergehen. In der Karate-Abteilung des TUS Fürstenfeldbruck spielte Bruno Langkau 1978 mit dem Gedanken, zusammen mit Klaus Sterba einen Kampfsport-Verein zu gründen. So kam es, dass die beiden im Brucker Ortsteil Puch einen Stall eines Bauernhofs anmieteten. Die endgültige Gründung des Vereins unter dem damaligen Namen Dojo-Kan erfolgte im Jahr 1980 mit den Sparten Judo und Karate.

Rasantes Wachstum nach der Vereinsgründung

Vereins-Chef Klaus Sterba (r.) hat selbst erst zehn Jahre vor der Vereinsgründung mit Karate angefangen.

In seiner Anfangszeit konnte der Verein in kurzer Zeit um die 60 Mitglieder gewinnen. Bis zum Jahr 1982 wurde der Verein um Ju Jutsu, Aikido, Tai Chi, Qi Gong und auch Aerobic erweitert. In der Folge wuchs die Mitgliederzahl auf knapp 300 an. „Kampfsprt ist allgemein sehr gut bei den Leuten angekommen. Der Verein hatte sogar in Europa und weltweit einen sehr guten Ruf“, erzählt Vereins-Chef Sterba.

Besonders auf das soziale Umfeld wurde großer Wert gelegt. „Wir hatten schon damals neben unserem Trainingsraum ein Stüberl, wo sich die Mitglieder nach dem Training und auch an Wochenenden getroffen haben. Das war sehr wichtig für uns“, so Sterba.

In den 1980er- und 1990er-Jahren war der Verein auf seinem sportlichen Höhepunkt. Insbesondere die Abteilung Karate war sowohl auf Bezirks- und Bundesebene als auch international regelmäßig auf Podestplätzen vertreten. Auch Sterba selbst hatte daran einen großen Anteil und konnte zahlreiche Titel erringen. Unter anderem darf er sich Vize-Welt- und Europameister nennen und war Mitglied der Welt-Kampfrichter-Kommission. Zudem erreichte er den neunten Dan – die zweithöchste Stufe, die ein Karate-Kämpfer erlangen kann. Der zehnte Dan gilt als nahezu unerreichbar.

Nach Mitgliederschwund reduziert der Verein sein Angebot

Seine Leidenschaft für den Sport hat Sterba (r.) auch an seine Familie weitergegeben. Enkel Fabian tritt mittlerweile selbst bei Wettkämpfen an.

Im Laufe der Jahre sank die Zahl der Mitglieder jedoch. Der Ausbau der seit 1982 kommerziell geführten Sportschule Puch in den 1990er-Jahren, die aus dem Verein entstanden und unter demselben Dach zuhause war, sorgte für einen Mitgliederschwund. Weil so auch die Räumlichkeiten für den Verein immer kleiner wurden, wurde die Trainingsarbeit immer schwieriger. Sparten wurden ausgelagert, Ju Jutsu zog nach Esting, und die Judo-Abteilung löste sich komplett auf. Aikido und Karate zogen an den Drachenweg um. Wegen der hohen Kosten und der zu kleinen Räumlichkeiten konnte dieser Standort aber nur knapp drei Jahre gehalten werden.

Sterba änderte den Vereinsnamen 2006 in Budokan Fürstenfeldbruck. Budokan steht für den Überbegriff aller Kampfsportarten. „Es bedeutet, dass hier alle Kampfsportarten zuhause sind“, sagt der 72-jährige Karate-Meister. Heute wird im Verein ausschließlich Karate betrieben. Das Augenmerk liegt auf der Kinder- und Jugendarbeit. Dazu kommen Gruppen im Bereich des Gesundheitssports, aber auch im traditionellen Karate.

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Fabian Kristyn-Petri

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