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Bundesliga-Test mit einem Hauch von WM

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Wieder kommt ein Handball-Bundesligist in die Wittelsbacher Halle. Nach dem Pokalhit gegen die Rhein-Neckar Löwen im Sommer gibt nun am Freitag, 19 Uhr, der HC Erlangen seine Testspiel-Visitenkarte bei den Panthern ab.

Fürstenfeldbruck – 

Eigentlich hätten die Brucker Drittligisten am Wochenende spielfrei. Um im Tritt zu bleiben, war Trainer Martin Wild bereits auf der Suche nach einem Testspielgegner, als ihn ein Anruf erreichte, der ihm sehr entgegen kam. „Erlangens sportlicher Leiter Kevin Schmidt hat sich bei mir gemeldet.“ Denn auch die Franken pausieren derzeit aufgrund der Handball-WM und wollten die Pause für ein Trainingslager in der Nähe von München nutzen. Diese Planungen wurden schließlich eingestampft, weil wegen der Baumesse nur noch zu teure Hotels verfügbar waren. Das Testspiel ist bei den Erlanger Planungen aber übrig geblieben. Und das kommt Wild sehr entgegen. „So ein Highlight nimmt man natürlich dankend an.“

Allerdings werden einige Panther nicht in den Genuss kommen, ihre Kräfte gegen den Bundesliga-Elften zu messen. Von den zuletzt ohnehin fehlenden Akteuren kommt nur Max Horner zurück. Sebastian Meinzer, Frederik Hartz und Yannick Engelmann fehlen weiter verletzt. Dazu kommen Knieprobleme bei Johannes Stumpf, sowie Blessuren bei Maximilian Lentner und dem eben erst von einem Auslandssemester zurückgekehrten Julian Prause. Bei dem Trio ist der Einsatz mehr oder minder fraglich.

Erlangen hat dagegen angekündigt, in Bestbesetzung zu kommen – zumindest, soweit das die WM zulässt. Denn auch die Franken stellen mit dem Norweger Petter Overby und dem Russen Sergej Gorpishin zwei Akteure, die bei der Weltmeisterschaft gerade für ihr jeweiliges Heimatland auflaufen. Doch auch die verbleibenden Spieler verbreiten Glanz: Rückraum-Ass Christoph Steinert liegt zum Beispiel mit 108 Toren auf Rang vier der Bundesliga-Rangliste. Torhüter Nikolas Katsigiannis hat 170 Würfe abgewehrt – darunter ein sattes Dutzend Siebenmeter. Damit ist er Co-Spitzenreiter bei den Torstehern mit den meisten Paraden. Und nicht zuletzt stehen mit Rückraumspieler Nikolai Link (71 Tore) und Flügel Johannes Sellin (70) zwei weitere wurfsichere Angreifer in den fränkischen Reihen.

Auf die zumindest in der 3. Bundesliga gefürchtete Brucker Abwehr wird damit viel Arbeit zukommen – ziemlich sicher mit dem besseren Ende für den Erstligisten. Wild: „Aber das Ergebnis ist bei so einem Spiel ohnehin zweitrangig.“

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