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Schwer einsehbar: Als Turm in der Schlacht von Bad Wörishofen erwies sich EVF-Torwart Christoph Müller.

Eishockey

Dramatische Schlussphase mit Happy End

  • vonDieter Metzler
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Nichts für schwache Nerven war schon das Spiel des EV Fürstenfeldbruck am Freitagabend beim EV Bad Wörishofen. Mit 6:5 (3:1, 1:1, 2:3) gelang ein wichtiger Auswärtsdreier auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Landesliga. Am Sonntagabend im Garmischer Olympia-Eisstadion dagegen setzte es gegen den TSV Farchant eine 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)-Niederlage.

Fürstenfeldbruck – Dramatik pur erlebten die wenigen Brucker Anhänger unter den 55 Zuschauern in der Schlussphase der Partie in Bad Wörishofen. Mitte des zweiten Drittels mit einer 4:1-Führung im Rücken schien alles auf einen Sieg für die Brucker hinaus zu laufen. An den taktisch perfekt von Trainer Markus Kiefl eingestellten Kreisstädtern bissen sich die Allgäuer die Zähne aus. Erst 18 Sekunden waren gespielt, als Joshua Cmarits bereits ins Schwarze zielte. Nach dem 1:1 sorgten Marc Stroscher und Frederik Hoffmann für eine 3:1-Pausenführung. Als Benedikt Pfeil kurz nach Wiederanpfiff auf 4:1 erhöhte, schien das Spiel gelaufen. Aber Wörishofen verkürzte nochmals. Nach dem 5:2 durch Stroscher kassierte das Kiefl-Team trotz Überzahl das dritte Gegentor. Den Schönheitsfehler revidierte Alexander Gruhler sieben Minuten vor Schluss mit dem Tor zum 6:3. Doch nochmals war Wörishofen erfolgreich. Dann folgten die dramatischen Schlussminuten.

Drei Brucker – zwei hockten auf der Strafbank – sahen sich fast zwei Minuten lang einer sechsköpfigen Übermacht gegenüber. Wörishofen hatte den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen. Als Turm in der Schlacht erwies sich Keeper Christoph Müller. Erst drei Sekunden vor Schluss ließ er den 5:6-Anschlusstreffer zu.

Gestern wollten die Brucker in Garmisch das Wochenende mit weiteren drei Punkten krönen. Nach zwei gespielten Dritteln lag der EVF vor 75 Zuschauern allerdings mit 1:2 hinten. Nur Philipp Steidle hatte getroffen. Und gleich zu Beginn des Schlussdrittels traf Farchant zum 3:1. Dass 1:4 fünf Minuten vor Schluss zerstörte dann endgültig den Traum vom Sechs-Punkte-Wochenende.

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