Im Jahr 2019 noch mit „Hase“: Anja Kobs und Andreas Brünnert.
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Im Jahr 2019 noch mit „Hase“: Anja Kobs und Andreas Brünnert.

Laufsport

Virtueller Silvesterlauf über 5555 Meter - Anja Kobs feiert einsamen Sieg

  • vonHans Kürzl
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Der vierte Eichenauer Silvesterlauf war auch in der virtuellen Variante ein Erfolg. Der Organisator ist absolut zufrieden, wie er sagt. Deshalb soll der Lauf Ende diesen Jahres erneut im Veranstaltungskalender stehen.

Eichenau – Organisator Bernd Kraus ist „absolut zufrieden“. 50 Teilnehmer hatte er für die virtuelle Version des Eichenauer Silvesterlaufs im Jahre 2020 angepeilt, 54 wurden es. Ursprünglich führt die 5555 Meter lange Strecke rund um die Kirche. Im Corona-Jahr 2020 wurde das Rennen virtuell ausgetragen, auf beliebiger Strecke – aber es mussten 5555 Meter sein.

Das Live-Erlebnis habe den Läufern schon gefehlt, fasst der 50-jährige Kraus die Reaktionen der Teilnehmer zusammen. „Es ist doch etwas anderes, wenn man den Atem eines anderen direkt hinter sich spürt.“ Allein schon das Gemeinschaftserlebnis am Start sei durch nichts zu ersetzen. „Dennoch war die Motivation, teilzunehmen, schon groß.“

Die Beweggründe sind allerdings mitunter an die Umstände der Corona-Pandemie angepasst. Diesmal sei schon der eine oder andere dabei gewesen, der im Lockdown „einfach nur mal raus wollte, Abwechslung haben“. Kraus versteht das und sagt: „Körperliche Aktivität dient immer der Gesundheit.“

Läufer waren diesmal unabhängig vom Wetter

In der virtuellen Variante des Silvesterlaufs sieht Kraus einen Vorteil: „Man ist nicht an einen Termin gebunden und damit nicht an die Tagesform.“ Jeder habe dann laufen können, wenn er sich gut gefühlt habe. „Oder wenn das Wetter Laune gemacht hat.“

Auch 2021 soll der Eichenauer Silvesterlauf wieder stattfinden. In welcher Form, das hängt von der Pandemie ab. Kraus kann sich vorstellen, beide Varianten anzubieten: Präsenzlauf und virtuelle Version.

Den beiden Siegern des Silvesterlaufes 2020 wird jedenfalls beides recht sein: Der Puchheimer Daniel Eitler und die Allingerin Anja Kobs waren auch beim virtuellen Lauf hoch motiviert. Beide steigerten sich gegenüber dem Vorjahr noch einmal. Eitler blieb auf 5555 Metern mit 19:29 erstmals unter 20 Minuten, Kobs war mit 20:39 um 35 Sekunden schneller als im Jahr 2019.

Kobs legte Wert darauf, auf dem Original-Kurs zu laufen

Am frühen Morgen des Heiligen Abends war Anja Kobs in Eichenau unterwegs. Genau 5555 Meter rund um den Eichenauer Badesee, also auf dem Parcours des Eichenauer Silvesterlaufs. Kobs wollte unbedingt auf dem Originalkurs unterwegs sein. So wie bei ihrem Sieg 2019, als sie nach 21:14 Minuten im Ziel ankam. Damals hatte sie allerdings Andreas Brünnert als „Hasen“ an ihrer Seite, diesmal war sie allein unterwegs. Fast allein – Bernd Kraus, der Organisator des Eichenauer Silvesterlaufs, hatte es sich nicht nehmen lassen, als Motivator an die Strecke zu kommen.

Die Allingerin hatte sich viel vorgenommen: Sie wollte eine ganze Minute schneller als 2019 sein. Doch Kobs Plan schien schon nach wenigen hundert Metern zum Scheitern verurteilt: Sie rutschte aus und fiel der Länge nach hin. Die Mehrkämpferin war zwar schnell wieder auf den Beinen, doch ihre Zwischenzeit nach einem Kilometer betrug exakt vier Minuten – zehn Sekunden langsamer als geplant. Der heftige Gegenwind machte ihr zusätzlich zu schaffen. In der zweiten Runde machte Kobs allerdings noch einmal richtig Dampf. Am Ende standen ausgezeichnete 20:39 Minuten auf ihrer Uhr.

Weitere Sieger: Viktoria Wiegelmann (Eichenau, weibliche Jugend U20, 32:57), Patricia Müller (Eichenau, weibliche Jugend U18, 34:58), Annika Buuk (Kaufering, weibliche Jugend U14, 35:27), Neele Buuk (Kaufering, Kinder, 35:35), Marco Burkhard (Puchheim, männliche Jugend U16, 25:11), Benjamin Pawellek (Eichenau, männliche Jugend U14, 33:06) sowie Julian Buuk (Kaufering, männl. Jugend U12, 38:52).

Horst Kramer, Hans Kürzl

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