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Mit vollem Einsatz unterstützte Markus Kiefl seine Mannschaft. Das imponierte auch dem EVF-Vorstand, der die Zusammenarbeit mit dem Trainer verlängerte.

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EV Fürstenfeldbruck schenkt seinem Trainer das Vertrauen

  • vonDieter Metzler
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Ein im Seniorenbereich noch unerfahrener Trainer und ein junges Team: Trotz vermeintlich widriger Umstände ist der EV Fürstenfeldbruck mit der vergangenen Saison zufrieden – und plant für die Zukunft.

Fürstenfeldbruck - So früh wie seit Jahren nicht mehr hat der EV Fürstenfeldbruck die Weichen für die neue Saison gestellt. Vor allem für die Entscheidung, Trainer Markus Kiefl auch für die kommende Saison 2020/21 weiter zu verpflichten, bedurfte es innerhalb der Vorstandschaft überhaupt keine Diskussion, teilte EVF-Vizepräsident Manuel Vilgertshofer mit.

Man habe mit Kiefl zu Beginn der vergangenen Saison einen Trainer geholt, der zwar davor nur im Nachwuchsbereich gearbeitet habe, der aber bei seiner ersten Station im Seniorenbereich das in ihn gesetzte Vertrauen voll rechtfertige. „Ich freue mich sehr, dass mir der Verein erneut das Vertrauen schenkt“, sagte Kiefl zu seiner Weiterverpflichtung. „Nun ist nicht mehr alles neu. Trainer und Spieler kennen sich schon, und ich kann mit dem Team den nächsten Schritt gehen.“

„Uns war zu Beginn der Saison klar, dass der Klassenerhalt nicht leicht sein wird“, ließ Vilgertshofer die vor wenigen Wochen zu Ende gegangene Landesliga-Saison kurz Revue passieren. Neun Abgänge hatte das Landesliga-Team zu verkraften. „Alle erfahrenen Spieler waren darunter“, so Vilgertshofer. Übrig blieben eine Truppe von jungen Spielern und zwei „alte Hasen“. Für einige der jungen Spieler war es die erste Saison im Seniorenbereich, wo sie plötzlich Verantwortung übernehmen mussten.

„Wir waren uns damals schnell einig“, erinnert sich Kiefl zurück an seine Verpflichtung 2019. Es sei nicht selbstverständlich gewesen, ihm, als im Seniorenbereich unerfahrenen Trainer, so eine junge Mannschaft anzuvertrauen. Der Verein sei da schon ein gewisses Risiko eingegangen, schließlich wollte man ja auch nicht absteigen. Trotz der anfänglichen Pleiteserie und der extremen Berg- und Talfahrt zum Schluss habe er vonseiten des Vereins stets volle Rückendeckung gehabt. Dafür sei er dem EVF sehr dankbar. Die Abstiegsrunde zeigte dann, welches Potential in den „jungen Wilden“ steckte, stellte Kiefl die hohe Laufbereitschaft, den Kampfgeist und vor allem den Zusammenhalt und Charakter innerhalb des Teams lobend heraus. „Das Ziel, die Klasse zu halten, wurde schon fast souverän geschafft“, sagte er.

EVF-Vize Markus Vilgertshofer ist sich sicher, dass mit dieser jungen Mannschaft noch viel Luft nach oben ist. „Die Brucker Anhänger werden noch viel Freude an diesem neuen Team haben.“ Die Gespräche mit der Mannschaft in Hinblick auf die neue Saison seien alle sehr positiv verlaufen, ließ Kiefl durchblicken, dass die Mannschaft im Großen und Ganzen zusammenbleibt.

Dennoch will man sich punktuell verstärken und ist mit einigen Kandidaten im Gespräch, was derzeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht so leicht sei. „Wir im Verein sind stolz darauf, dass wir eine Mannschaft stellen, die zum größten Teil aus dem eigenen Nachwuchs stammt oder Rückkehrer sind. Auch in der diesjährigen U20 befinden sich einige Talente, die das Zeug zum Landesliga-Spieler haben“, nennt Vilgertshofer einen weiteren Grund für die Vertragsverlängerung von Kiefl. Er sei der Trainer, der diese jungen Spieler behutsam an den Seniorenbereich heranführen könne, so Vilgertshofer.

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