So ein Getümmel auf dem Eis vor vielen Zuschauern wird es in dieser Wintersaison mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr geben. Dennoch will der EV Fürstenfeldbruck die Hoffnung nicht aufgeben, zumindest noch einmal im Eisstadion trainieren zu können.
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So ein Getümmel auf dem Eis vor vielen Zuschauern wird es in dieser Wintersaison mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr geben. Dennoch will der EV Fürstenfeldbruck die Hoffnung nicht aufgeben, zumindest noch einmal im Eisstadion trainieren zu können.

Eishockey

Im Brucker Eisstadion laufen die Maschinen weiter: Der EVF hofft auf ein Training im Januar

  • vonDieter Metzler
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Während vielerorts die Eisflächen abgetaut werden, wird das Brucker Eisstadion einsatzbereit gehalten - in der Hoffnung, dass diesen Winter noch gespielt wird.

Fürstenfeldbruck – Anfang November, als sich der zweite Lockdown ankündigte, begann in vielen Eisstadien in Bayern das große Abtauen in der Region. In Germering wurden die Kältemaschinen abgedreht, ebenso in Bad Wörishofen. In Trostberg beschloss der Stadtrat Ende November, den Betrieb des Eisstadions für diese Wintersaison einzustellen. Die Begründung: die Kosten für den Erhalt der Eisfläche seien gegenüber dem Nutzen in der Pandemie-Situation zu hoch. Auch in Waldkraiburg, Holzkirchen und Mitterteich wurden aufgrund des zweiten Lockdowns die Kälteanlagen zur Eisbereitung wieder abgeschaltet. In Regen wurde gar die Eishalle in das Corona-Impfzentrum umfunktioniert. Nicht so beim EV Fürstenfeldbruck und dessen Eisstadion in der Amperoase.

„Grundsätzlich glaube ich zwar nicht, dass ein geregelter Spielbetrieb nochmal in dieser Wintersaison stattfinden wird“, sagt Manuel Vilgertshofer, Vize-Präsident und Sprecher des EV Fürstenfeldbruck. „Aber die Hoffnung auf einen Trainingsbetrieb und einen Publikumslauf in abgespeckter Form haben wir noch nicht ganz aufgegeben“, so der EVF-Funktionär. Er begrüßt natürlich, dass die Stadtwerke die Eisaufbereitung bis jetzt nicht eingestellt haben. Und Vilgertshofers Informationen nach habe der Aufsichtsrat der Stadtwerke vorerst auch nicht vor, die Eisaufbereitung einzustellen.

Eispflege schürt beim EV Fürstenfeldbruck Hoffnung auf Training

„Die Hoffnung auf einen Trainingsbetrieb und einen Publikumslauf in abgespeckter Form haben wir noch nicht ganz aufgegeben“, sagt Manuel Vilgertshofer.

Dessen Vorsitzender, Oberbürgermeister Erich Raff (CSU), wollte sich gegenüber dem Tagblatt dazu nicht äußern. „Zu spekulativen Aussagen gebe ich keine Stellungnahme ab.“ Außerdem handele es sich dabei um Informationen aus einer nicht-öffentliche Sitzung. Eine jüngst dazu auf der Facebook-Seite der Amperoase veröffentlichte Mitteilung, dass das Eis weiter gepflegt werde, schürt allerdings im Verein die Hoffnung, dass Schlittschuhlaufen und ein Training im neuen Jahr doch noch möglich sein werden.

EVF-Präsidentin Gabi Pannek, fragte beim Betriebsleiter der Amperoase, Alexander Isenmann, nach, als sie davon erfuhr, dass die Germeringer ihre Halle abtauen. Von ihm erhielt sie die Auskunft, dass derzeit nicht geplant sei, das Eis im Brucker Freiluftstadion abzutauen. Eine erfreuliche Nachricht für Pannek.

Derzeit laufen mit dem Germeringer Nachbarverein Gespräche, um den Landeskader der U15, der trotz Lockdown bisher in der Germeringer Halle trainieren durfte, die Möglichkeit einzuräumen, zwei- bis dreimal die Woche das Brucker Eisstadion zu nutzen. Der Kader besteht aus zwölf Germeringern und einem Brucker. Die Stadtwerke hätten dem EVF gegenüber signalisiert, so Pannek, dass der Landeskader eventuell ab 10. Januar im Freiluftstadion trainieren könnte.

Abtauen der Eisfläche aus ökologischer und technischer Sicht nicht sinnvoll

Derzeit pflegen die Mitarbeiter der Amperoase die Eisfläche. „Aus ökologischer und technischer Sicht ist ein Abtauen der Eisfläche nicht sinnvoll“, wird auf der Homepage mitgeteilt. „Zum einen sind die Temperaturen tagsüber und besonders in der Nacht zu niedrig, um das Eis auf natürliche Weise abtauen zu lassen“, erläutert Andreas Wohlmann, Verantwortlicher bei den Stadtwerken für die Amperoase. „Zudem würden wir eine Wassermenge von mehr als hunderttausend Litern dabei verschwenden.“ Das ist allerdings nicht das einzige Problem, wie Wohlmann erklärt: „Hinzu kommt, dass wir rund drei Wochen für die Eisaufbereitung benötigen, da die Eisfläche eine Stärke von rund sechs Zentimetern aufweisen muss. So können wir die Kosten für Energie, Personal und Technik auf einem sehr niedrigen Stand halten.“

Bestärkt werden sie in ihrer Hoffnung von den Brucker Stadtwerken. Die halten die Eisfläche im Freiluftstadion nach wie vor in Schuss, falls es doch noch Lockerungen von Seiten der Politik gibt.

Je nach Witterung bedienen derzeit die Mitarbeiter der Amperoase die Eisaufbereitungsmaschine mehrmals täglich, um eine glatte, brauchbare Oberfläche zu halten. Dieses Vorgehen ermöglicht der Amperoase, zeitnah zu öffnen, sobald es die Politik wieder erlaubt.

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