Kapitän Martin Langosch führte sein Team zu zwei wichtigen Siegen.

FAUSTBALL 2. Bundesliga

Soll erfüllt, doch es wartet noch viel Arbeit

Die Faustballer des TSV Unterpfaffenhofen haben ihre ersten Pflichtaufgaben in der 2. Bundesliga erfüllt und rangieren nach zwei Spieltagen auf Rang vier in der Tabelle.

Germering Zuletzt gelangen im schwäbischen Heuchlingen zwei 3:1-Siege gegen die dortigen Gastgeber und den TV Vaihingen II. Dennoch waren die Spiele zeitweise eine zähe und enge Angelegenheit.

Schon der erste Satz gegen Heuchlingen verlief nicht nach Plan. Mal wieder war die Abstimmung bei kurz gespielten Bällen nicht perfekt, weshalb Unterpfaffenhofens Hauptangreifer Matthias Willer nicht genügend Druck im Angriff erzeugen konnte. Erst langsam wurde zur gewohnten Spielweise gefunden, doch der stetige Rückstand war nicht mehr aufzuholen. Heuchlingen gewann den ersten Satz mit 8:11. Auch im zweiten Durchgang starteten die Germeringer mit stockendem Motor. Spielertrainer Marc Pelz sah sich deshalb zu taktischen Änderungen gezwungen. Mit zwei Angreifen sollte die Wende kommen. Und die kam auch.

Während Unterpfaffenhofen nun immer besser in die Partie fand, taten sich die Hausherren wesentlich schwerer und erzeugten deutlich mehr Eigenfehler im Angriff. Dadurch begünstigt wurde mit einem 1:1 Satzanschluss hergestellt: Auch in den folgenden Sätzen änderte sich das Bild nicht mehr. Heuchlingen spielte zu nervös und fehlerhaft. Dies nutzen die Gäste eiskalt aus und erstickten mit 11:3- und 11:6-Satzsiegen jegliche Siegeshoffnungen der Hausherren im Keim. Somit war die erste Pflichtaufgabe erfüllt.

Aber auch das zweite Spiel sollte sich als keine leichte Aufgabe erweisen. Gegen das junge Team aus der Talentschmiede mit seiner ersten Garde in der 1. Bundesliga beheimateten TV Vaihingen taten sich Oberbayern erneut in der Anfangsphase schwer. Besonders die Abwehr hatte mit den hart platzierten Angaben des gegnerischen Angreifers immer wieder ihre Probleme.

Doch mit zunehmender Dauer bekamen Seimon Siegler, Tristanz Minz und Max Ruhdorfer die Sache besser in den Griff und erkämpften sich Oberwasser. Zwar hielt Vaihingen immer wieder mit, doch TSV-Angreifer Matthias Willer spielte nun ganz clever seinen Gegner immer wieder aus. Über ein 11:7, 11:9 und 11:8 machte das Team von Kapitän Martin Langosch den dritten Saisonsieg fix.

Langosch war insgesamt mit der Leistung seines Teams zufrieden, warnte jedoch vor Übermut: „Wir dürfen uns jetzt nicht zu sicher fühlen.“ Auch in der abgelaufenen Freiluftsaison hatte Unterpfaffenhofen nach den ersten zwei Spieltagen 6:2 Punkte auf dem Konto und wäre trotzdem am Ende fast aus der 2. Bundesliga abgestiegen.

Am Samstag, 30. November, erwarten die Germeringer neben dem favorisierten Meisterfavoriten TSV Calw mit dem TSV Neugablonz einen direkten Konkurrenten in Abstiegskampf. Und das dann ohne den fehlenden Matthias Willer. Weshalb für Langosch klar ist: „Da liegt noch ein ganzes Stück harte Arbeit vor uns.“

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