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Alles richtig gemacht. Trainer Martin Langosch (r.) hat sein Team perfekt auf den Heimvorteil eingestellt.

Faustball

Unterpfaffenhofen stößt Tür zur 2. Bundesliga weit auf

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In der Bayernliga sind die Faustballer des TSV Unterpfaffenhofen das Maß aller Dinge. Mit zwei Siegen sind sie der Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga sehr nahe gerückt. Zum Ende des jüngsten Heimspieltages hatten es die Hausherren doch zügig durchgezogen.

Germering – Das 3:1 gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf II hört sich nach ein bisschen Widerstand an. Den leisteten die Unterfranken auch im ersten Durchgang, obwohl sie in der unteren Tabellenhälfte platziert waren. So waren sie eigentlich als Schwächste in dem Dreierfeld eingeordnet, das an diesem Turniertag vom ebenfalls in Unterfranken beheimateten TV Segnitz vervollständigt wurde. Die insgesamt neun Mannschaften der Bayernliga tragen an einem Spieltag drei Turniere aus, bei denen in einem Dreierfeld jeweils jeder gegen jeden anzutreten hat. „Als Absteiger bist du in jedem Spiel der Favorit.“ So stellt sich Trainer Martin Langosch mit seinem Team von Saisonbeginn an der Favoritenrolle. Dabei sieht er sich von Mannschaften aus dem vorderen Drittel der Bayernliga-Rangliste wie dem TuS Frammersbach, der dem TSV die bislang einzige Niederlage beibrachte, eher gefordert als vom Rest des Feldes.

Dennoch kassierten die Unterpfaffenhofener gegen Oberndorf mit 6:11 erst den insgesamt siebten Satzverlust im zwölften Spiel. „Wir haben zu sehr mit lockerer Hose gespielt“, machte Langosch klar, dass er da mit der Einstellung seiner Mannschaft nicht zufrieden war. Ein Favorit darf aber nicht gereizt werden. So nahm TSV den Schuss vor den Bug ernst und schließlich den Kontrahenten doch wieder deutlich auseinander: Mit 11:5, 11:4 und 11:6 wurde der zweite Tagessieg unter Dach und Fach gebracht.

Beim 3:0 (11:8, 11:9, 11:6) gegen den TV Segnitz sah sich Langosch in seiner Aussage bestätigt, dass man „gegen die stärkeren Teams auch den besseren Faustball spielt.“ Immerhin lagen die Gäste vor dem Turniertag noch an dritter Stelle. Zumindest zwei Sätze lang mussten sich die Unterpfaffenhofener schon gut strecken. Langosch: „Die haben uns da echt gefordert.“ Die Verlierer waren danach von dieser Niederlage so beeindruckt, dass sie den Oberndorfern ebenfalls mit 0:3 (4:11, 9:11, 7:11) unterlagen und somit auf den fünften Rang abrutschten.

Unterpfaffenhofen verteidigte indessen Favoritenrolle und Platz eins. Gleichzeitig ist der TSV seinem Ziel, dem sofortigen Wiederaufstieg in die 2 Bundesliga, ein Stück nähergekommen. Das gute Abschneiden in der Bayernliga zieht zwar nicht automatisch den Sprung nach oben nach sich. Doch der Platz in der Aufstiegsrunde mit Teams aus Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen kann fast schon gebucht werden.

Aus allen Bundesländern nehmen die jeweils Erst- und Zweitplatzierten der vier Oberligen teil. Dass die TG Landshut als Bayern-Dritter und der ASV Veitsbronn als Vierter die Unterpfaffenhofener noch einholen, ist eher theoretischer Natur. Langosch geht jedenfalls davon aus, dass der bald für diese Quali-Runde planen kann. „Dann wollen wir uns auch für die Austragung dieses Turniers bewerben“, so der Trainer. Die besten zwei Teams daraus steigen dann auch auf.

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