Nachdenklich: Panthercoach Martin Wild (l.) und Teammanager Marco Müller, der in Hüttenberg erkrankt fehlte, trauern der vergebenen Chance in Hessen nach. Foto: Daschner
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Nachdenklich: Panthercoach Martin Wild (l.) und Teammanager Marco Müller, der in Hüttenberg erkrankt fehlte, trauern der vergebenen Chance in Hessen nach.

Handball

Zehn bodenlose Minuten kosten Panther alle Siegchancen

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Wenn Panthercoach Martin Wild zehn Spielminuten des Jahres 2020 einfach streichen könnte, es wären wahrscheinlich die ersten zehn Minuten im letzten Spiel des Jahres in Hüttenberg.

Fürstenfeldbruck – Die kosteten den Brucker TuS-Handballern nämlich alle Siegchancen. Damit verpasste die Wild-Truppe auch den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz.

„Wir haben alles andere als einen optimalen Start erwischt“, sagt Wild – und drückt sich damit noch diplomatisch aus. Genau genommen fanden die Panther in den ersten zehn Minuten überhaupt nicht statt. „Wir hatten keinen Zugriff, haben keine Zweikämpfe geführt“, sagt Wild. Und vorne sah es nicht viel besser aus. „Da haben wir uns überhaupt nicht an unser Konzept gehalten.“

So bodenlos war der Panther-Auftritt, dass Wild nach nicht einmal sechs Minuten und einem 0:4-Rückstand schon seine erste Auszeit nehmen musste. Gebracht hat sie aber zunächst nichts. Erst in der neunten Minute durften die Panther zum ersten Mal jubeln: Falk Kolodziej hatte per Siebenmeter auf 1:6 verkürzt.

Erster Panther-Treffer erst nach acht Minuten

Erst drei Minuten später trafen die Brucker dann auch zum ersten Mal aus dem Spiel heraus. Kapitän Korbinian Lex verwandelte einen Tempogegenstoß zum 2:7. Das sollte aber nicht der höchste Rückstand bleiben. Zwar lief es langsam besser bei den Panthern, dennoch konnte sich Hüttenberg bis auf 12:5 absetzen. Erst dann bekamen die Brucker in der Abwehr richtig Zugriff auf ihre Gegenspieler.

Was in Hessen möglich gewesen wäre – und was die Niederlage umso bitterer macht – zeigten die folgenden Minuten. Die Panther starteten einen 5:1-Lauf und verkürzten auf 10:13. Der Drei-Tore-Rückstand hatte bis zur Halbzeitpause Bestand. Und auch danach spielten die Brucker mit den Gastgebern auf Augenhöhe. Das rang Wild zumindest das Kompliment ab, dass seine Mannschaft nach dem desaströsen Beginn nicht aufsteckte und anschließend 50 Minuten lang wenigstens eine ordentliche Leistung zeigte.

Früher Rückstand ist nicht mehr aufzuholen

Am Ende bleibt aber nur die Erkenntnis: „Wenn man mal 0:6 hinten liegt, wird’s schwer.“ Alle Bemühungen in der zweiten Halbzeit blieben fruchtlos. Trafen die Panther vorne, so ließen sie auch in der Abwehr stets Gegentore zu. Erst als Wild seine Defensive umorganisierte und Hüttenbergs Spielmacher Hendrik Schreiber in Manndeckung nehmen ließ, erzwangen die Brucker wieder Fehler. Die Krux: Auch sie selbst verwarfen wieder gute Möglichkeiten oder produzierten technische Fehler.

Damit verpassten es die Panther, den Rückstand auf ein Tor zu verkürzen und die bekanntermaßen nicht mit dem besten Nervenkostüm ausgestatteten Hüttenberger unter Druck zu setzen. So blieb Wild nicht anderes, als den Gastgebern zum verdienten Sieg zu gratulieren.

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