Wasserball

Frühmorgens im Pokalfieber: Müde Ratten sind hellwach

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Brucks Wasserballer sind als Bayernpokal-Verteidiger problemlos ins Halbfinale eingezogen. Das Spiel in Passau hatte allerdings einige Tücken.

Fürstenfeldbruck Das Sprichwort vom frühen Vogel, der den Wurm fängt, hat in der Wasserball-Szene eine eigene Redewendung: „Müde Ratten spielen besser.“ Zumindest galt dieses Motto für Brucks Wasserratten-Verein, dessen Hauptdarsteller in der ersten Bayernpokal-Runde fernab der Heimat in Passau frühmorgens um 8 Uhr ins Hallenbad-Nass mussten. Nass nei ging’s aber eher den im Punktspielbetrieb eine Klasse tiefer spielenden Gastgebern. Die Donaustädter verloren klar mit 2:23 (1:0, 0.4, 1:4, 0:7). Womit die Oberligisten von der Amper voll auf Kurs zur erfolgreichen Pokalverteidigung sind.

Dabei waren die Favoriten nur mit neun Spielern angereist. Und darin war Trainer Viktor Sandor bereits mit eingerechnet. Hoffnung machte allerdings, dass sieben Mitgereiste zu den Stammkräften und Leistungsträgern zählten. Die Reisenden um Kapitän Andreas Peters waren wegen ungewohnt frühen Spielbeginns bereits am Abend davor angereist. „Um länger schlafen zu können“, war der ursprüngliche Grund. Doch, so Peters: „Das hat nicht geklappt.“ Denn der Großteil der Mannschaft unterzog das Passauer Nachtleben noch einer spontanen Prüfung.

Entsprechend nervös stand Sandor am Morgen am Beckenrand. Doch sein Team ließ keinen Grund zur Kritik. Die Wasserratten agierten von Anpfiff weg sehr konzentriert und ließen dem Gegner keine Chance. „Wir haben Passau sehr aggressiv und früh unter Druck gesetzt. Das hat dazu geführt, dass Abspielfehler passiert sind, die wir dann direkt in Kontertore umgemünzt haben“, erklärte der Trainer, dessen Kapitän eine Erklärung für den gegnerischen Untergang hatte: „Die Passauer haben nur zweimal wöchentlich eine Stunde Training. Und das auch noch am Samstag- und Sonntagfrüh. Entsprechend sind ihre Möglichkeiten nur eingeschränkt,“ so Peters. Heimvorteil und vertraute Uhrzeit spielten deshalb keine Rolle. Der Unterschied zeigte sich vielmehr im und unter Wasser, wo die Brucker in allen Bereichen überlegen waren: spielerisch, taktisch und schwimmerisch.

Durch den Sieg sind die Brucker als erste bayerische Mannschaft in das Pokal-Halbfinale eingezogen. „Wir wollen den Pott verteidigen“, formulierte Sandor das Ziel. Bei der nächsten Partie vielleicht auch mit etwas mehr Schlaf am Vorabend.

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