Noch wird das Eis gepflegt, doch die Stadtwerke wollen noch diese Woche darüber entscheiden, ob nicht doch abgetaut werden soll.
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Noch wird das Eis gepflegt, doch die Stadtwerke wollen noch diese Woche darüber entscheiden, ob nicht doch abgetaut werden soll.

Eishockey-Verband denkt bereits an nächste Saison

Wird im Eisstadion jetzt doch abgetaut? Stadtwerke wollen diese Woche entscheiden

  • vonDieter Metzler
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In Fürstenfeldbruck denken die Stadtwerke darüber nach, das Eis im Eisstadion abzutauen. Damit wäre die Saison für den EVF zu Ende, bevor sie begonnen hat.

Fürstenfeldbruck – Die neueste Mitteilung des Eishockey-Obmanns des Bayerischen Eissportverbandes (BEV), Frank Butz, im Zusammenhang mit der Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar stellt für die bayerischen Eishockeyvereine keine wirkliche Überraschung dar. Natürlich wurde auch die seit 2. November bestehende Unterbrechung des gesamten BEV-Spielbetriebs (Erwachsene/Jugend) entsprechend verlängert. „Wohlwissend, dass es immer unwahrscheinlicher wird, einen geordneten Ligaspielbetrieb für all unsere Ligen durchführen zu können, erachten wir einen endgültigen Saisonabbruch zum jetzigen Zeitpunkt aber als das falsche Signal“, teilte der Obmann den Vereinen in einem Schreiben mit.

Dennoch wird es immer unwahrscheinlicher, dass auf den Eisflächen im Landkreis in diesem Winter noch einmal gespielt wird. Im Polariom in Germering haben die Verantwortlichen bereits den Stecker gezogen. Das Eis wird abgetaut. Ein Schicksal, das auch dem Eisstadion in Fürstenfeldbruck droht. Die Stadtwerke entscheiden in dieser Woche, ob die Eisaufbereitung weiterhin aufrechterhalten wird oder für diese Saison endgültig abgetaut wird, wie Betriebsleiter Andreas Wohlmann dem Tagblatt auf Anfrage mitteilte. „Wir stehen in engem Kontakt mit den Vereinen, die natürlich hoffen, in diesem Winter nochmals aufs Eis zu können, zumindest zum Trainieren“, so Wohlmann. Der gab aber auch zu bedenken, dass es sowohl personell als auch energetisch einen großen Aufwand erfordert, die Eisfläche im Freiluftstadion zu erhalten.

Der Wunsch des EVF: Zumindest nochmal trainieren können

Nachdem Anfang März in der Regel die Saison ohnehin immer beendet ist, ist der Vizepräsident des Brucker Eishockeyvereins, Manuel Vilgertshofer, Realist: „Einen Spielbetrieb sehe ich in dieser Saison sowieso nicht mehr“, sagt er. „Aber wenn die Kinder zumindest noch ein wenig trainieren könnten, wäre das natürlich schon schön.“

Viele Eisstadien wurden bereits dauerhaft für diese Saison geschlossen. Ein kompletter Abbruch hätte aller Voraussicht nach zur Folge, dass weitere Kommunen und Betreiber diesem Schritt folgen, befürchtet Butz. „Auch wenn dies derzeit unrealistisch erscheinen mag, wollen wir aber zumindest die Möglichkeit auf einen Trainingsbetrieb aufrechterhalten.“ Butz hofft vor allem für die jungen Nachwuchsmannschaften, dass die Eisflächen noch nicht endgültig abgetaut werden.

BEV: Corona wird auch die nächste Saison beeinflussen

Zugleich aber glaubt er, dass Corona auch im Herbst noch nicht Geschichte sein wird. „Das Virus wird uns auch in der Saison 2021/22 begleiten“, so der BEV-Obmann. Damit ab dem Spätsommer aber ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb möglich ist, seien Politik, Verbände und Vereine gefordert, jetzt bereits die Weichen zu stellen. „Als Gesellschaft und für unseren Sport kann es ein ,weiter so’ nicht mehr geben“, meint Butz. Es gelte die bisher gelebte Sommervorbereitung ebenso zu überdenken.

„Sehen wir die Pandemie und die gemachten Erfahrungen auch als Chance für unser Eishockey“, fordert er die Vereine in seinem Schreiben auf, gemeinsam einen Ideenpool zu entwickeln, „wie wir uns für die Zukunft aufstellen wollen.“ Er bittet die Vereine, ihm Anregungen und Ideen zu unterbreiten.

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