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Der Favorit biss sich die Zähne aus. Vor allem im Angriff waren die Brucker kaum zu stoppen. 

Handball

TuS mausert sich zum Favoriten-Schreck

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Ehrfurcht vor Titelkandidaten? Die gibt’s bei den Drittliga-Handballern des TuS Fürstenfeldbruck nicht. Auch die hoch eingeschätzte Zweitligareserve aus Balingen bekam das beim 28:24 (15:15)-Sieg der Panther zu spüren.

FürstenfeldbruckGut 600 TuS-Anhänger feierten die Panther nach Spielende mit Standing Ovations und ließen das gute Dutzend mitgereister Balinger Fans ganz schön bedröppelt dastehen. Mit der Empfehlung von fünf Siegen in Folge – darunter ein Kantersieg beim Spitzenreiter Nußloch – waren die Balinger nach Bruck gereist. Doch die Panther bereiteten der Serie souverän ein jähes Ende. „Die Mannschaft hat heute ein sehr gutes Spiel gezeigt“, sagte Panthercoach Martin Wild.

Ein wenig zögerte der Übungsleiter, nachdem er seiner Mannschaft attestiert hatte, über 60 Minuten das bessere Team gewesen zu sein. Denn eine kurze Schwächephase seiner Panther musste der Coach dann doch eingestehen. In nur fünf Minuten vor der Pause verspielte der TuS eine 15:11-Führung. Vor allem die im Dauereinsatz befindlichen Rückraumspieler schienen da etwas müde.

Vor allem am Anfang war Kapitän Korbinian Lex nicht zu stoppen

Doch das besserte sich nach dem Seitenwechsel, als der angeschlagene Maximilian Lentner eingriff. Erst kurz vor Spielbeginn hatte der mit Hüftproblemen geplagte Panther grünes Licht für seinen Einsatz gegeben. Seine Kollegen bekamen dadurch wichtige Entlastung, dazu erzielte Lentner auch noch zwei Treffer. „Mit ihm hatte ich noch einen Trumpf in der Hinterhand“, sagte Wild.

Stärkster Akteur bei den Panthern war aber ein anderer: Kapitän Korbinian Lex zeigte sein bestes Saisonspiel. Auf acht Tore kam der Rückraumspieler. Dazu gab er in der Abwehr den Fels in der Brandung und ließ kaum einen Gegenspieler an sich vorbeiziehen. In einem starken Kollektiv bescheinigte ihm Wild eine herausragende Leistung. „Er ist als Kapitän vorangeschritten.“ Vor allem in der Anfangsphase war Lex nicht zu stoppen. Fünf Treffer erzielte er alleine in der ersten Halbzeit und war bis dahin für ein Drittel der Panthertore verantwortlich.

Überhaupt war Wild mit der Offensivleistung im ersten Durchgang sehr zufrieden. Allerdings hätte man den Gästen in dieser Phase den einen oder anderen Tempogegenstoß zu viel ermöglicht. Dazu kam die besagte Schwächephase zur Pause hin. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber auch in der Defensive eine Schippe draufgelegt.“ Unter Druck wirkten die Balinger plötzlich gar nicht mehr wie ein Titelkandidat. Die Brucker erzwangen viele Fehler der Gäste. Spätestens als Tobias Prestele knapp zwei Minuten vor Ende das 28:22 erzielte, war die Partie schließlich zugunsten der Panther entschieden.

TuS-Tore: Lex 8, Prestele 5, Stumpf 4/2, Leindl 2, Ball 2, Lentner 2, Prause 2, Hild 2, Engelmann 1

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