Valentin Sponer ist der Champ im College.

Gelernt hat er bei den Münchner Löwen

Ein Emmeringer ist Fußballmeister in USA

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Zwei Jahre Kalifornien, zwei Jahre Fußball und Studium und nun Sport-Champion. Alles richtig gemacht, kann Valentin Sponer sagen. Er ist mit seinem College-Team Westküsten-Meister geworden. Gelernt hat der Emmeringer das Fußballhandwerk vornehmlich  bei den Münchner Löwen.

Emmering/Fürstenfeldbruck/San Francisco – Valentin Sponer ist mit seinem Team vom Saint Mary’s College of California, das in einem Vorort von San Francisco liegt, Westküsten-Meister geworden. Das Achtelfinale der US-Meisterschaft gegen Titelverteidiger Stanford wurde damm aber im Elferschießen verloren. Vergleichbar mit deutschen Fußballverhältnissen ist das ungefähr so, als hätte der Regionalliga-Meister die Aufstiegsrunde zur 3. Bundesliga erreicht. Wobei Champion der Westcoast Conference noch einen Tick besser klingt. 

Das sind die Sponers: Papa Stefan, Mama Astrid mit den Söhnen Valentin und Vincent (21), der zwei Jahre älter ist als der Fußball spielende Bruder.

„Natürlich ist man als Vater darauf sehr stolz“, gesteht Stefan Sponer daheim in Emmering. Wobei für ihn noch einen Tick mehr wert ist, dass Sohn Valentin zu den Führungspersönlichkeiten in der Mannschaft gehört. „Der Aggressiveleader“, wie es Vater Sponer nennt. Als gelernter Verteidiger hat der Sohn viel dazu beigetragen, dass beim Soccerteam des Saint Mary’s College of California 13 mal hinten die Null stand. Tipps, wie man sich zu solchen Leistungen motiviere, brauche er seinem 19-jährigen Sohn nicht mehr zu geben: „Der kann sich sehr gut auf das gerade Wesentliche konzentrieren.“ Fokussieren nennen das die Trainer aller Länder und Ligen gern.

Für Valentin Sponer, der seine Laufbahn beim SC Fürstenfeldbruck begonnen hat, ist Fußball zwar ein wichtiger Bestandteil seines Lebens. Doch der Horizont endet nicht an Latte, Seitenlinie oder Umkleidekabine. Er studiert auch Mathe und Physik, „Das läuft auf ebenso hohem Niveau wie der Fußball. Eine Verletzung oder ein Unfall – wie schnell ist dann eine Karriere zu Ende“, weiß der Vater, der sich als Präsident der Brucker Wasserratten mit sportlichen Karrieren auskennt. Es habe schon Berater gegeben, die Valentin unter ihre Fittiche nehmen wollten. „Teilweise aber mit wenig Verständnis für eine Zukunftsplanung abseits des grünen Rasens.“ Der Sohn sei sich dessen bewusst. Auch ihm sei deshalb eine zweigleisige Planung mit Sport und Studium wichtig. Das Saint Mary’s College of California biete ideale Voraussetzungen. In jedem Bereich gebe es Ansprechpartner. Wie wichtig das ist, hat Valentin Sponer als 16-Jähriger bei 1860 München erlebt. Da hatte er Daniel Bierofka als Trainer. „Für Valentin war das positiv. Bierofka konnte mit ihm umgehen – als Mensch und als Fußballer,“ sagt der Vater. Die Zeit bei den Löwen sei die mit den bislang größten Fortschritten gewesen.

Mit diesem US-Team greift Valentin Sponer in den Staaten nach den Sternen.

Daran will der 19-Jährige im fernen Kalifornien anknüpfen. Bis Ende 2020 läuft das Stipendium, das ihm Sport und Studium ermöglicht. Natürlich gebe es die Option Profi, so der Vater. Das aber könne sein Sohn selbst entscheiden. „Er weiß, dass er die Familie als Stütze hat, aber er kann sehr gut selbst entscheiden.“ Wie zum Beispiel über den Umzug in eine Wohngemeinschaft. Der Vater kommentiert das zurückhaltend, weil so eine WG nicht sein Ding ist. Sponer senior sagt aber auch: „Ich habe das Vertrauen, dass Valentin für sich gute Entscheidungen trifft.“

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