Nach nur drei Jahren Training gleitet Lea Achrainer schon sehr elegant über das Eis.
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Nach nur drei Jahren Training gleitet Lea Achrainer schon sehr elegant über das Eis.

Serie: „Bühne frei für den Nachwuchs“

Sie hat sich ins Eislaufen verliebt: Mit neun Jahren sammelt Lea Achrainer schon fleißig Pokale

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Gerade einmal drei Jahre steht Lea Achrainer auf dem Eis. Trotzdem zählt die neunjährige Germeringerin schon zu den größten Talenten bei den Eiskunstläufern der Wanderers.

Germering – Ihr großes Ziel: alle Sprünge dreifach zu beherrschen. „Ein Vorbild habe ich nicht direkt“, erzählt die in Starnberg geborene Lea. Allerdings findet sie Aljona Savchenko toll. Gerne wäre sie auch mal so gut wie die ukrainische Olympiasiegerin von 2018 und mehrfache Europa- und Weltmeisterin.

Noch steht Lea aber am Beginn ihrer Karriere. Die Initialzündung dazu gab es im Polariom. „Ich war dort mit meiner Mama beim öffentlichen Eislauf“, erzählt Lea. Dort sah sie ein Kind, das sehr gut Eislaufen konnte. Und schnell war ihr klar: „Das wollte ich auch können.“ Eine Nachfrage der Mutter Kathrin Achrainer bei den Wanderers, ein Schnupperkurs, und schon war die Sache klar: 2017 wurde Lea Mitglied beim Germeringer Eissportverein.

Begeisterung für den Eissport vom ersten Tag an

Dass alles so schnell ging, liegt an der puren Begeisterung, die der elegante und kreative Eissport bei der Germeringerin auslöst. „Ich habe mich vom ersten Tag an in den Sport verliebt, für mich gibt es nichts schöneres“, sagt sie. Sobald sie auf dem Eis steht, fühlt sich die Neunjährige einfach nur frei. Die Herausforderung, neue Schritte, Sprünge und Pirouetten zu lernen, spornt sie an – vor allem der Königssprung: „Der Axel ist mein Lieblingssprung.“

Bis sie den Axel einmal dreifach beherrscht, wird es sicher noch dauern. Am Fleiß mangelt es aber nicht. „Ich trainiere zweimal in der Woche in Germering, und an den Wochenenden nehme ich Privatunterricht in Oberstdorf.“ Daneben bleibt ihr noch genug Zeit, auch für die Schule zu lernen. Das junge Mädchen besucht die vierte Klasse der Kirchenschule in Germering und möchte aufs Gymnasium gehen und Lehrerin werden. Anderen etwas beizubringen, scheint ihr zu gefallen, denn sie ergänzt: „Nebenbei möchte ich Eiskunstlauftrainerin werden.“

Sie studiert bereits ihre erste Choreographie ein

Zuvor hat sie aber noch Ziele im aktiven Bereich. Neben zahlreichen Pokalen – unter anderem bei der Schanzer Pirouette in Ingolstadt, beim Inntal-Pokal und natürlich beim heimischen Germeringer Pokal – bezeichnet die Neunjährige als ihren größten Erfolg, die bestandene Prüfung zur Kürklasse 8 im September dieses Jahres. Doch damit soll längst noch nicht Schluss sein. Ihre nächsten Ziele sind die Kürklassen 7 und 6. Zusätzlich studiert sie schon ihre Choreographie ein. „Ich freue mich, dass ich sie hoffentlich bald auf einem Wettkampf zeigen kann.“

Wann das sein wird, muss die Entwicklung in der Coronapandemie zeigen. Denn wie alle Amateursportler wurde auch Lea vom Lockdown ausgebremst. „Ich bin total traurig, dass ich momentan nicht aufs Eis kann, vor allem, weil ich gerade erst anfange, meine Choreographie einzustudieren“, sagt sie. Weil sie nicht im Polariom trainieren kann, weiß die Neunjährige auch noch nicht, ob sie beim nächsten Klassenlaufen zur Kürklasse 7 antreten kann. „Aber ich trainiere zuhause meine Schritte, Sprünge und Pirouetten.“ So will sie sich weiter verbessern – trotz Zwangspause.

Die Serie

Die Schlagzeilen im Sport gehören in der Regel den Erwachsenen. Doch schon auf Kinder- und Jugendebene vollbringt der Landkreis-Nachwuchs Spitzenleistungen. Wir stellen einige der jungen Nachwuchstalente in loser Reihenfolge vor.

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