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Benedikt Maurer aus Germering.
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Er siegt und siegt: Der Germeringer Benedikt Maurer schaffte es gleich in zwei Disziplinen aufs Siegertreppchen.

Leichtathletik

Nachwuchs überzeugt beim Heimwettkampf

  • Thomas Benedikt
    vonThomas Benedikt
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Ein sportliches Groß-Event wie das Bayern-Top-Meeting auszutragen. ist in der aktuellen Situation nicht einfach. Mit viel Aufwand und Akribie ist dem SV Germering genau das gelungen.

Germering – Die gute Stimmung der Sportler und die Freude an der Leichtathletik kann offensichtlich auch keine Corona-Pandemie stoppen, denn am Samstag lief alles so richtig glatt für die Veranstalter der Leichtathletik-Abteilung vom SV Germering und die Starter aus Bayern und Baden-Württemberg. Stolze 332 Teilnehmer aus 69 Vereinen kamen über den ganzen Tag ins Stadion, um auf die Jagd nach neuen Bestmarken zu gehen.

Dies war wichtig, denn die neuesten Corona-Richtlinien schreiben vor, dass nicht alle Athleten auf einmal auf dem Areal sein dürfen. „Deshalb haben wir den Zeitplan auch so gelegt, dass die Athleten das Stadion nach ihren Wettbewerben verlassen mussten und damit nie zu viele Sportler da waren“, sagt Gerhard Maurer, Leichtathletik-Abteilungsleiter vom SV Germering. Auch am Samstag war seine große Vereinsmannschaft wieder ein perfekter Ausrichter, der nur für zufriedene Gesichter bei den Teilnehmern sorgte.

Meeting hätte eigentlich schon im Mai stattfinden sollen

Corona hatte schon im Vorfeld der Saison die Planungen komplett durcheinander geworfen. Das Meeting hätte bereits Anfang Mai stattfinden sollen und am Samstag wären stattdessen die Oberbayerischen Blockmehrkampf-Meisterschaften der Jugend U14 in Germering gewesen. Doch es kam anders, wie Maurer erzählt: „Der Bayerische Leichtathletik-Verband kam in den letzten Wochen auf uns zu, dass wir doch bitte eine Veranstaltung machen sollten, um den Athleten eine Startmöglichkeit zu geben.“ Praktischerweise wollte der Verein auch seinem eigenen Nachwuchs eine Startmöglichkeit gewähren, ohne durch ganz Oberbayern auf einen Wettkampf reisen zu müssen.

Zaungäste: Da auf dem Gelände selbst keine Zuschauer erlaubt waren, verfolgten Besucher die Wettkämpfe am Zaun.

Doch so ein Meeting in Zeiten von Corona zu organisieren, war eine sehr große Herausforderung für Gerhard Maurer und sein Team. „Fast im Wochentakt gab es Lockerungen. Die ermöglichten dann immer wieder neue Horizonte, um die ein oder andere Disziplin durchführen zu können“, so Maurer. Sprintläufe durften ursprünglich nur mit einer Bahnbreite Abstand ausgeführt werden. Doch diese Einschränkung wurde zurückgenommen. So viel musste an den eingespielten Abläufen schlussendlich gar nicht mehr geändert werden.

Diese Regeln galten auf der Anlage

Corona hatte auch das Germeringer Leichtathletik-Meeting stark umgekrempelt. So manche Normalität war diesmal ganz anders. Bereits am Eintritt ins Stadion gab es nur einen Eingang – und der Einlass war auch nur möglich mit einer schriftlichen Versicherung, dass der Sportler oder Trainer nach aktuellem Stand sozusagen „ansteckungsfrei“ ist.

Der Einlass wurde auf die 15 000 Quadratmeter großen Stadionfläche nur Athleten, Trainern, Betreuern, Kampfrichtern, Helfern und Begleitpersonen für Minderjährigen gewährt. Wer an diesem Tag zuschauen wollte, musste sich auf einen Platz am Stadionzaun einstellen und die Wettkämpfe aus der Ferne beobachten. Im Zuge der Teilnehmerbeschränkungen und der Möglichkeit, die Teilnehmer selbst so weit wie möglich aufzuteilen, wurde heuer auch erstmals der Weitsprung und die Wurf-Wiese am Gymnasium mit in das Programm einbezogen.

Maskenpflicht herrschte wie nach Vorschrift der Hygiene-Regeln vor allem am Eingang und im Toilettenbereich. Viele Betreuer, Wettkampfrichter und Trainer zogen zusätzlich freiwillig ihre Masken in gewissen Bereichen an den Wettkampfanlagen auf. Für die Sportler selbst herrschte beim Bestreiten der Wettkämpfe aber natürlich keine Maskenpflicht. Sie konnten frei durchatmen.

Allerdings war der sportliche Gruß nach den Wettbewerben per Handschlag oder Umarmung verboten, um Infektionen auszuschließen. Verzichtet wurde heuer im Zuge der Hygiene-Maßnahmen auch auf die Siegerehrungen und den Verkauf von Kuchen und Grillspezialitäten.

Niemandem musste abgesagt werden

Sprung ins Glück: Jakob Zimmer vom SV Germering siegte im Weitsprung der U14.

In einigen Wettkämpfen gab es allerdings noch Teilnehmerbegrenzungen. „Zum Glück mussten wir allerdings niemandem wegen dieser Beschränkung absagen und die Gemeinde gab uns grünes Licht für die Durchführung des Meetings“, erzählt der Leichtathletik-Chef, der den ganzen Tag über auch noch als Betreuer für den Nachwuchs fungierte.

Von ihrer besten Seite zeigten sich im heimischen Stadion aber nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Athleten vom SV Germering. Jakob Zimmer feierte im Weitsprung der Jugend M14 einen klaren Triumph mit seiner neuen persönlichen Bestleistung von 5,66 Meter. Er hatte am Ende klare 24 Zentimeter Vorsprung auf den Zweiten. Mit 44,28 Sekunden kämpfte sich Kurt Schambach als Dritter nach 300 Metern ins Ziel der Jugend M14.

Gleich zwei Podestplätze sammelte Benedikt Maurer in der Jugend M13: Nicht zu bezwingen war er zuerst im Weitsprung-Finale mit 5,14 Meter. Mit 10,01 Sekunden spurtete er außerdem auf den dritten Rang im 75-Meter-Lauf. Ohne Konkurrenz ging der Sieg im U18-Kugelstoßen an Raffael Schemmel mit einer Weite von 6,14 Meter. Ronja Hinterding vom FC Puchheim schaffte es zweimal aufs Treppchen: Zweite wurde sie im U18-Kugelstoßen mit 11,82 Meter sowie Dritte im Diskus-Finale der Jugend U20 (32,84 Meter).

Neue Bayern- und Stadion-Rekorde

Starke Leistungen boten aber nicht nur die Landkreisathleten. Der mit 2,13 Meter aktuell größte Deutsche Kugelstoßer Christian Zimmermann vom Kirchheimer SC startet schon lange sehr gerne in Germering, zumal er hier schon oft persönliche Bestmarken schaffte. Mit 20,09 Meter wuchtete er diesmal die 7,26 Kilogramm-Männer-Kugel auf die aktuell zweitbeste Weite in Deutschland und zu einem neuen Germeringer Stadionrekord. Mit dieser Bayerischen Jahresbestleistung belegte er auch in der Weltrangliste den 23. Platz sowie in Europa den 14. Rang. Im Diskuswurf siegte er ebenfalls mit national starken 59,38 Meter.

Die beiden besten Leistungen Bayerns im Frauen-Diskuswurf wurden in Germering von zwei Athletinnen von der LG Oberland/SG Hausham (Landkreis Miesbach) erzielt: Christina Stumböck siegte mit 45,46 Meter vor der Bayerischen Kugelstoß-Meisterin Sabrina Zeug mit 45,33 Meter. Zeug gewann später das Kugelstoßen mit 13,90 Meter. Die Tagesbestleistung im Weitsprung wurde von Michelle Frank vom FC Aschheim in der weiblichen Jugend U20 mit 5,68 Meter erzielt.

  • Weitere Ergebnisse
  • Männliche Jugend M18: Weitsprung: 5. Raffael Schemmel (SVG) 5,20;
  • Jugend M14: 100 Meter: 4. Jakob Zimmer (SVG) 12,51; 8. Benedikt Maurer (SVG) 13,08; 9. Kurt Schambach (SVG) 13,21; 10. Kilian Just (SVG) 14,04; Weitsprung: 8. Kurt Schambach 4,81; 9. Kilian Just 4,27; Kugelstoßen: 4. Kilian Just 5,45;
  • Jugend M13: 75 Meter: 8. Jannis Marklseder (SVG) 10,76; Kugelstoßen: 7. Benedikt Maurer 6,71; 8. Jannis Marklseder 5,80; 9. Simon Schmidlkofer (SVG) 5,23; Speerwurf: 8. Benedikt Maurer 26,46; 9. Simon Schmidlkofer 26,30; Frauen: 400 Meter: 7. Teresa Magerl (TVE) 63,87;
  • Jugend W20: Weitsprung: 5. Amelie Scholze (TVE) 4,91; 7. Annika Holdt (TVE) 4,67;
  • Jugend W18: 100 Meter: 6. Jana Rabenseifner (FCP) 13,33; 8. Sandra Wesel (TVE) 13,38; 400 Meter: 5. Sandra Wesel (TVE) 65,13; 6. Letizia Heitmeir (SVG) 66,55; 10. Laura Meier (SVG) 69,46; Weitsprung: 7. Marit Schmauder (TVE) 4,82;
  • Jugend W15: 300 Meter: 10. Anja Rabenseifner (FCP) 48,14; Weitsprung: 8. Anja Rabenseifner 4,73; Kugelstoßen: 9. Rebekka Steckermeier (SVG) 6,89.

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