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HCD fehlen nur 36 Sekunden zum ersten Sieg

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Mit Maskottchen mitgereist: Gröbenzells verletzte Torjägerin Vera Balk fieberte auf der Mainzer Tribüne mit. © Birgit Franke

36 Sekunden haben dem HCD Gröbenzell zum ersten Saisonsieg nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga gefehlt. In einem packenden Match kamen die Handballerinnen vom Gröbenbach in Mainz-Budenheim aber wenigstens zu einem 31:31 (14:15)-Remis.

Gröbenzell – Während sich die Oberbayerinnen über ihren zweiten Zweitliga-Punkt freuen, trauern die Rheinhessen dem verpassten Sprung zum Aufstiegs-Relegationsplatz nach.  „Ich bin wahnsinnig stolz, ein absolut verdienter Punktgewinn“, sagte HCD-Trainer Hendrik Pleines. „Wir haben einen Riesenauftritt hingelegt. Die Mädels haben sich von der ersten bis zur letzten Minute an unseren Plan gehalten und um jeden Quadratzentimeter gekämpft.“ Dass es statt einem auch zwei Punkte hätten sein können, darüber wollte Pleines dann nicht mehr nachdenken. Sein Mainzer Kollege Thomas Zeitz, der vor der Partie noch vor dem sieglosen Schlusslicht gewarnt hatte („Es gibt keine leichten Gegner“), war stocksauer. „Wir haben uns einen Punktgewinn erschlichen. Gröbenzell hätte den Sieg klar verdient gehabt.“

31:30 lag der HCD in der Schlussphase vorn, als Svenja Jänicke am Sieben-Meter-Punkt stand. Doch die 29-Jährige, die zuvor dreimal in gleicher Situation getroffen hatte, scheiterte diesmal am Innenpfosten. Den folgenden Tempogegenstoß verwandelte Mainz zum glücklichen Ausgleich. An dem vergebenen Siebenmeter wollte Co-Trainer Harald Fischer die Punkteteilung aber nicht festmachen. Vielmehr war es der mutige Auftritt über die gesamte Spielzeit, der zum zweiten Punktgewinn in dieser Saison führte.

Von der ersten bis zur letzten Minute war es ein Duell auf Augenhöhe. Nach einer Viertelstunde legten die Gröbis, die bei ihrer Anreise von einer Bus-Panne gestresst wurden, einen kleinen Zwischenspurt ein. Innerhalb von knapp viereinhalb Minuten stellten die Gäste von 7:7 auf 7:12. Doch das ließ der Tabellenvierte nicht auf sich sitzen lassen. Und erneut in weniger als vier Minuten glichen die Rheinhessen wieder aus. Zur Pause führte Mainz mit 15:14. Aber auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste weiterhin imponierend. Vor der blendend aufgelegten Torfrau Lidia Radovanic stand Gröbenzell in der Abwehr kompakt. Doch die Mainzer hatten immer die passende Antwort parat. Und am Ende auch das das Quäntchen Glück.

Dirk Schiffner

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